Handball Champions League: Thüringer HC gegen Rostov/Don mit guter Leistung


Handball Champions League: Der Thüringer HC hat sich mit einer starken Mannschaftsleistung aus der EHF Champions League verabschiedet. Er unterlag in der Nordhäuser Wiedigsburghalle dem ungeschlagenen Tabellenführer Rostov/Don mit 28:32 (14:15) und blieb dem Favoriten 50 Minuten ganz knapp auf den Fersen.

Handball Champions League: Team Thüringer HC 2015/2016 - Foto: Thüringer HC
Handball Champions League: Team Thüringer HC 2015/2016 – Foto: Thüringer HC

Eine starke Partie bot THC-Torhüterin Jana Krause – die erfolgreichsten Werferinnen im Spiel waren Ekaterina Ilina (9) für Rostow und Eliza Buceschi (8) für die Thüringerinnen.

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28.02.2016 – PM THC / SPORT4Final / Frank Zepp:

Das Spiel begann mit einem munteren Tore-Werfen auf beiden Seiten. Bis zur 10. Minute war es eine Partie auf Augenhöhe. Die Gäste legten stets vor, aber der Thüringer HC hatte schon im jeweils darauffolgenden Angriff die passende Antwort. 6:6. Besonders interessant die Lösung mit Danick Snelder, die heute ihr letztes internationales Spiel für den Thüringer HC bestritt. Mit viel Übersicht spielte sie im linken Rückraum, später dann auf der Spielmacher-Position. Beim 3:3 überwand die Niederländerin mit einem verzögerten Sprungwurf aus neun Metern Entfernung Katrine Lunde, den Weltstar im Rostover Tor. Drei Tore in Folge brachen die Gäste dann erstmals mit 9:6 in Führung, doch auch hier blieb der Thüringer HC im Spiel – zwei verwandelte Strafwürfe von Svenja Huber und eine schöne Aktion von Eliza Buceschi brachten in der 17. Minute wieder den Ausgleich. In dieser Phase kam Jana Krause für Dinah Eckerle ins THC-Tor und zeigte sofort sehenswerte Aktionen. So konnten die Gäste zwar durch Treffer von Anna Sen, Julia Managarova und Oxana Kiseleva noch einmal auf 12:10 davon ziehen. Schöne Treffer von Anouk van de Wiel, vorbereitet von Danick Snelder, und Natalia Reshetnikova, die heute ihr bestes Spiel im THC-Dress machte, brachten den Thüringer HC heran. Der Ausgleich durch Eliza Buceschis verwandelten Strafwurf erzeugte begeisterten Beifall von den Rängen. Der schwoll nochmal an, als wiederum Anouk van de Wiel zur ersten Thüringer Führung einnetzte (13:12 – 27.). Mit sehr viel Bewegung und Cleverness konnten die athletisch durchtrainierten und bewegungsstarken Gäste-Spielerinnen einen hauchdünnen 15:14-Vorsprung in die Pausenkabine nehmen.

Nach der Pause waren die Rostover Angriffe druckvoller und konzentrierter. Die Frauen mussten sich wohl in der Halbzeit einige Worte des Trainers zur kämpferischen Einstellung gefallen lassen. So legten Ekaterina Ilina und Oxana Kiseleva wieder vor, das Spiel schien für den Favoriten zu laufen. Aber diese Rechnung ging nicht auf. Zweimal traf Eliza Buceschi – dann war es Kerstin Wohlbold, die mit ihrem Durchbruch gegen doppelte Unterzahl der Gäste zum viel umjubelten 19:19 traf. Der Thüringer HC blieb dran (20:20 – 39., 21:21 – 40.). Auch in der Schlussviertelstunde gab es sehenswerte Aktionen bei den Thüringerinnen, Anouk van de Wiel und Eliza Buceschi verkürzten noch einmal auf 25:26. Erst in den letzten acht Minuten konnten sich die Gäste frei machen – auch weil das letzte Mittel, das Spiel mit dem zusätzlichen Feldspieler keinen Erfolg brachte. Das 28:32-Endresultat war der Lohn für eine couragierte Mannschaftsleistung und stellte einen würdigen Abschied des Thüringer HC aus der Runde der besten 12 europäischen Teams dar.

Stimmen zum Spiel:

Jan Leslie (Rostov): Es war heute ein wirklich tolles und schnelles Spiel.Wir sind glücklich, den Thüringer HC geschlagen zu haben. Das Spiel stand bis zuletzt auf Messers schneide.Wir mussten alles geben und konnten nicht verschnaufen, haben aber in der zweiten Hälfte dank einer tollen Abwehr doch verdient gewonnen. Der Thüringer HC ist eine super Mannschaft und wurde diese Saison sicher in der Champions League unter Wert geschlagen.

Herbert Müller (Thüringer HC): Ich bin heute stolz auf meine Mannschaft, es war ein guter Abschluss der Champions League und wir konnten gegen eine der besten Mannschaften Europas noch einmal zeigen, was wir wirklich können. Wir haben mit Herz und Emotion Rostov 60 Minuten die Stirn geboten. Alle Spielerinnen konnten sich nochmal zeigen und es gab heute bei den Auswechselungen keinen Abbruch im Spiel. Wir wünschen Rostov für den weiteren Verlauf der Champions League alles Gute.

Statistik:

Thüringer HC: Jana Krause, Dinah Eckerle; Natalia Reshetnikova (4), Sonja Frey (1), Eliza Iulia Buceschi (8), Crina Elena Pintea, Meike Schmelzer, Danick Snelder (2), Katrin Engel (2), Anouk van de Wiel (3), Svenja Huber (5), Kerstin Wohlbold (2), Audrey Deroin (1).

Rostov-Don: Katrine Lunde, Anna Sedoykina; Galina Mekhdieva, Elena Slivinskaya (2), Iuliia Managarova (4), Mayya Petrova (1), Anna Sen (4), Anna Punko (1), Vladlena Bobrovnikova (1), Ekaterina Davydenkova (3), Oxana Kiseleva (3), Regina Shymkute (5), Ekaterina Ilina (8), Alexandra Stepanova, Elena Avdekova, Viktoria Borshenko.

Strafwürfe: 8/7 – 5/4. Zeitstrafen: 4 – 3. Zuschauer: 1700. Schiedsrichter: Bojan Lah/David Sok (SLO).


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