SC DHfK Leipzig bezwang SC Magdeburg sicher

SC DHfK Leipzig - Handball Bundesliga Saison 2020-2021 - Copyright: SC DHfK Leipzig
SC DHfK Leipzig – Handball Bundesliga Saison 2020-2021 – Copyright: SC DHfK Leipzig

Handball Bundesliga Männer, 10. Spieltag:

Der SC DHfK Leipzig bezwang nach fünf Jahren den SC Magdeburg hoch verdient mit 33:29 (16:14) Toren im „wahren Ostderby“.

Ausschlaggebend für den ab Mitte der ersten Halbzeit dominanter agierenden SC DHfK Leipzig war die bessere Abwehr-Performance sowie die mental in der Körpersprache überlegenere Matchführung.

Zum „Man of the Match“ avancierte DHfK-Torhüter Joel Birlehm, der einige freie Bälle in spielentscheidenden Situationen parierte.

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Handball Bundesliga: SC DHfK Leipzig vs. SC Magdeburg am 29.11.2020 - Foto: Karsten Mann
Handball Bundesliga: SC DHfK Leipzig vs. SC Magdeburg am 29.11.2020 – Foto: Karsten Mann

29.11.2020 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball Bundesliga Männer: Das Ostderby zwischen den Europapokalsiegern SC DHfK Leipzig (Landesmeister 1966)  und SC Magdeburg (Champions League 2002) war 15 Minuten ausgeglichen in der ersten Halbzeit. Danach erkämpfte sich das mental agierende DHfK-Team von Chefcoach Andre Haber über eine fokussierte kompakte Abwehrarbeit sowie Torhüter Birlehm ein Übergewicht und ging mit 11:7 (17.) in Front. 

SC Magdeburg - Handball Bundesliga und EHF European League Saison 2020-2021 - Copyright: SC Magdeburg
SC Magdeburg – Handball Bundesliga und EHF European League Saison 2020-2021 – Copyright: SC Magdeburg

Der SC Magdeburg offenbarte Schwächen im Deckungs-Innenblock sowie im Positionsangriff. Beim 12:11 (22.) fand der SCM wieder den Anschluss, um bis zum 15:11 wieder abreißen zu lassen. Der SC DHfK Leipzig besaß Vorteile im Tempo-Umkehrspiel und Gegenstoß-Verhalten. Das Team von Cheftrainer Bennet Wiegert verkürzte in der Crunchtime auf 2 Treffer, ohne aber zu glänzen und die besten taktischen Mittel in jeder Situation zu kreieren. Eine verdiente DHfK-Führung zur Pause.

Der SC DHfK Leipzig dominierte die zweite Halbzeit über die konsequentere Deckungsleistung sowie das effizientere gebundene Spiel im Positionsangriff. Der SC Magdeburg konnte vier Mal auf ein Tor verkürzen – letztmalig beim 25:24 durch Kristjansson in der 49. Minute. Der Gastgeber ließ in der Crunchtime nichts mehr anbrennen und konnte sogar eine Strafzeit in der 58. Minute (Pieczkowski) sicher verteidigen. Das Wiegert-Team agierte nicht in bester mentaler Verfassung und verlor die Begegnung durch eine unterirdische Deckungsleistung.

Stimmen (Quelle: MDR):

Joel Birlehm: „Wir haben über 60 Minuten hart gefightet und auch besser als Magdeburg gespielt. Wir haben viel 1:1 verteidigt und vorn gut getroffen.“

Andre Haber: „Heute war es ein Spiel, bei dem über Grenzen gegangen wurden musste. Wir hatten ein paar Jungs mit sehr guten Leistungen – Birlehm, Geballa und Pieczkowski. Wir sind stolz auf die Mannschaft.“

Christian O’Sullivan: „Wir bekommen zu viele gute Chancen und lassen viele Bälle liegen. Wir kämpfen uns immer wieder zurück und schaffen nicht das Unentschieden. Der letzte Ball kam nicht immer an. Leipzig hat besser gespielt.“

Weitere Stimmen:

Bennet Wiegert (Trainer SC Magdeburg): „Ich habe mich im Vorfeld auf dieses Spiel sehr gefreut. Dieses Derby ist immer etwas Besonderes. Wir haben ab der ersten Minute ein typisch emotionales Derby gesehen, wo sich beide Mannschaften wenig geschenkt haben. Klar haben sie auch Fehler gemacht, aber ein hohes Engagement war immer vorhanden, denn beide Mannschaften wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen. Dann hat sich leider das bewahrheitet, was ich vorab gesagt habe. Die Mannschaft, die weniger Fehler macht, weniger Bälle verwirft und das bessere Torhüter-Spiel hat, wird dieses Spiel zu einer hohen Wahrscheinlichkeit gewinnen. Das war heute ganz klar Leipzig. Wir sind an uns und an Joel Birlehm gescheitert. Durch die vielen Fehler geraten wir in Gegenstöße und unser Angriff war heute nicht in der Lage, die Quoten zu erzielen, um in Leipzig erfolgreich zu sein.“

Andre Haber (Trainer SC DHfK Leipzig): „Das war heute wieder hoch emotional. Ich darf im neunten Jahr hier beim SC DHfK mit auf der Bank sitzen. Ich habe da schon viele Spiele erlebt und das war heute wieder ein besonderes. Natürlich ist ein Derby immer besonders, aber wenn wir es dann auch gewinnen können, dann macht das etwas mit mir. Das ist etwas, an das ich mich lange erinnern werde. Heute war ausschlaggebend, dass wir einen guten Plan in der Deckung hatten und immer wieder Situationen gefunden haben, in denen wir die Passwege gut verteidigen und zugestellt haben. Dazu hatten wir wieder ein gutes Zusammenspiel aus Abwehr und Torhüter. Und zusätzlich auch ein verbessertes Tempospiel im Vergleich zum letzten Spiel. Wir hatten heute viele Jungs im Angriff, die mutig genug waren gegen die SCM-Deckung zu werfen. Mit der guten Rückraum-Quote plus einer Abwehr, die richtig gebrummt hat, haben wir nun einen sehr guten Abschluss einer langen Woche, die für uns sehr hart war. Dass wir nun das schwerste der letzten drei Spiel gewonnen haben, das macht mich stolz.“

Statistik: Handball Bundesliga Männer, 10. Spieltag: 

SC DHfK Leipzig vs. SC Magdeburg 33:29 (16:14)

Spielfilm: 2:4 (6. – Damgaard), 5:4 (9. – Wiesmach), 7:7 (13.), 11:7 (17. – Pieczkowski), 11:9 (19. – Mertens ÜbZ TGS), 12:11 (22. TGS), 15:11 (26.), 16:14 (30. – Magnusson UnZ), 16:14 (HZ) – 18:17 (36. – Bezjak), 21:18 (41. – Wiesmach), 25:24 (49. – Kristjansson), 28:26 (53. – Magnusson 7m), 29:26 (55. – Weber), 31:27 (59. – Weber UnZ), 33:29 (EST)

Man of the Match: Joel Birlehm (13 Paraden – 34 Prozent)

Beste Torschützen: Pieczkowski 6, Remke 5, Gebala 5 – Magnusson 10, Gullerud 4, Pettersson 4.

Wurfeffizienz: 67:61 Prozent (1. HZ: 61:56 Prozent)

Torhüter: 13:10 Paraden (31:21 Prozent) – (1. HZ: 8:6 Paraden – 33:24 Prozent)

Gegenstoß-Tore: 5:4  (1. HZ: 4:3)

Technische Fehler: 10:11  (1. HZ: 4:5)

Strafminuten: 6:2  (1. HZ: 4:2)

Zuschauer: 0 – Quarterback Arena Leipzig

Schiedsrichter: Fabian Baumgart und Sascha Wild

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