RB Leipzig schied gegen FC Bayern München im DFB-Pokal aus. Felix Zwayer und Ralf Rangnick ohne Augenmaß


DFB Pokal, RasenBallsport Leipzig vs. FC Bayern München - Peter Gulacsi (RB Leipzig) - Foto: GEPA pictures/Sven Sonntag
DFB Pokal, RasenBallsport Leipzig vs. FC Bayern München – Peter Gulacsi (RB Leipzig) – Foto: GEPA pictures/Sven Sonntag

Fußball auf qualitativ hohem Champions-League-Niveau zwischen RB Leipzig und FC Bayern München sahen die 42.558 Zuschauer in der Red Bull Arena nicht. Aber einen denkwürdigen Fight im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals, den der deutsche Rekordmeister und -Pokalsieger mit 6:5 Toren nach Elfmeterschießen gewann.

„Man of the Match“ war Leipzigs Torhüter Peter Gulacsi, der mehrere Hundertprozenter der Gäste entschärfte und RasenBallsport immer im Match hielt.

Im Mittelpunkt: Die schwache Performance von Schiedsrichter Felix Zwayer bei der Regelanwendung im Foulspiel sowie RB Leipzig Sportdirektor Ralf Rangnick, der nach Abpfiff der ersten Halbzeit wegen eines zurück genommenen Elfers auf das Spielfeld rannte und den Schiedsrichter „bekehren“ wollte. Unwürdig, unsportlich und ein klarer Verlust von Reputation bei Rangnick.

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SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp berichtet live aus der Red Bull Arena.

26.10.2017 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Wie oft schon Timo Werner der Held von RB Leipzig Spielen war, sei dahingestellt. Im Elfmeterschießen erwies sich Werner als „Unglücksrabe“, der als einziger und letzter Schütze an Bayern-Keeper Sven Ulreich scheiterte. Bayern München siegte mit 6:5 nach Elfmeterschießen. Zuvor stand es 1:1 (0:0) in der regulären Spielzeit zuzüglich Extra Time.

Klar ersichtlich: Nach Keitas gelb-roter Karte in der 54. Minute, er agiert seit Wochen mit insgesamt drei Platzverweisen sehr mannschaftsundienlich und sollte zur Winterpause schon nach Liverpool abgegeben werden, übernahm Bayern München die Match-Regie und zeigte anhand einer katastrophalen Chancenverwertung, warum das Team u. a. seit 2013 nicht mehr in die Nähe eines Finales in der Champions League kommt. Duch den Chancenvorteil war der Sieg am Ende hoch verdient. Aber auch Leipzigs kämpferischer Einsatz bis in die 120. Minute hinein besaß mehr als heroische Züge.

Welcher Elfmeter nun wirklich einer war und welcher nicht und welche Spieler nicht nach Foulspielen mit Gelb bestraft oder zu Unrecht bestraft wurden, möchten wir nicht entscheiden, denn dies wußte der Schiedsrichter auch nicht in jeder Spielsituation so ganz genau. Sein Arbeitszeugnis sollte beim DFB kaum Zufriedenheit ausgelöst haben. Scheinbar geht es ohne Video-Assistent nicht mehr …

Naby Keita (RB Leipzig) und Schiedsrichter Felix Zwayer
DFB Pokal, RasenBallsport Leipzig vs. FC Bayern München – Naby Keita (RB Leipzig) und Schiedsrichter Felix Zwayer – Foto: GEPA pictures/Sven Sonntag

Stimmen nach dem Match:

Ralph Hasenhüttl (RB Leipzig): „Es war fast ein heroischer Kampf, den wir abgeliefert haben. Ich kann verstehen, dass die Mannschaft die Köpfe hängen lässt, wenn man sieht, was alles gegen uns gelaufen ist. Heute gibt es nur Lob, Anerkennung und die Herzen unserer Fans, sonst aber nichts.“

Marcel Sabitzer (RB Leipzig): „Wir haben starke Akzente nach vorn gesetzt, auf Augenhöhe mitgespielt und 120 Minuten hart gekämpft. Zur Rücknahme des Elfers kann ich nicht viel sagen. “

Emil Forsberg (RB Leipzig): „Für mich war es ein Elfmeter. Es ist aber schwer zu sagen. Es tut einfach weh. Wir haben ein super Spiel abgliefert. Wir waren über 60 Minuten mit einem Mann weniger auf dem Platz. Das Leben geht aber weiter.“

Jupp Heynckes (FC Bayern München): „Es war ein dramatischer Pokal-Fight, bei dem beide Teams bis zur letzten Minute alles rein geworfen haben. Wir spielten gegen einen Gegner, der einen richtig guten Fußball zeigt und taktisch sowie läuferisch erstklassig ist.“


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