HC Leipzig: Ergebnis-Krise 2014 und 2016 sowie Team-Entwicklung


HC Leipzig: Ein BLICK-Zurück in die Annalen der Geschichtsbücher sowie ein BLICK-Voraus zum Auswärtsspiel des HC Leipzig beim VfL Oldenburg in der Handball-Bundesliga.

Handball EHF-Cup, TuS Metzingen vs. HC Leipzig am 19.02.2016 in Tübingen - Shenia Minevskaja (23) - Foto: Sebastian Brauner
Handball EHF-Cup, TuS Metzingen vs. HC Leipzig am 19.02.2016 in Tübingen – Shenia Minevskaja (23) – Foto: Sebastian Brauner

Historische Klammer“ sowie „Aufhänger“ der Gedanken ist rein zufällig der TuS Metzingen, der dem HC Leipzig einen „Niederlagen-Dreierpack“ im Februar 2016 bescherte.

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05.03.2016 – SPORT4Final / Frank Zepp:HC Leipzig

BLICK-Zurück: Am 19. November 2014 gab es für den HC Leipzig die dritte Niederlage in Folge (nach Leverkusen und Wolgograd) zu Hause gegen den TuS Metzingen mit 28:29 Toren. Nach der Champions-League-Heimpleite gegen Wolgograd wurde Maura Visser aus dem Team geworfen. Der erst seit Juli 2014 amtierende Chefcoach Norman Rentsch „beförderte“ Karolina Kudlacz zur neuen Spielmacherin. Es folgte zwei Tage (!) später ein souveräner 35:31-Erfolg bei Krim Ljubljana in der Königsklasse und die Qualifikation für die Hauptrunde der Champions League.

HC Leipzig im Januar und Februar 2016: Nach sieben Siegen in der Bundesliga und im Achtelfinale des EHF-Cups riss die Siegesserie bei der Heimniederlage gegen den Thüringer HC am 30. Januar. Ein ergebnistechnisch und weitgehend spielerisch enttäuschender Monat Februar mit dem negativen Höhepunkt des Ausscheidens im Viertelfinale des EHF-Cups gegen Metzingen schloss sich an. Resümee-Übereinstimmung zwischen Chefcoach Rentsch und der Sport4Final-Redaktion in der Rückbetrachtung, dass nach klarer Vier-Tore-Führung in der 52. Minute in Tübingen durch das noch verlorene Auswärts-Match das europäische Halbfinale vergeben wurde.

BLICK-Voraus mit den Protagonisten Kay-Sven Hähner, Shenia Minevskaja und Norman Rentsch: Der HC Leipzig tanzt weiter auf zwei Hochzeiten mit Bundesliga und Pokal Final4 in Leipzig. Nach Manager Hähner wird der „Meister zwischen 10 und 12 Minuspunkten am Ende haben.“ Derzeit haben der Thüringer HC und Metzingen sieben sowie Bietigheim und Leipzig acht Minuspunkte. Das Wort „Krise“ nahmen die HCL-Verantwortlichen im Pressegespräch nur einmal (Rentsch) in den Mund. Im Gegenteil, in Redundanz wurde der Entwicklungsgedanke des Teams hervor gehoben. „Wir sind mit unserer sehr jungen Mannschaft noch immer in der Entwicklungsphase.“ Verletzungen, wie noch in der vergangenen Saison, werden durch die Leipziger Protagonisten nicht mehr medial überstrapaziert. Bspw. spielt Saskia Lang seit zwei Monaten mit einer vierfach gebrochenen Nase. Der aufopferungsvolle Kampf des Teams wird auch künftig bessere Ergebnisse bringen, ist sich Norman Rentsch sich. „Wir werden wieder auf die Siegerstraße gelangen.“ Auch Shenia Minevskaja ist weiterhin optimistisch: „Wir neigen noch dazu, zu sehr zu verkrampfen, wenn es im Spiel nicht läuft und machen zu viele Fehler. Der Wille ist definitiv da, sonst würden wir nicht zweimal täglich trainieren.“

Shenia Minevskaja im Trikot der deutschen Nationalmannschaft - Foto: Sascha Klahn/DHB
Shenia Minevskaja im Trikot der deutschen Nationalmannschaft – Foto: Sascha Klahn/DHB

Ergebnis-Krise beim HC Leipzig: Norman Rentsch sieht keine Krise beim deutschen Rekordmeister, sondern „es gibt bei jeder Mannschaft Phasen, wo es nicht so läuft. Diese Phase ist für uns unangenehm und nicht einfach. Wir sind erst in der Stufe zwei unserer Entwicklung. Die Mannschaft ist lernfähig und willig. Wir sind noch in zwei Wettbewerben absolut dabei. Wir spielen im Konzert der Großen mit. Wir müssen aber die entscheidenden Spiele gewinnen. Die Mannschaft braucht vielleicht noch ein wenig Zeit. Wir haben eine junge Mannschaft, die sich toll entwickelt hat. Wir sind in der Entwicklung und Kader-Zusammenstellung erst am Anfang. Die Schwelle zur dritten Stufe der Entwicklung fehlt noch. Dazu müssen wir die ‚big Points‘ machen. Wir brauchen noch mehr Arschloch-Charaktere, wie sie andere Teams haben.“ Richtung Oldenburg fügte der Chefcoach an: „Gegen die norddeutschen Vereine hat Shenia immer ein gutes Händchen. Wir müssen unsere Qualität in der Abwehr ausnutzen, weil es im Angriff derzeit hakt.“ Shenia Minevskaja wird in Oldenburg auf der Spielmacher-Position Karolina Kudlacz-Gloc vertreten.

Epilog: Aus SPORT4FINAL-Sicht kam der interessanteste Satz von Norman Rentsch: „Wir sind in der Entwicklung und Kader-Zusammenstellung erst am Anfang.“ Aktuell werden auf den Kreis-Außenpositionen Veränderungen angestrebt, weil auch Verträge auslaufen. Im Rückraum sieht Manager Hähner auf Nachfrage derzeit keinen Handlungsbedarf. Unabdingbar für den HC Leipzig und die deutsche Handball-Nationalmannschaft (6 aktuelle HCL-Spielerinnen auf Schlüsselpositionen) im Sinne des „Entwicklungs-Gedankens“ ist aber die Teilnahme und der Reifeprozess in der Champions League in der kommenden Spielzeit. Diese Qualifikation muss mit diesem Kader sportlich möglich sein. Ohne Krisen und „Ausreden“ …


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