SC DHfK Leipzig nach schwacher Match-Führung TSV Hannover-Burgdorf unterlegen

Beitrag teilen

Nach zwei gutklassigen Spielen mit drei Punkten in der Handball-Bundesliga schrillen beim SC DHfK Leipzig nach der verdienten 23:25 (11:12) Heimniederlage gegen TSV Hannover-Burgdorf die Alarmglocken. Zwar sind Niederlagen an sich immer ärgerlich, aber die Art und Weise im spielerischen und kämpferischen Bereich ohne die nötige Spannkraft und Körpersprache vor 2.900 Zuschauern gibt auf Trainer-Seite stark zum Nachdenken Anlass.

DHfK-Cheftrainer Christian Prokop: „Hannover hat gut gespielt und wir sehr schwach. Wir haben uns von ihrer Art zu spielen einschläfern lassen. Unser Rückraum war zu fehlerbehaftet und die Abwehr fand keine richtige Aggressivität. So haben wir für uns wichtige Heimpunkte nicht geholt.“

SC DHfK Leipzig nach schwacher Match-Führung TSV Hannover-Burgdorf unterlegen - Maximilian Janke - Foto: Rainer Justen
SC DHfK Leipzig nach schwacher Match-Führung TSV Hannover-Burgdorf unterlegen – Maximilian Janke – Foto: Rainer Justen

Beiträge nicht gefunden

14.09.2016 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

SPORT4FINAL-Chefredakteur Frank Zepp
SPORT4FINAL-Chefredakteur Frank Zepp

Der SC DHfK Leipzig hatte einen „gebrauchten Abend“, suchte den richtigen Match-Plan und war als Team nicht präsent. Die „Leipziger Tugenden“ – Teamplay, Kampf- und Einsatzbereitschaft, Mentalität und mannschaftlicher Zusammenhalt auf der Platte – schienen in der Kabine geblieben zu sein.

Drei DHfK-Spieler mit überdurchschnittlichen Leistungen: Max Janke als Spielmacher und Vollstrecker (6 Tore) sowie die beiden Torhüter Jens Vortmann (10 Paraden incl. 1 Siebenmeter) und Milos Putera (8 Paraden incl. 2 Siebenmeter) reichten nicht für den Teamerfolg. So sah auch Hannovers Trainer Jens Bürkle einen „verdienten Erfolg mit Dominanz im ganzen Spiel.“ Das es in der zweiten Hälfte einige Phasen an zunehmender Spannung gab, war nur der Tatsache geschuldet, dass sein Team die Chancen vergab oder die Leipziger Keeper großartig hielten. Bei 22:22 (57.) durch Franz Semper hätte das Match kippen können. Aber Morten Olsen (4 Tore) und Kai Häfner (5 Treffer) machten danach alles klar.

SC DHfK Leipzig nach schwacher Match-Führung TSV Hannover-Burgdorf unterlegen - Jens Vortmann und Casper Mortensen - Foto: Rainer Justen
SC DHfK Leipzig nach schwacher Match-Führung TSV Hannover-Burgdorf unterlegen – Jens Vortmann und Casper Mortensen – Foto: Rainer Justen

Der Gäste-Rückraum und die höhere individuelle Qualität sprachen für einen „gefühlten 10-Tore-Vorsprung“, wie es Europameister Erik Schmidt formulierte. Auch der olympische Bronzemedaillengewinner und Europameister Kai Häfner meinte, „der Erfolg war völlig verdient und wir haben uns das Leben selber sehr schwer gemacht.“ Beide Handballer versicherten gegenüber dem Berichterstatter, dass sie alles tun werden, um für Deutschland bei der Handball-WM im Januar 2017 in Frankreich dabei zu sein. Nach Trainer Bürkle „hielt Schmidt die Abwehr sehr kompakt zusammen“ und Häfners „individuelle Qualitäten sind in der Welt schon sehr bekannt.“

Die „Großbaustelle“ Rückraum macht DHfK-Chefcoach Prokop derzeit die meisten Sorgen. Nur Janke überragend und die anderen Spieler unter Normalform (außer Jurdzs mit 5 Treffern, der aber kein Anspieler ist) reicht für die erste Bundesliga nicht. Andreas Rojewski avancierte nach gescheitertem Siebenmeter in der zweiten Minute und drei technischen Fehlern in Folge zum „Totalausfall“. „Roje hat die Erfahrung und darf sich von einem schlechten Spiel in Zukunft nicht anstecken lassen“, meinte Prokop. Sein Führungsspieler Rojewski wird in den nächsten Wochen sicherlich noch stärker gefordert werden.

In der zweiten Halbzeit entschied sich Prokop als 14. Spieler auf dem Berichtsbogen für den Abwehrspezialisten Thomas Oehlrich anstelle von Spielmacher Roman Becvar. Obwohl es stärker im Angriff als im Abwehrverbund dank der starken Torhüterleistung fehlte. Weiterhin kritikwürdig: Das Spiel über die Außen fand so gut wie gar nicht statt. Durch die Mitte bei den großgewachsenen Abwehrrecken Hannovers sollte nicht das erfolgreiche Angriffsmittel sein. Es bleibt vor dem nächsten Auswärtsspiel beim Aufsteiger Coburg am kommenden Sonntag für die Mannschaft und die Trainer viel zu tun. Ein Tendenz-Match zeichnet sich ab …

Beitrag teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.