Handball Champions League: Thüringer HC in Baia Mare


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Handball Champions League: Am Donnerstag früh startete der Thüringer HC mit zwei Kleinbussen nach Dortmund um von dort den Flug nach Cluj anzutreten. Von dort dann nochmal 1,5 Std. Busfahrt, dann ist man am Ziel Baia Mare.

 

 

 

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18.02.2016 – PM THC / SPORT4Final / Frank Zepp:

Baia Mare, die Handballmetropole im Norden Rumäniens, empfängt den deutschen Meister, um im vorletzten Spiel die Chance auf das Viertelfinale des CL-Wettbewerbs zu erhalten. Erst am letzten Wochenende hatte man mit einem Auswärtssieg in letzter Sekunde den Französinnen von Fleury Loiret zwei hochwichtige Punkte entführt, jetzt möchte man die Erfolgslinie beibehalten und mit 10 Punkten den „Sack zu binden“.

Die Thüringerinnen erwartet ein super besetztes Team. Elf WM-Bronzemedaillengewinnerinnen, mit Lois Abbingh eine Vizeweltmeisterin und die beiden ehemaligen Welthandballerinnen Alexandra do Nascimento und Allison Pineau stehen für handballerische Spitzenqualität. Letztere sorgte mit einem überraschenden Hüftwurf buchstäblich mit dem Abpfiff für den 18:17-Erfolg über Fleury. Unsere Frauen kennen die Atmosphäre in den rumänischen Hallen, speziell in Baia Mare. Das Publikum feiert jedes Heimspiel als ein Event und treibt das eigene Team nach vorn. Einen freundlichen Empfang wird es wohl nur für die beiden rumänischen Nationalspielerinnen in Reihen des Thüringer HC geben. Eliza Buceschi erwartet ein „spezielles Heimspiel“. In Baia Mare geboren und aufgewachsen, hat sie hier das Handballspielen erlernt und war bis auf ein Jahr in Valcea für den HCM Baia Mare aktiv.

Nicht ganz ohne Personal-Sorgen fährt Herbert Müller nach Rumänien. Marieke Blase, zuletzt mit längeren Einsatzzeiten, zog sich im Montagtraining einen Muskelfaserriss zu und fällt für 3 bis 4 Wochen aus. Beate Scheffknecht, im Spiel gegen Oldenburg unglücklich auf den Schuh einer Gegenspielerin gestürzt, kann mit einer Rippenprellung ebenfalls nicht spielen. Sonja Frey und Eliza Buceschi trainierten in dieser Woche Grippe geschwächt – das Vorhaben des Trainers, möglichst vielen Spielerinnen Einsatzzeiten zu geben, scheint infrage gestellt.

Für Herbert Müller wird es ein Wiedersehen mit guten alten Bekannten aus seiner Zeit in Brasov geben. Er freut sich außerdem auf die rumänische Küche. Überbackener Käse mit roten Zwiebeln, Krautwickel und Polenta, Kuddelfleckensuppe – Spezialitäten, die seinen Frauen sicher nicht allen so wie ihm schmecken werden. Aber dass es darum nur am Rande geht, machte Herbert Müller deutlich. Trotz der beiden Spiele in der Champions League gilt hohe Konzentration den nächsten Partien in der Meisterschaft, u.a. gegen die SG BBM Bietigheim. Deshalb gibt es für das Team vier Tage trainingsfrei, Herbert Müller und die österreichischen Nationalspielerinnen fahren allerdings zum Lehrgang ihrer Nationalmannschaft in Wien. Am Mittwoch dann, steigen alle wieder ins Mannschaftstraining ein.


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