EHF-Stellungnahme zu Termin-Problemen zwischen HBL und EHF

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EHF-Stellungnahme zu Termin-Problemen zwischen HBL und EHF - Foto: Fotolia
EHF-Stellungnahme zu Termin-Problemen zwischen HBL und EHF – Foto: Fotolia

Nach der Qualifikation dreier deutscher Teams für das Achtelfinale der VELUX EHF Champions League – und zur Vermeidung von Missverständnissen oder inkorrekter Informationen – veröffentlichte die EHF das folgende Statement bezüglich der Ansetzung der Achtelfinalspiele MOL-Pick Szeged gegen THW Kiel und PGE Vive Kielce gegen Rhein-Neckar Löwen.

07.03.2018 – PM EHF / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Der Kalender für die Saison 2017/18 wurde vor zwei Jahren in Übereinstimmung mit den Nationalverbänden, den Ligen sowie den Kommissionen der EHF bestätigt. Dies beinhaltete eine Übereinkunft zu den Spieltagen der VELUX EHF Champions League von Mittwoch bis Sonntag.

Bei der Ansetzung der Spiele in der VELUX EHF Champions League müssen EHF und EHF Marketing GmbH die Verfügbarkeit der Hallen, die TV-Situation in den jeweiligen Ländern als auch die entsprechenden TV-Verträge berücksichtigen.

Vor Beginn der Saison 2017/18 hat sich die Handball-Bundesliga (HBL) entschieden, das Spiel THW Kiel gegen Rhein-Neckar Löwen auf Samstag, 24. März 2018 zu terminieren. Die EHF war weder in diese Entscheidung eingebunden, noch wurde sie darüber informiert – bis sie in einem Zeitungsinterview mit dem HBL-Geschäftsführer davon las.

Die jetzt auftretenden Probleme bei den Spielansetzungen für das Achtelfinale waren angesichts von drei deutschen Mannschaften in der VELUX EHF Champions League vorhersehbar. Sie wurden von der HBL allerdings nicht berücksichtigt.

Nach dem Ende der Gruppenphase haben sich EHF und die EHF Marketing GmbH bemüht, den Spielplan für das Achtelfinale gemeinsam mit den drei deutschen Teams und ihren jeweiligen Gegnern zu koordinieren. Es wurde jedoch deutlich, dass die Hinspiele des THW Kiel und der Rhein-Neckar Löwen nicht mit dem Spielplan der HBL vereinbar sind.

Unter Berücksichtigung der Hallenverfügbarkeit, der TV-Situation in Polen und Ungarn sowie der Priorität, die dem jeweils heimischen TV-Markt eingeräumt wird, war es nicht anders möglich, als die Spiele auf Samstag, 24. März (Anwurf 16:00 Uhr in Kielce, 18:00 Uhr in Szeged) zu terminieren – zur gleichen Zeit wie das Spiel in der HBL.

Unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, hat die EHF die betreffenden Vereine informiert, dass entweder den Regularien Folge zu leisten ist, oder das Heimrecht im Achtelfinale getauscht werden kann. Das würde bedeuten, dass die beiden deutschen Mannschaften im Rückspiel auswärts antreten würden. Dem Wunsch der HBL nach Verlängerung einer Entscheidungsfrist (Mittwoch, 7. März, 11 Uhr) wurde entsprochen und die Deadline bis Donnerstag, 8. März, 11:00 Uhr verlängert.

Die frühzeitige Veröffentlichung des internationalen Spieltagkalenders geschah auf Wunsch der nationalen Ligen. Die Koordination ist angesichts der Großereignisse auf europäischem und internationalem Level eine Herausforderung für die Föderation.

EHF und die EHF Marketing GmbH geben ihr Bestes, um den Clubs größtmögliche Freiheit bei der Ansetzung ihrer Spiele zu gewähren; eine Praxis, die auch für die deutschen Mannschaften gilt. Dennoch ist es Aufgabe der EHF, die Bedürfnisse aller Clubs im europäischen Kontext zu berücksichtigen. Sobald die Spiele MOL-Pick Szeged gegen THW Kiel und PGE Vive Kielce gegen Rhein-Neckar Löwen angesetzt sind, wird die EHF ein weiteres Statement abgeben.

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