Handball Champions League: HC Leipzig mit leistungsmäßiger „Wiederauferstehung“ bei Niederlage gegen FTC Budapest


In der Handball Champions League verlor der HC Leipzig bei FTC Budapest das dritte Auswärts-Gruppenspiel in Folge mit 22:26 (11:12) Toren vor 1.800 Zuschauern. Nach der vor allem in der zweiten Hälfte im Match gegen Vardar Skopje „blutleeren Vorstellung“ zeigte der deutsche Rekordmeister trotz (oder gerade deswegen?) einer personellen Notsituation eine leistungsmäßige Wiederauferstehung gegen den ungarischen Gruppen-Mitfavoriten und letztjährigen Viertelfinalisten der Königsklasse, der aber nicht an sein Leistungsvermögen herankam.

Anne Hubinger und Shenia Minevskaja - Handball Champions League Qualifikation: HC Leipzig gegen Hypo Niederösterreich in Favoritenrolle - Foto: Sebastian Brauner
Anne Hubinger und Shenia Minevskaja – Handball Champions League Qualifikation: HC Leipzig gegen Hypo Niederösterreich – Foto: Sebastian Brauner

Da Champions-League-Mitfavorit Vardar Skopje knapp aber letztlich verdient in Astrachan gewann, sind weiterhin für den HC Leipzig alle Chancen auf das Erreichen der Hauptrunde in der Königsklasse in Takt. Drei Heimspiele folgen noch! FTC Budapest ist in einer Woche bereits zum Rückspiel in Leipzig.

Die „nackten“ Fakten des Budapest-Matches.

Handball EM 2016 Schweden: SPORT4FINAL Live aus Göteborg

29.10.2016 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

SPORT4FINAL-Chefredakteur Frank Zepp
SPORT4FINAL-Chefredakteur Frank Zepp

Handball Champions League – Ohne Fünf und ohne Anne Hubinger ab der 44. Minute:

Verletzungsbedingt fielen vor dem Spiel Saskia Lang, Franziska Mietzner, Michelle Urbicht und Tamara Bösch aus. Beim Erwärmen bekam Karolina Kudlacz-Gloc plötzlich Rückenschmerzen und konnte nicht mitwirken. Anne Hubinger erhielt in der 44. Minute bei 15:17-Rückstand die dritte Zeitstrafe und damit die rote Karte. Bis dahin war sie mit 5 Toren bei 9 Versuchen auffälligste Leipziger Akteurin. Insgesamt standen 11 HCL-Spielerinnen auf dem Spielberichtsbogen.

Erste Halbzeit:

Der HC Leipzig müsste „gefühlt“ mit einer Führung in die Halbzeit gehen. Gute Deckung und ausbaufähige Torhüterleistung (nur 5 Paraden von Katja Kramarczyk gegenüber neun Paraden von Blanka Biro). Im Angriff einige Fehler und Ballverluste zu viel, trotzdem bleibt der HCL nach sehr guter Startphase (2:4 – 10.) dran und hätte durch Shenia Minevskaja (Quote 4/11) Sekunden vor der Halbzeit per Siebenmeter ausgleichen müssen. Das Wurfbild der Leipziger Spielerinnen kritikwürdig.

Zweite Halbzeit:

Erst Gelb für Coach Norman Rentsch bei 12:14 (35.), dann Budapest mit 12:16 (37.) vorn und Anne Hubinger vergibt einen Siebenmeter. Bei 15:17 und Rot für „Hubi“ kippt das Match. Torhüterin Kramarczyk steigerte sich und hielt ihr Team in Reichweite eines Punktes. Bei 18:23 (50.) scheint der Sieger festzustehen. Nele Reimer mit guter Partie (4 von 8 Tore) kann Melinda Szikora per Strafwurf nicht überwinden. Am Ende bleibt es bei einer „Vier-Tore-Niederlage“.

Schiedsrichterleistung und Unterzahl:

Eine unausgewogene Leistung bei der Foulbeurteilung und Bestrafung. Strafminuten 4 zu 14 aus Budapester Sicht. Der Gastgeber erzielte 11 zu 0 Tore in Überzahl. Bemerkenswert: Der HC Leipzig schaffte 3 zu 0 Tore in Unterzahl.

Hauptrunde:

Im SPORT4FINAL-Ausblick wird der HC Leipzig in den drei Heimspielen die nötigen Punkte für den dritten Platz in der Gruppe holen. Besonders wichtig: Der direkte Vergleich sollte bei möglicher Punktgleicheit „vorsichtshalber“ gegen Astrachan gewonnen werden.

Statistik:

Wurfeffizienz: 57:49 Prozent

Torhüter: 19:15 Bälle oder 46:37 Prozent

Technische Fehler: 17:22


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