Handball Bundesliga Frauen ging in EHF EURO Pause

Handball Bundesliga Frauen ging in EHF EURO Pause - Foto: Fotolia
Handball Bundesliga Frauen ging in EHF EURO Pause – Foto: Fotolia

Die Handball Bundesliga Frauen geht für fünf Wochen in die EHF EURO Pause.

23.11.2020 – PM HBF / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball Bundesliga Frauen: Anfang September war die HBF als eine der ersten Ligen im Mannschaftssport in die Spielzeit 2020/21 gestartet und kann nun ein erstes positives Fazit ziehen: An zehn Spieltagen mussten in der 1. Bundesliga lediglich sechs und in der 2. Bundesliga an neun Spieltagen sieben Spiele Corona-bedingt verlegt werden. In einigen Fällen handelte es sich bei den Verschiebungen um eine vorsorgliche Maßnahme, teils ließen Quarantäne-Vorgaben der örtlichen Behörden keine Begegnungen zu.

HBF-Geschäftsführer Christoph Wendt: „Dass bis zuletzt so gut wie alle Spiele stattfinden konnten, liegt vor allem an dem verantwortungsvollen und professionellen Umgang der HBF-Vereine mit der vorherrschenden Corona-Situation. Sowohl die Vorgaben der HBF, als auch die der regionalen Behörden wurden vorbildlich und unter Berücksichtigung der Gesundheit aller Beteiligten umgesetzt.”

Der Spielbetrieb der 1. Bundesliga ruht planmäßig bis zum 27. Dezember. Die 2. Liga pausiert, abgesehen von einzelnen Nachholspielen, bis zum 2. Januar 2021.

Der Spieltag

Während am Mittwoch die Begegnungen von Spitzenreiter SG BBM Bietigheim und der verlustpunktfreien Borussia Dortmund abgesagt werden mussten, konnten am Wochenende alle fünf angesetzten Partien gespielt werden.
Nach der Niederlage des Thüringer HC in Metzingen am Mittwoch nutzte Neckarsulm die Chance, mit einem 25:23 gegen Bensheim/Auerbach auf den zweiten Tabellenplatz zu springen. Buchholz feierte unterdessen beim 30:26 gegen Göppingen den zweiten Saisonsieg und das 32:19 der Bad Wildungen Vipers in Halle übertrumpfte der Buxtehuder SV mit einem 37:12 gegen Mainz 05 noch. Das letzte Spiel vor der EM-Pause bestritten am Sonntag Oldenburg und die Kurpfalz Bären, wo sich die favorisierten Niedersächsinnen letztlich klar mit 33:21 (17:10) durchsetzten.

Neckarsulmer Sport-Union vs. HSG Bensheim/Auerbach 25:23 (11:11)

Die Neckarsulmer Sport-Union feierte mit dem siebten Saisonsieg ihren mit Abstand besten Saisonstart in der Handball Bundesliga Frauen vor der nun anstehenden EM-Pause. Mit 25:23 setzte sich Neckarsulm am Samstagabend gegen die HSG Bensheim/Auerbach durch und steht jetzt mit 15:5 Punkten auf dem zweiten Platz der Tabelle.
„Natürlich sind wir enttäuscht. Wir haben uns vorgenommen heute nochmal zwei Punkte zu holen, aber dafür haben bei uns heute viele Dinge einfach nicht gepasst. Das müssen wir dann auch anerkennen, dass das Momentum auf der Seite von Neckarsulm war“, so Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm und ergänzt: „Die haben vieles richtig gemacht. Wir haben zu viel verworfen, wir hatten 13 Fehlwürfe und viele technische Fehler.“
„Ich bin unglaublich zufrieden und stolz auf meine Mannschaft! Trotz schlechter Phasen kämpfen sie in jedem Spiel bis zum Ende, haben einen unglaublich großen Willen und präsentieren sich immer mit der Einstellung, dass sie das Beste geben wollen“, freute sich NSU-Trainerin Tanja Logvin über die Mannschaftsleistung.

SV Union Halle-Neustadt vs. HSG Bad Wildungen Vipers 19:32 (9:13)

Die HSG Bad Wildungen Vipers haben die Partie gegen die Wildcats aus Halle-Neustadt mehr als deutlich für sich entscheiden können. Das Team von Trainerin Tessa Bremmer gewann mit 32:19 und geht nun mit 10:8 Punkten und Tabellenplatz 8 in die Nationalmannschaftspause.
Erst nach dem 8:8 (24.) legten die Vipers den Turbo ein, zogen bis zur Pause auf 13:9 davon und hatten beim Schlusspfiff 13 Tore Vorsprung. „Dass wir das Spiel so deutlich für uns gewinnen konnten, war eine Überraschung. Die Mannschaft hat von Anfang an die taktischen Vorgaben und diese in den schnellen Angriff umgesetzt“, so Vipers-Trainerin Tessa Bremmer.
Union-Trainer Jan-Henning Himborn war nach der Partie „momentan etwas sprachlos“ und betonte: „Das war die schlechteste Leistung, die wir bisher gebracht haben, auch über beide Halbzeiten gesehen. Keine Spielerin hatte Normalform. Das gilt es jetzt aufzuarbeiten.“

HL Buchholz 08-Rosengarten vs. Frisch Auf Göppingen 30:26 (16:12)

Nach Pluspunkten haben die Handball-Luchse zum Kontrahenten aus Göppingen nun aufgeschlossen. In dem schnellen und fairen Spiel konnten sich bei den Luchsen Kim Berndt, Jessica Oldenburg und Fatos Kücükyildiz mit jeweils sechs Toren als erfolgreichste Schützinnen auszeichnen, während bei Göppingen Roxana Ioneac und Anja Brugger mit jeweils fünf Treffern für ihre Mannschaft die meisten Tore erzielten.
„Nach unserem guten Start ist Rosengarten stärker geworden und hat deutlich besser gespielt. Wir hingegen hatten Probleme in der Abwehr und dann auch im Angriff. Es ist momentan eine schwache Phase von uns“, sagte Knezevic, dessen Team nach einem 5:3-Start fünf Gegentore in Serie kassierte und fortan im Hintertreffen war. „In den nächsten Wochen gibt es viel zu tun. Wir müssen einiges aufholen, sowohl im Bereich Fitness, als auch in spielerischer Hinsicht.“
Sein Gegenüber Dubravko Prelcec strahlte nach dem zweiten Sieg übers ganze Gesicht: „30 Tore haben wir schon lange nicht mehr geworfen.“ Als Schlüssel zum Erfolg führte er die starke Abwehrleistung seines Teams an. „Das hat uns Gegenstöße ermöglicht, die uns in den Begegnungen zuvor gefehlt haben.“

Buxtehuder SV vs. 1. FSV Mainz 05 37:12 (18:7)

Mit einem 37:12-Kantersieg hat der Buxtehuder SV sein Punktekonto ausgeglichen und geht als Neunter in die Nationalmannschaftspause. Beim wettbewerbsübergreifenden fünften Heimsieg in Folge überzeugte das BSV-Team in der Offensive. Beste Torschützin war Lone Fischer mit sechs Treffern.
Lediglich in den Anfangsminuten hatte der BSV einige Probleme in die Partie zu kommen. Mit dem neunten BSV-Treffer in Serie traf Lone Fischer per Siebenmeter zur Zehn-Tore-Führung, dem 12:2 (16.), am Ende waren es 25 Tore Differenz.
„Wer das Spiel gesehen hat, hat alles gesehen. Wir haben heute wieder viele Basics vermissen lassen. Die Tabelle spricht zudem eine deutliche Sprache“, so Dynamites-Coach Florian Bauer angesichts der Bilanz von 0:18 Punkten.
„Ich bin sehr zufrieden mit der Abwehr und einer überragenden Leistung von Katharina Filter. In Zusammenarbeit haben sie dafür gesorgt, dass wir nur zwölf Gegentore bekommen, was sehr selten ist. Das war die Basis für den Erfolg. Wir wollten aus einer stabilen Abwehr ins Tempospiel kommen. 37 Tore sind ein akzeptables Resultat, obwohl wir noch einige Chancen liegen lassen haben“, meinte BSV-Trainer Dirk Leun.

VfL Oldenburg vs. Kurpfalz Bären 33:21 (17:10)

„Die zwei Punkte wollten wir vor der EM-Pause unbedingt bei uns behalten.“ Niels Bötel war sichtlich zufrieden, als er kurz nach dem Spiel bei der Pressekonferenz Rede und Antwort stand. „Die Mädels haben gut umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Ich denke der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung.“
Beim 33:21-Kantersieg hatten die Niedersächsinnen zu keiner Zeit Probleme. Nach dem 1:0 der Kurpfalz Bären ging das Bötel-Team in Führung – und übernahm spätestens nach zwei Toren von Top-Torschützin Merle Carstensen (7:4) das Kommando. Nach einer Auszeit ihres Coaches zog der VfL dann endgültig vom 12:9 zum 17:10-Halbzeitstand davon. Auch aus der Kabine kamen die Oldenburgerinnen hochkonzentriert und hielten die Gäste auf Distanz. Über 21:13 und 29:17 marschierte der VfL zum vierten Saisonsieg.

TuS Metzingen vs. Thüringer HC 34:32 (13:14)

Die Handballerinnen des Thüringer HC suchen weiter nach der Konstanz. Am Mittwochabend verloren die Thüringerinnen bei der TuS Metzingen mit 32:34 (14:13) und kassierten dabei die dritte Saisonniederlage im zehnten Spiel.
Der Thüringer HC begann in Metzingen schwungvoll und führte nach zwölfeinhalb Minuten bereits mit 9:4. Der gute Start gab dem Team von Trainer Herbert Müller jedoch nicht die erhoffte Sicherheit. Bis zur Pause kämpften sich die ambitionierten Metzingerinnen zunächst auf 13:14 heran und eroberten früh im zweiten Durchgang die Führung.
Bis zum 29:28 (52. Minute) lagen die Gastgeberinnen leicht vorne, ehe eine turbulente Schlussphase anbrach. Zunächst drehte der THC die Partie und ging mit 31:29 in Führung, doch Metzingen konterte mit vier Toren in Folge und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Auch insgesamt vierzehn Treffer von Marketa Jerabkova konnten die Niederlage des THC nicht verhindern. Mit 12:8 Punkten liegt Metzingen nun nur noch einen Punkt hinter den Thüringerinnen, die auf dem fünften Tabellenplatz verbleiben.

Die Partien der beiden Spitzenteams konnten hingegen nicht am Mittwoch ausgetragen werden: Sowohl das Spiel von Tabellenführer SG BBM Bietigheim beim TSV Bayer 04 Leverkusen wie auch die Partie der verlustpunktfreien Borussia Dortmund gegen die HSG Blomberg-Lippe mussten verlegt werden.

EHF European League

HSG Blomberg-Lippe vs. Thüringer HC 20:30 (12:15)

Nach der 27:31-Niederlage in eigener Halle konnte der Thüringer HC das Duell um den Einzug in die Gruppenphase der European League im Rückspiel bei der HSG Blomberg-Lippe noch drehen. Mit dem 15:12 zur Pause war der Rückstand bereits so gut wie aufgeholt, nach dem Seitenwechsel übernahm der THC dann auch in der Addition die Führung und steuerte mit einem 30:20 in die nächste Runde.
„Wir haben einfach nicht gut angegriffen. Acht Tore im zweiten Abschnitt sprechen für sich. Auch in der Abwehr haben wir keinen Zugriff gefunden und insgesamt zu viel mit verschiedenen Dingen gehadert. Wir wollten es vielleicht zu sehr und sind dann verkrampft“, analysierte HSG-Trainer Steffen Birkner und betonte: „Wir haben alles gegeben und mussten heute gegen einen starken, international erfahrenen Gegner Lehrgeld zahlen.“
THC-Trainer Herbert Müller meinte: „Ich bin froh und glücklich, wie wir heute ins Spiel gekommen sind und es hat trotz des intensiven Spiels Spaß gemacht. Besonders die Abwehr in der 2. HZ war überragend und ein großes Dankeschön an die angeschlagenen Spielerinnen, die zum Teil nicht einmal trainieren konnten.“

2. Handball Bundesliga Frauen

Die Füchse Berlin führen derzeit die Tabelle der 2. Bundesliga an. Dem Hauptstadtklub, der noch ungeschlagen eine Bilanz von 17:1 Zählern aufweist, sitzen aber gleich mehrere Verfolger im Nacken. Die SG H2Ku Herrenberg folgt mit 16:2 Zählern, aber auch der BSV Sachsen Zwickau (14:2) und der HSV Solingen-Gräfrath (13:3) sind aufgrund von Nachholspielen noch in Schlagdistanz.
Der HC Leipzig, die TG Nürtingen und der TuS Lintfort verfügen derzeit über ein positives Punktekonto, der VfL Waiblingen hat sich nach seinem Fehlstart gefangen und sich mit 6:8 Zählern von der Abstiegszone entfernt. Diese beginnt dann ab Rang 9, denn Wuppertal, Kirchhof und Harrislee sind derzeit nur einen Pluspunkt über dem Strich. Auf den Abstiegsplätzen rangieren aktuell die HSG Freiburg (3:15), der HC Rödertal (2:14) und der SV Werder Bremen (1:15).

Tabelle 1. Liga

 Platz   Team Spiele   Differenz   Punkte 
1.SG BBM Bietigheim95215:3
2.Neckarsulmer Sport-Union103015:5
3.Borussia Dortmund78514:0
4.HSG Blomberg-Lippe93514:4
5.Thüringer HC104613:7
6.TuS Metzingen104812:8
7.HSG Bensheim/Auerbach91410:8
8.HSG Bad Wildungen Vipers9-110:8
9.Buxtehuder SV10-110:10
10.SV Union Halle-Neustadt (N)9-269:9
11.TSV Bayer 04 Leverkusen8238:8
12.VfL Oldenburg9-198:10
13.Frisch Auf Göppingen8-374:12
14.HL Buchholz 08-Rosengarten (N)10-414:16
15.1. FSV Mainz 059-1030:18
16.Kurpfalz Bären10-1050:20

Tabelle 2. Liga

 Platz   Team Spiele   Differenz   Punkte 
1.Füchse Berlin96317:1
2.SG H2Ku Herrenberg93016:2
3.BSV Sachsen Zwickau83814:2
4.HSV Solingen-Gräfrath83813:3
5.HC Leipzig82211:5
6.TG Nürtingen9310:8
7.TuS Lintfort859:7
8.VfL Waiblingen7-146:8
9.TVB Wuppertal7-224:10
10.SG 09 Kirchhof7-324:10
11.TSV Nord Harrislee9-264:14
12.HSG Freiburg9-273:15
13.HC Rödertal8-412:14
14.SV Werder Bremen8-371:15

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