FC Hansa Rostock verlor in Unterzahl gegen SV Meppen in dritter Fußball-Liga

Der FC Hansa Rostock kann in heimischer Umgebung des großartigen Ostseestadions und vor emotionalen 12.300 Zuschauen in der dritten Fußball-Liga einfach nicht gewinnen. Nach dem Großaspach-Remis verlor die Hansa-Kogge gegen den defensiv eingestellten Aufsteiger SV Meppen mit 1:2 (0:0) Toren.

Der Rostocker Kapitän Amaury Bischoff erhielt nach einer Tätlichkeit gegen den ihn foulenden Nico Granatowski (Gelb) die rote Karte (25.) und erwies den Ostseestädtern einen Bärendienst.

FC Hansa Rostock-Coach Pavel Dotchev: „Zur roten Karte habe ich meine Meinung. Ich möchte dies aber nicht öffentlich diskutieren.“

Quintessenz aus Rostocker Sicht: Wer trotz Unterzahl seine spielerischen Vorteile und den hohen Ballbesitz nicht in Tore bei schlechter Chancenverwertung umsetzen kann, muss sich über eine höchst vermeidbare Niederlage nicht beschweren.

Live aus dem Rostocker Ostseestadion berichten die SPORT4FINAL-Redakteure Frank Zepp und Paul Marcks.

05.08.2017 – SPORT4FINAL / Zepp + Marcks:

Der FC Hansa Rostock war von Beginn an individuell die bessere Mannschaft und besaß den Matchzugriff – auch noch in Unterzahl über insgesamt 65 Minuten und drei Minuten Nachspielzeit. Der SV Meppen erwies sich aber als eingespieltes Team und war in der Chancenverwertung klar die bessere Mannschaft.

FC Hansa Rostock
FC Hansa Rostock

Nach der Pause gingen die Gäste nach schneller Kombination über die rechte Angriffsseite durch einen Kopfball von Benjamin Girth in Führung. Der Gastgeber fightete und zeigte Angriffs-Qualitäten, die wiederum zu unstrukturiert in der gefährlichen Zone abgeschlossen wurden. Durch einen Eckball-Standard köpfte Hansas-Mittelstürmer Marcel Ziemer als „nachträgliches Geburtstagsgeschenk (Donnerstag)“ in der 68. Minute den verdienten 1:1-Ausgleich. Aber der SV Meppen kam zurück und erzielte durch Granatowski per 30-Meter-„Sonntagsschuss“ in den Winkel das Siegtor nach 89 Minuten.

FC Hansa Rostock Ostseestadion - Foto: SPORT4FINAL
FC Hansa Rostock Ostseestadion – Foto: SPORT4FINAL

Selbst nach dem Schlusspfiff beruhigten sich nicht die Gemüter einer hauptsächlich kämpferisch geprägten Partie. Girth (Meppen) und Nadeau (Rostock) bekamen vom gut leitenden Schiedsrichter die gelbe Karte. Der Referee wurde mit „Begleitschutz“ in die Kabine gebracht – einige Rostocker „Fans“ bewarfen ihn!

Trainer-Stimmen nach dem Match:

Christian Neidhart (SV Meppen): „Die rote Karte hat uns in die Karten gespielt. Hansa hat auch hin Unterzahl mutig weiter gespielt. Wir sind der glückliche Sieger und haben nun gegen Zwickau nicht den großen Druck aufgebaut.“

Pavel Dotchev (FC Hansa Rostock): „Wir hatten sehr gut angefangen und die Kontrolle über das Spiel. Als ich dachte, jetzt geht es richtig los, kam die rote Karte. Zur roten Karte habe ich meine Meinung. Ich möchte dies aber nicht öffentlich diskutieren. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Ich bin sehr zufrieden, wie sich die Mannschaft präsentiert hat. Bitter ist dabei, dass wir uns nicht belohnt haben. Wenn wir so weiter machen, werden wir wieder gewinnen.“

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