Handball: SG Flensburg-Handewitt entzauberte Paris Saint-Germain


Mattias Andersson - SG-Flensburg-Handewitt - Handball Bundesliga - EHF Champions League - Foto: SG Flensburg-Handewitt
Mattias Andersson – SG-Flensburg-Handewitt – Handball Bundesliga – EHF Champions League – Foto: SG Flensburg-Handewitt

Handball EHF Champions League: Es gibt sie doch noch im deutschen Männer-Handball – Tage wie diese!

Die SG Flensburg-Handewitt zelebrierte hochklassigen Tempo-Handball mit Top-Individualleistungen vom „Man of the Match“ Mattias Andersson, Rasmus Lauge, Holger Glandorf, Kentin Mahe und entzauberte dadurch den Top-Favoriten der Königsklasse Paris Saint-Germain mit 33:29 (13:14) Toren. Die Gäste kamen nach der Pausen-Führung nicht mehr an ihr „normales“ Leistungsvermögen dank der hohen Flensburger Effizienz in Abwehr und Angriff heran. Dem qualitativ sehr guten Match standen die Schiedsrichter Vaclav Horacek und Jiri Novotny (Tschechien) in nichts nach.

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30.09.2017 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball EHF Champions League: Die SG Flensburg-Handewitt dominierte bereits in der ersten Halbzeit (9:6) die Partie, ehe Paris Saint-Germain die Fehler der Hausherren im Angriff über Tempo-Gegenstöße bestrafte. Thierry Omeyer war vor der Pause mindestens ein ebenbürtiger Torhüter (10:8 Paraden) gegenüber Mattias Andersson, der aber nach der Pause der entscheidende Flensburger Rückhalt (u. a. mit drei gefangenen Bällen) war.

Der Gastgeber überrannte in den ersten acht Minuten der zweiten Halbzeit Paris Saint-Germain und erkämpfte sich den entscheidenden Vorsprung im Selbstvertrauen, der Spielkunst und beim mentalen Sieger-Gen. Nur einmal kam Paris noch beim 22:20 (44.) durch Sander Sagosen auf Tuchfühlung heran. Danach zeigte sich wieder der Tempo-Handball des Teams von Maik Machulla, das das Match sicher nach Hause brachte.

Stimmen (Quelle: Sky):

Uwe Gensheimer: „Wir hatten in beiden Halbzeiten Phasen, in denen wir zu viele technische Fehler im Angriff gemacht haben. Flensburg-Handewitt hat gut gespielt, aber wir waren nach der Halbzeit einfach nicht da. Wir waren zu statisch im Angriff und haben es der SG-Abwehr zu einfach gemacht. Man muss probieren, die eigene Schwächephase so kurz wie möglich zu halten.“

Kentin Mahe: „Ein extrem geiles Spiel. Ende der ersten Halbzeit waren wir mit uns beschäftigt. Wir hatten nach der Pause eine hohe Effektivität. Heute ist es gut gelaufen.“

Maik Machulla: „Ich bin stolz auf die Mannschaft. Wir haben heute die Kräfte gut verteilt, um das Spiel nach Hause zu bringen. In der ersten Hälfte waren alle Spieler auf dem Feld. Von dern Einwechslungen war das heute optimal. Ich habe in der zweiten Halbzeit kein Timeout genommen. Ab der 50. Minute hatte ich das Gefühl, da brennt heute nichts mehr an.“

Mattias Andersson: „Wenn es gut läuft, bekommt man das Selbstvertrauen. Heute haben wir sehr gut gespielt. Es war aber keine überragende Ausnahme. Auch in den letzten Jahren haben wir das schon geschafft.“

Thierry Omeyer: „Wir haben es nicht geschafft, 60 Minuten gut zu spielen. Zu viele leichte Tore haben wir in der zweiten Halbzeit bekommen. Im Angriff haben wir auch nicht so gut gespielt.“

Torschützen: Lauge (11), Gensheimer (9), Glandorf (8), Sagosen (6), Svan (6)

Spielfilm: 9:6 (17.); 9:12 (27.); 13:14 (HZ) – 20:15 (38.); 22:20 (44.); 26:21 (48.); 30:26 (56.); 33:29 (EST)


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