Kantersieg für deutschen Meister mit „Handball-Intelligenz“

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SG Flensburg-Handewitt - Saison 2018-2019 - Handball Bundesliga - EHF Champions League - Foto: SG Flensburg-Handewitt
SG Flensburg-Handewitt – Saison 2018-2019 – Handball Bundesliga – EHF Champions League – Foto: SG Flensburg-Handewitt

Die SG Flensburg-Handewitt ist zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte mit 10:0 Punkten in die DKB Handball-Bundesliga gestartet.

Am Donnerstag-Abend schlug die SG Flensburg-Handewitt die Eulen Ludwigshafen mit 35:23 (20:9) Toren und übernahm – zumindest vorläufig – wieder die Spitze.

„Meine Jungs arbeiten schon seit Wochen sehr fokussiert“, lobte SG-Trainer Maik Machulla. „Es ist schon ein Selbstverständnis im Spiel. Die Jungs setzten die Dinge sehr gut um, die wir besprechen – das zeugt von Handball-Intelligenz.“

14.09.2018 – PM SGFH / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Diesmal kam Magnus Jöndal nicht erst für einen Siebenmeter auf das Spielfeld. Er stand in der Startaufstellung, warf sich vom Flügel „warm“ und verwandelte dann eiskalt seinen ersten Strafwurf. 4:1! Die 6:0-Abwehr der SG und Benjamin Buric, der sich lange Zeit oberhalb einer 50-Prozent-Quote bewegte, erwiesen sich als Schrecken der Eulen. Der Gast vom Rhein produzierte etliche Fehler. Die zweite Welle lief über Holger Glandorf. Tor! Lasse Svan rannte den nächsten Gegenstoß. Wieder Tor! Beim 6:1 nahmen die Süddeutschen ihr erstes Team-Timeout. 

Eine Viertelstunde ohne Fehler

An der Dominanz der SG Flensburg-Handewitt änderte das rein gar nichts. Johannes Golla wurde zwar zu Boden gezogen, konnte dennoch erfolgreich einen Wurf platzieren. Simon Jeppsson kam zur ersten Überzahl und erhöhte auf 8:2. Magnus Jöndal entpuppte sich als Heber-König und markierte das 10:3. Bis dahin mündete jeder Angriff in ein Erfolgserlebnis – Weltklasse! „Das war eine richtig gute Vorstellung der SG“, erkannte Eulen-Coach Benjamin Matschke an. „Es gibt eigentlich kein Team, das von der Koordination her ein so gutes Passspiel betreibt, wie die SG. Ich benutze es gerne als Parade-Beispiel, das ich meiner Mannschaft zeige.“

20 Tore in Halbzeit eins

Erst nach einer Viertelstunde unterlief der SG-Offensive der erste Ballverlust. Der Vorsprung schmolz dennoch nicht. Holger Glandorf erhöhte mit seinem vierten Tor auf 15:4 und erhielt eine schöpferische Pause. Magnus Röd stand nun auf der Platte – ebenso Anders Zachariassen. Kurz vor der Halbzeit trat Marius Steinhauser auf dem rechten Flügel in Aktion und drehte den Ball zum 20:8 in die Maschen. „Wenn es so gut läuft, sieht es einfacher aus, als es ist“, meinte Maik Machulla. „Denn jedes Spiel in der DKB Handball-Bundesliga ist ein hartes Brot.“

Saisonstart mit Spaß-Faktor

Mit Wiederbeginn waren die Messen längst gelesen. Es ging nur noch um die Höhe des Sieges. Die SG Flensburg-Handewitt benötigte ein paar Minuten, um den berühmten Faden wieder zu finden. Eine Viertelstunde vor dem Ende benutzte Maik Machulla seine grüne Karte, um den Schlussspurt einzuläuten – und um Torbjörn Bergerud zu bringen. Gleich an den ersten Wurf brachte der Keeper seinen Körper und lenkte ihn an den Pfosten. Er kam gut in die Partie. Simon Hald und Johannes Golla bildeten nun den Mittelblock in der Deckung. Dani Baijens durfte die letzten zehn Minuten ran.

„Der war ganz wild“, schmunzelte Maik Machulla. „Er wollte unbedingt sein zweites Bundesliga-Tor machen.“ Das klappte: Sein 33:19 bejubelten „Hölle Nord“ und der junge Niederländer gleichermaßen. „Steht auf, wenn ihr Flensburg seid!“, skandierte die Nordtribüne, um nach Abpfiff den Gesang auszuwechseln: „Derby-Sieger!“ SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke sprach das Schlusswort: „Dieser Saisonstart hat uns viel Spiel und Spaß gebracht. Wir bleiben dennoch geerdet: Nun kommt Nantes.“

SG Flensburg-Handewitt – Die Eulen Ludwigshafen 35:23 (20:9)

SG Flensburg-Handewitt: Buric (13/1 Paraden), Bergerud (3 Paraden, ab 46.) – Karlsson, Golla (2), Hald (1), Glandorf (4), Svan (2), Jeppsson (7), Jöndal (9/2), Steinhauser (4), Zachariassen, Gottfridsson (2), Lauge (1), Baijens (1), Röd (2)

Die Eulen Ludwigshafen: Hannemann (7/1 Paraden), Lenz (bis 13.) – Dietrich (1), Hideg (1), Salger (3), Scholz , Feld (5), Stüber (1), Müller (2), Falk (1), Durak, Hofmann (5), Dippe (3), Bührer (1/1), Valiullin

Schiedsrichter: Thiyagarajah/Thiyagarajah (Gummersbach); Zeitstrafen: 6:10 Minuten (Golla 2, Zachariassen 2, Röd 2 – Dietrich 4, Stüber 2, Durak 2, Dippe 2); Siebenmeter: 3/2:2/1 (Jöndal trifft im Nachwurf gegen Hanemann – Durak scheitert an Buric); Zuschauer: 5391

Spielverlauf: 2:0 (3.), 6:1 (7.), 8:2 (10.), 8:3 (11.), 14:3 (19.), 15:5 (21.), 16:6 (26.), 17:7 (27.), 19:7 (28.), 20:8 (29.) – 20:10 (31.), 22:11 (37.), 23:13 (39.), 24:14 (41.), 25:15 (43.), 27:15 (44.), 29:16 (47.), 30:18 (51.), 32:18 (53.), 33:20 (55.), 34:22 (58.)


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