RB Leipzig von Werder Bremen eiskalt effizient bezwungen. Bullen-Krise perfekt?

Deutsche Bundesliga, SV Werder Bremen vs. RasenBallsport Leipzig - Timo Werner (RB Leipzig) - Foto: GEPA pictures/Roger Petzsche
Deutsche Bundesliga, SV Werder Bremen vs. RasenBallsport Leipzig – Timo Werner (RB Leipzig) – Foto: GEPA pictures/Roger Petzsche

RB Leipzig musste in der Fußball-Bundesliga nach der Heim-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg die nächste Schlappe mit 0:3 (0:1) Toren beim SV Werder Bremen hinnehmen.

Aus den letzten 3 Begegnungen konnten die roten Bullen nur einen Punkt erzielen. Der sportliche und punktmäßige Abwärtstrend geht weiter – die Bullen-Krise ist im Anmarsch.

18.03.2017 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

SPORT4FINAL-Chefredakteur Frank Zepp
SPORT4FINAL-Chefredakteur Frank Zepp

Der SV Werder Bremen gewann nach einem kämpferischen und sportlichen Steigerungslauf völlig verdient die Bundesliga-Partie. Der Gastgeber wirkte an die roten Bullen taktisch besser angepasst als umgekehrt. Der RasenBallsport-Code mit Tempo- und Umkehrspiel wurde durch Werder defensiv gut entschlüsselt. RB Leipzig liegt nun nur noch mit drei Punkten Vorsprung auf Borussia Dortmund auf dem zweiten Platz.

RB Leipzig diktierte klar die erste Halbzeit und hatte drei Großchancen zur verdienten Führung. Timo Werner (11.), Emil Forsberg (26.) und ein Pfostenschuss aus 15 Metern durch Marcel Sabitzer in der 39. Minute hätten mindestens ein Leipziger Tor verdient. Aber ein Außenrist-Schuss aus 20 Metern durch Bremens Kapitän Zlatko Junuzovic brachte zuvor den Gastgeber überraschend in Führung.

Bis zum zweiten Bremer Tor von Florian Grillitsch nach einer Stunde bestachen die Hausherren durch ihre eiskalte Effizienz: Zwei Torchancen und zwei Tore! Danach riss Werder Bremen den Matchzugriff an sich und ließ RB Leipzig nicht mehr zur spielerischen Entfaltung kommen. Die Bremer Entscheidung dann in der 90. Minute: Bei einem Konter scheiterte erst Aron Johannsson an Peter Gulacsi. Den Abpraller schoss der eingewechselte Florian Kainz zum 3:0-Endstand ins Tor.

RB Leipzig probierte gerade in einem wichtigen Auswärtsspiel eine 3:4:3-Grundformation zu Spielbeginn. Über diesen Zeitpunkt kann man heftig streiten. Als Davie Selke in der 57. Minute eingewechselt wurde, stellte Coach Ralph Hasenhüttl wieder auf die Viererkette um. Erfolglos. Die Länderspielpause kommt für RB Leipzig zur Fehleranalyse zum richtigen Zeitpunkt.

Stimmen:

Timo Werner: „Die Niederlagen lagen nicht nur am Gegner sondern auch an uns, weil wir die Torchancen nicht rein gemacht haben.“

Ralph Hasenhüttl: „Die ersten zwei Tore waren bitter. War gut von Bremen gemacht. Zum Schluss haben wir alles oder nichts gespielt. In der ersten Halbzeit waren wir taktisch sehr stabil und müssen einfach das Tor machen. Im Moment erzwingen wir das Glück zum Tor zu wenig. Wir sind nicht mehr so frei, um das Tor mit einer Selbstverständlichkeit zu erzielen. In den nächsten Spielen müssen wir uns anders präsentieren.“

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