Flensburg vor Herkules-Aufgabe in Veszprem

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SG Flensburg-Handewitt - Saison 2018-2019 - Handball Bundesliga - EHF Champions League - Foto: SG Flensburg-Handewitt
SG Flensburg-Handewitt – Saison 2018-2019 – Handball Bundesliga – EHF Champions League – Foto: SG Flensburg-Handewitt

Handball EHF Champions League, Viertelfinale, Rückspiel: Die VELUX EHF Champions League steht eigentlich für hochklassige und spannende Begegnungen. Bei den Hinspielen des diesjährigen Viertelfinals war es kurioser Weise ganz anders: Die SG Flensburg-Handewitt war am knappsten Resultat beteiligt, obwohl sie glatt mit 22:28 gegen Telekom Veszprem in der Flens Arena unterlag.

Am Samstag um 17:30 Uhr wird das Rückspiel in Ungarn angepfiffen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. „Meine Mannschaft hat in dieser Saison bewiesen, dass sie eine Menge bewegen kann“, betonte Maik Machulla.

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Flensburg mit Niederlage nach starkem Einbruch in zweiter Halbzeit

03.05.2019 – PM SGFH / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball EHF Champions League: Der Trainer der SG Flensburg-Handewitt bat seine Jungs am späten Freitagvormittag zur Übungseinheit in die Duburghalle. Am Nachmittag startete der Charter-Flieger vom dänischen Sonderborg nach Budapest. Die Mannschaft reist gleich mit dem Bus weiter ins gut 100 Kilometer entfernte Veszprem, das nördlich des berühmten Balatons liegt. Für ein Training ist es dann zu spät. Auch auf eine Stippvisite in der Veszprem Arena, in der sich eine der lautesten Handball-Atmosphären der Welt entfaltet, verzichtet Maik Machulla. „Die meisten kennen die Arena“, meinte der Coach. „Und denjenigen, die dort noch nie gespielt haben, sage ich, dass sie sich den gleichen Bautyp wie in Celje vorstellen sollen.“

Analyse des Hinspiels

Für die Taktik wurde das Hinspiel analysiert. Gerade die sehr groß gewachsene 6:0-Defensive des ungarischen Rekordmeisters erwies sich als Bollwerk. „Nach der Pause wollten wir uns mit Macht ins Match zurück werfen, was gegen die Riesen in der Abwehr nicht gelingen konnte“, erklärte Maik Machulla. „Wir brauchen Struktur, wollen mutig auftreten und werden uns ein paar Dinge überlegen.“ Veszprem hat allerdings den Vorteil, sich seit neun Tagen auf den zweiten Fight vorbereiten zu können, während die SG zwischendurch noch die kräftezehrenden Aufgaben in Göppingen und gegen Leipzig lösen musste.

Sechs Tore sind keine Garantie

Theoretisch ist alles möglich. „Die erste Hälfte mit fünf Toren gewinnen, die zweite mit zwei – dann wären wir weiter“, gab Geschäftsführer Dierk Schmäschke als Losung aus. „Wir haben schon häufiger auswärts gewonnen, obwohl wir zu Hause verloren hatten.“ Einige Beispiele: 2009 und 2013 war die SG Flensburg-Handewitt jeweils in Hamburg dicht dran, eine Heim-Niederlage zu reparieren. Beim zweiten Mal betrug der Rückstand sogar sechs Tore. Und nicht zu vergessen: Im legendären Kölner Halbfinale von 2014 holte die SG in den letzten acht Minuten einen Sechs-Tore-Rückstand gegen den FC Barcelona auf. Einen Tag später war die Trophäe der VELUX EHF Champions League im Eigentum der Nordlichter. Zwei Jahre später erlebte Veszprem ein Trauma: Im Endspiel von 2016 gab der ungarische Meister einen Neun-Tore-Vorsprung gegen Kielce aus der Hand. Maik Machulla weiß: „Wir können nur gewinnen, während die Spieler von Veszprem nur noch verlieren können, da sie für fast alle schon in Köln sind.“

Schiedsrichter: Stevann Pichon und Laurent Reveret (Frankreich)


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