Frauen EHF Final4: Györi Audi ETO KC mit emotionaler Titelverteidigung

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Cornelia Nycke Groot - Györi Audi ETO KC - Handball Ungarn - EHF Champions League - EHF Final4 - Foto: Aniko Kovacs und Tamas Csonka - Györi Audi ETO KC
Cornelia Nycke Groot – Györi Audi ETO KC – Handball Ungarn – EHF Champions League – EHF Final4 – Foto: Aniko Kovacs und Tamas Csonka – Györi Audi ETO KC

Handball Frauen EHF Champions League Final4 2018 – Finale: Györi Audi ETO KC vs. HC Vardar Skopje.

Györi Audi ETO KC verteidigte in einem emotional und leidenschaftlich geführten Final-Match den Titel beim EHF Final4 in der Königsklasse durch einen Erfolg in der Extra Time gegen Vardar Skopje. In einem erst in der Verlängerung hochklassigen Endspiel hing der vierte Erfolg für Györi Audi ETO KC mehrfach am seidenen Faden: In den letzten zwei Minuten der regulären Spielzeit durch Strafzeit für Anja Althaus in Unterzahl sowie in den letzten Sekunden der Verlängerung, als Eva Kiss einen freien Ball von Andrea Canadija im Gegenstoß parierte.

Für das großartige Team von Vardar Skopje, das es in dieser Zusammensetzung wegen Etat-Kürzungen künftig nicht mehr geben wird, war es nach drei dritten Plätzen (2014 bis 2016) sowie zwei Final-Niederlagen gegen Györ eine herausragende sportliche Zeit.

Györi Audi ETO KC gewann insgesamt zum vierten Mal nach 2013, 2014 und 2017 die Handball Champions League. Gleiches gilt auch für den scheidenden Erfolgs-Trainer Ambros Martin, der in der kommenden Saison am Regiepult von HC Rostov-Don zu sehen sein wird.

Für die Deutsche Anja Althaus ging zum (wahrscheinlichen) Abschluss ihrer internationalen Erfolgs-Karriere mit dem dritten Sieg in der Königsklasse (2009 und 2010 mit Viborg) ein weiterer Traum wahr.

Als MVP des EHF Final4 wurde die französische Torhüterin Amandine Leynaud geehrt. Erfolgreichste Torschützin der Champions League wurde Cristina Neagu mit 110 Treffern vor Iveta Luzumova vom deutschen Meister Thüringer HC mit 105 Toren.

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13.05.2018 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball Frauen EHF Champions League – Finale:

1. Halbzeit: Abnutzungs-Augenhöhe-Match, super Torhüter- und schwache Offensiv-Leistungen

Titelverteidiger Györi Audi ETO KC startete vielversprechend in die Partie mit Tempo-Handball und gut herausgearbeiteten Torchancen. Bei 7:4 (17.) und Auszeit Vardar Skopje dann die erste Match-Wende. Dem Team von Chefcoach Ambros Martin gelang 11 Minuten kein Treffer und Vardar ging mit 7:8 in Führung. Skopje spielte nun mehr in die Tiefe als in die Breite mit zu vielen Kreuz-Bewegungen. Herausragende Torhüterleistungen von Grimsbö (5 Paraden), Kiss (Siebenmeter) sowie Leynaud (8 Paraden) prägten die Halbzeit. Keine hochklassige Spielhälfte angesichts zu vieler technischer Fehler in Abwehr (Offensiv-Fouls) und Angriff (Zuspielfehler). Wurfeffizienz 39:43 Prozent. Torhüter 40:47 Prozent. Technische Fehler 7:8. Beste Torschützinnen: Lekic 3, Groot 3, Penezic 2.

Handball Ungarn: Győri Audi ETO KC - Eva Kiss - Foto: Anikó Kovács und Tamás Csonka (Győri Audi ETO KC)
Handball Ungarn: Győri Audi ETO KC – Eva Kiss – Foto: Anikó Kovács und Tamás Csonka (Győri Audi ETO KC)

2. Halbzeit: Skopje mit leichter Dominanz und Sieg-Vorteilen. Amorim rettete Györ in Extra Time

Vardar Skopje mit Torhüterin Amandine Leynaud (9 Paraden) hatte fast die „Hand am Pott“. Aber der Titelverteidiger kam stets zurück und überzeugte bei spielerischen Nachteilen und geringer Torhüterleistung (1 Parade) mit großer kämpferischer Überzeugung und Leidenschaft. Vardar mit sehr vielen technischen Fehlern (10) konnte die Strafzeit von Anja Althaus in der 59. Minute nicht ausnutzen. Zweimal in Führung liegend kam Györ zurück und glich durch Amorim 13 Sekunden vor Schluss aus.

Extra Time: Spielerischer Glanz und Dramatik. Györ das bessere Team

Eduarda Amorim erzielte allein vier der sieben Treffer für Györ – davon einen Hattrick in der ersten Halbzeit der Verlängerung. Der ungarische Meister zog auf 26:23 (67.) davon und Skopje kam wieder zurück. Eva Kiss wurde für den Titelverteidiger zum Matchwinner: Erst parierte sie einen Penezic-Wurf in der 68. Minute bei 27:25 und dann vier Sekunden vor Spielende bei 27:26 einen Tempo-Gegenstoß von Andrea Canadija. Damit kam es nicht mehr zum Siebenmeterwerfen. Wurfeffizienz 52:58 Prozent. Torhüter 26:40 Prozent. Technische Fehler 5:10. Beste Torschützinnen: Groot 8, Amorim 6, Lekic 6.

Statistik:

Handball EHF Champions League, Finale

Györi Audi ETO KC vs. HC Vardar Skopje 27:26 (9:9; 20:20; 24:23)

Spielfilm: 4:1 (7.), 7:4 (17.), 7:8 (26.) 9:9 (HZ) – 11:13 (40.), 14:13 (46.), 18:18 (57.), 20:20 (60.) – 24:23 (65.), 26:23 (67.), 27:25 (68.), 27:26 (EST)

Woman of the Match: Amandine Leynaud (17 Paraden)

Erfolgreichste Torschützinnen: Groot 8, Amorim 6, Lekic 6

Torhüter: 8:18 Paraden

Technische Fehler: 12:18

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