RB Leipzig im „Duell der Spielanlagen“ gegen Borussia Mönchengladbach „nur“ Remis

RB Leipzig liegt nach blendendem Start in die Fußball-Bundesliga und vier Spieltagen ungeschlagen mit 8 Punkten auf dem sechsten Platz und ist zum Glück nicht mehr „medialer Bayern-Jäger“. Vor ausverkauftem Red Bull-Haus der 42.500 Zuschauer reichte es gegen Champions-League-Teilnehmer Borussia Mönchengladbach nach dominanter erster und verwaltungsorientierter zweiter Halbzeit „nur“ zu einem 1:1-Unentschieden.

Deutsche Bundesliga, RasenBallsport Leipzig vs. Borussia Mönchengladbach - Timo Werner (RB Leipzig) - Foto: GEPA pictures/Roger Petzsche
Deutsche Bundesliga, RasenBallsport Leipzig vs. Borussia Mönchengladbach – Timo Werner (RB Leipzig) – Foto: GEPA pictures/Roger Petzsche

Im „Duell der unterschiedlichen Spielanlagen“, wie es Gladbachs Coach Andre Schubert formulierte, war RasenBallsport im gesamten Match dem Dreier näher als die Gäste. Aber eine zweite Leipziger Hälfte, in der „wir immer unpräziser nach vorn gespielt haben und zwei Umschaltsituationen besser ausspielen hätten müssen“, so RB-Chefcoach Ralph Hasenhüttl, reichte in der Spielqualität gegen stärker agierende Gladbacher nicht zum Dreier.

Bemerkenswert: RB Leipzig wurde vom Gäste-Trainer für den Bundesliga-Rekord von 120 Kilometern Laufstrecke extra gelobt.

Live aus der Red Bull Arena berichtet SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp.

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21.09.2016 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

SPORT4FINAL-Chefredakteur Frank Zepp
SPORT4FINAL-Chefredakteur Frank Zepp

RB Leipzig lag nach Großchancen (6:3) vorn. Mönchengladbach besaß Vorteile im Ballbesitz (58:42 Prozent) und in der Passquote. Deshalb formulierte Coach Schubert über das „Duell der Spielanlagen“ auch: „Leipzig spielt erfolgreich, ist leicht zu lesen, aber schwer zu bespielen. Es hat einen anderen Ansatz als wir. Vielleicht hatten wir heute auch nicht das Match-Glück gegen eine Mannschaft, die im Flow ist.“

RasenBallsport brachte in der ersten Halbzeit Champions-League-Tempo auf den Rasen und drücke zeitweilig den Königsklassen-Teilnehmer sehr weit in die eigene Hälfte zurück. Das frühe Führungstor (6.) durch Timo Werner nach Schläfrigkeit in der Gäste-Abwehr gab zusätzliche Sicherheit. Der Gastgeber bestach durch Spielsystem und Klasse, wirkte aber zu wenig temperiert im Tempospiel.

Deutsche Bundesliga, RasenBallsport Leipzig vs. Borussia Mönchengladbach - Nico Schulz (Gladbach), Yussuf Poulsen (RB Leipzig) und Andreas Christensen (Gladbach) - Foto: GEPA pictures/Roger Petzsche
Deutsche Bundesliga, RasenBallsport Leipzig vs. Borussia Mönchengladbach – Nico Schulz (Gladbach), Yussuf Poulsen (RB Leipzig) und Andreas Christensen (Gladbach) – Foto: GEPA pictures/Roger Petzsche

So schienen im zweiten Durchgang auch die Leipziger Kräfte zu schwinden und ohne Tempodruck kam Mönchengladbach besser ins Spiel. Mehr noch, über gefällige Spielzüge wurde das zuvor aus Leipziger Sicht bestandene Übergewicht abgebaut und eigene Spielvorteile errungen. Der Ausgleich in einer eher zerfahrenen, körperbetonteren Halbzeit gelang Fabian Johnson in der 85. Minute. Andre Hahn sowie Lars Stindl waren die Vorbereiter und Johnson versetzte im Strafraum einen RB-Spieler mit Vollendung ins linke Toreck. Jeweils eine Großchance für beide Teams in der Schlussphase blieb ungenutzt und das 1:1-Endergebnis stand auf der Anzeigetafel.

„Der Gegner hatte die Qualität, unsere fehlende Präzision nach der Pause auszunutzen. Man bekommt nicht immer Alles. Aber es war aller Ehren wert gegen eine Champions-League-Mannschaft“, resümierte RB Leipzig-Coach Ralph Hasenhüttl.

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