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HC Empor Rostock gelingt Befreiungsschlag in Emsdetten und verlässt Abstiegsrang

Der HC Empor Rostock konnte den TV Emsdetten mit 28:26 (12:13) Toren besiegen.

HC Empor Rostock gelingt Befreiungsschlag in Emsdetten und verlässt Abstiegsrang - Foto: HC Empor Rostock

HC Empor Rostock mit Kapitän Rene Gruszka gelingt Befreiungsschlag in Emsdetten und verlässt Abstiegsrang – Foto: HC Empor Rostock

Durch den Auswärtssieg kletterte die Mannschaft von Aaron Ziercke auf den siebzehnten Platz und verlässt somit vorübergehend wieder die Abstiegsränge der zweiten Handball-Bundesliga.

Für die Mecklenburger war es seit Oktober 2010 der erste Erfolg über die Westfalen. In sämtlichen acht vorherigen Vergleichen mussten sich die Rostocker dem ehemaligen Erstligisten geschlagen geben.

28.02.2016 – PM Empor / SPORT4Final / Frank Zepp:

Zu Beginn sah es allerdings auch nach einem Triumph für die Hausherren aus. Sie bestimmten die Anfangsphase, gingen schnell mit 3:0 (5.) in Führung und mussten erst nach etwa sieben Minuten einen ersten Gegentreffer zulassen. Vyron Papadopoulos netzte für das Ziercke-Team zum 1:3 ein. In kürzester Zeit baute der TV Emsdetten seine Führung allerdings wieder aus, stellte auf 7:3 (13.) und hielt diesen Vier-Tore-Vorsprung beinahe über die komplette erste Halbzeit. Erst fünf Minuten vor dem Pausenpfiff konnten sich die Ostseestädter beginnend mit dem 9:12 (26.) durch Kreisläufer Jens Dethloff wieder den Westfalen annähern. Dank eines stärker werdenden Jan Kominek, der in der Schlussphase der ersten Halbzeit mit vier Paraden glänzte, stellten die Rostocker mit dem 12:12 (29.) gar den ersten Gleichstand seit Spielbeginn her. Rückraumspieler Jasper Adams, mit sieben Treffern bis zum Gang in die Kabinen der auffälligste Akteur des Gastgebers, brachte sein Team mit dem 13:12 (30.) immerhin zur Halbzeitpause noch einmal in Front. „Unser Angriffsspiel war über weite Strecken zu statisch, unsere Defensive nicht aggressiv genug“, so Empor-Coach Ziercke über die Performance seiner Schützlinge in den ersten dreißig Minuten.

Auch direkt nach Wiederbeginn war der TV Emsdetten die agilere Mannschaft, konnte wieder davonziehen und auf 16:13 (38.) stellen. Doch die Rostocker steckten nicht auf, hatten innerhalb weniger Minuten diese Führung eliminiert und durch Marc Pechstein den 17:17-Ausgleich (44.) hergestellt. Ärgerlich für die Empor-Sieben, dass sich die Westdeutschen erneut absetzen konnten: Oddur Gretarsson traf zum 21:19 (47.). Auch davon ließen sich die Mecklenburger allerdings nicht beirren, kämpften weiter leidenschaftlich und konnten ein weiteres Mal mit dem TVE gleichziehen. Bezeichnend für den Siegeswillen des HC Empor Rostock, dass Florian Zemlin nach einem selbst verursachten technischen Fehler den Ball zurückeroberte. Zwar scheiterte Norman Flödl an Emsdetten-Schlussmann Nils Babin, doch Zemlin schnappte sich erneut das Leder und netzte nach einem Tempogegenstoß mit seinem ersten Tor zum 21:21 (50.) ein. Die Ziercke-Sieben wollte die Heimreise diesmal unbedingt mit etwas Zählbarem im Gepäck antreten. So brachte Linksaußen Papadopoulos sein Team mit dem Treffer zum 23:22 (53.) erstmals in Führung, stellte Rückraumspieler Pechstein vier Minuten vor dem Ende einen Zwei-Tore-Vorsprung (25:23) her. Obwohl Routinier Dethloff knapp 120 Sekunden vor dem Abpfiff mit einer roten Karte des Feldes verwiesen wurde, nachdem er beim Zurücklaufen einen Gegenspieler überrannte und man nun in Unterzahl war, gelang es den Norddeutschen weiter vorne zu bleiben. Großen Anteil daran hatte auch Keeper Kominek, der einen Wurf von Anton Runnarsson parierte und somit einen möglichen Ausgleich verhinderte. Die Entscheidung führte dann Pechstein nach einer letzten Auszeit herbei, indem er den 28:26-Endstand herstellte. „Nach dem Seitenwechsel haben wir mit mehr Tempospiel die Initiative übernommen. Das war ein wichtiger Erfolg“, zeigte sich so auch Ziercke nach einer umkämpften Partie, die seine Schützlinge durch den größeren Kampfgeist für sich entscheiden konnten, letztendlich zufrieden.

Neben Kominek, der ebenso wie sein Gegenüber Babin zwölf Paraden ablieferte, wussten dabei auf Seiten der Rostocker allen voran der wieder genesene Kapitän René Gruszka (sechs Tore) sowie der griechische Nationalspieler Papadopoulos (sieben Treffer) zu überzeugen. Bemerkenswert, dass Gruszka erst einige Tage vor dem Spiel wieder ins Training eingestiegen war und sich die Einsätze von Kominek sowie Papadopoulos erst kurzfristig entschieden haben.

Am kommenden Sonntag (17:00 Uhr) gastieren die Rostocker nun im dritten Auswärtsspiel in Serie bei der HSG Nordhorn-Lingen (6.), die seit sieben Partien ungeschlagen ist. In der Hinrunde konnte die Empor-Sieben gegen das Zwei-Städte-Team mit 27:23 (9:9) gewinnen. Letzter Gegner der Niedersachsen war am Freitagabend der VfL Eintracht Hagen (23:21), den der HC Empor Rostock nun dank einer um einen Treffer besseren Tordifferenz überholt hat. Roman Becvar hofft für die Partie gegen den früheren Europapokalsieger, dass alle Spieler fit werden: „Es wäre super, wenn wir mit voller Kapelle dahin fahren könnten. Ich hoffe besonders, dass Kenji wieder spielen kann. Wir werden aber auf jeden Fall Angriff auf einen weiteren Erfolg nehmen“, so der Spielmacher, dessen Mannschaft in Emsdetten neben Kenji Hövels auf Torhüter Tobias Malitz und Robert Barten verzichten musste.

HC Empor Rostock: Kominek, P. Porath – Becvar 2, Meuser, Dethloff 1, Heil, Gruszka 6, Flödl 5, Papadopoulos 7, Zboril, Lux, Zemlin 1, Pechstein 5, J. Porath 1

Siebenmeter: HC Empor 1/1, TV Emsdetten 4/7 | Zeitstrafen: HC Empor 8 Minuten (inkl. Rot für Dethloff), TV Emsdetten 2 Minuten | Zuschauer: 1.270


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