HC Rödertal startet in die neue Saison

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HC Rödertal - Handball 2. Bundesliga - Foto: HC Rödertal / Lutz Weidler
HC Rödertal – Handball 2. Bundesliga – Foto: HC Rödertal / Lutz Weidler

Handball 2. Bundesliga: Am 5. September 2020 startet der HC Rödertal in die Spielzeit 2020/2021.

Nach dem Abbruch der vorherigen Saison durch die sich ausbreitende Corona-Pandemie steht nun der Neustart unter besonderen Bedingungen bevor.

02.09.2020 – PM HCR / SPORT4FINAL / Frank Frank Zepp:

Zur Eröffnung empfangen die Rödertalbienen vom HC Rödertal die TG Nürtingen in der Sporthalle am Schulzentrum in Großröhrsdorf. Auf Besucher warten jede Menge Neuerungen. So wurde die Anwurfzeit im Vergleich zur Vorsaison um eine Stunde nach hinten auf 18:30 Uhr verlegt.

Durch den Beschluss der Handball Bundesliga der Frauen (HBF), dass es nach der letzten abgebrochenen Spielzeit nur Aufsteiger gibt und dem Aufstiegsverzicht der Drittliga-Vereine reduzierte sich die Anzahl der Mannschaften in der zweithöchsten Spielklasse Deutschlands auf 14. Mit Hin- und Rückrunde werden demnach 26 Spieltage ausgespielt.

Um die Spieltage unter den veränderten Bedingungen der Corona Pandemie absichern zu können, hat der Verein ein Hygiene-Konzept erstellt. Der HC Rödertal setzt auf ein reduziertes Sitzplatzkonzept mit ca. 300 Zuschauern. Die exakte Zuschauerzahl kann variieren und hängt von den Neuinfektionen in der Region ab. Tickets können bevorzugt online über Etix sowie über die bekannten Vorverkaufsstellen bezogen werden. Dauerkartenbesitzer haben beim Ticketkauf Vorrang. Der Verkauf startet immer erst kurz vor dem jeweiligen Spiel. Grund ist, dass das Hygiene-Konzept je nach Infektions-Situation angepasst wird. Gästefans sind aktuell nicht zugelassen. Preise und Platzkategorien hält der HC Rödertal trotz erhöhter Auflagen und geringerer Zuschauerzahl stabil.

„Das sind wir unseren Fans, die uns während des Lockdowns grandios unterstützt haben, schuldig“ sagte Kai Kaufmann, Geschäftsführer des HC Rödertal, und fügte hinzu: „Wir sind froh, dass wir mit einem soliden Hygiene-Konzept die Möglichkeit haben, mit Zuschauern zu spielen. Wir hoffen auf eine gute Stimmung nach dieser langen Handball-Pause“.

Teilnahme-Voraussetzungen zu den Heimspielen sind die Angabe von Kontaktdaten und eine Negativerklärung zum Gesundheitszustand. Die Kontaktdaten-Erfassung steht online auf der Homepage der Rödertalbienen unter www.roedertalbienen.de zur Verfügung, liegt aber auch im Eingangsbereich der Halle aus. Um den Zugang zur Halle so schnell und reibungslos wie möglich zu gestalten, wird darum gebeten, die Erklärung auszudrucken und bereits ausgefüllt mitzubringen. Die Abstände auf den Gängen und laut Sitzplan sind einzuhalten. Im Hallenbereich wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zur Pflicht. Die Getränke- und Speisenversorgung wird gegebenenfalls vor der Sporthalle stattfinden.

Das Gesicht der Bienen hat sich im Vergleich zur Vorsaison ein wenig geändert. Mit Meret Ossenkopp, Brigita Ivanauskaite und Thilde Boesen verließen drei Stützen den Verein. Einziger echter Neuzugang ist Rückkehrerin Anna Frankova auf der rechten Außenbahn. Für alle anderen Positionen wurden Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs in die erste Mannschaft geholt, um sich hier beweisen zu können. Bei bisher acht Spielen gegen die TG Nürtingen stehen für die Bienen fünf Siege zu Buche. In den letzten beiden Spielzeiten entschieden sie jeweils das Hinspiel für sich, verloren aber im Rückspiel. Für die verjüngte Mannschaft rund um den neuen Bienencoach Karsten Schneider wird das Auftaktmatch direkt eine echte Standortbestimmung.

Schneider dazu: „Wir werden uns voll und ganz auf unser erstes Heimspiel und auf unsere Stärken, die wir in der Vorbereitung erarbeitet haben, fokussieren. Unter der Woche versuchen wir weiter an unserem strukturierten Plan zu arbeiten, um am Samstag dieses aus meiner Sicht enorm wichtige erste Spiel der Saison für uns positiv zu gestalten.“

In der abgelaufenen Saison belegte die TG Nürtingen, vor dem Abbruch nach 22 Spieltagen, mit 17:27 Punkten den elften Tabellenplatz. Schon Mitte Februar gab der Verein bekannt, dass Ausra Fridrikas die Trainerposition von Stefan Eidt übernimmt. Die gebürtige Litauerin und Welthandballerin des Jahres 1999 wird außerdem Leiterin der Jugend-Akademie der TuS Metzingen, was die enge Zusammenarbeit der Nürtingerinnen mit dem Bundesligisten verdeutlicht. Fridrikas und ihr Spielstil sollten dem neuen Bienencoach Karsten Schneider bestens bekannt sein. Schließlich trainierte sie bis 2019 den österreichischen Verein SSV Dornbirn und traf in der heimischen Liga auch auf den Ex-Verein des HCR-Trainers.

Die Verantwortlichen der TGN nutzten die Zeit nach dem vorzeitigen Abbruch der letzten Saison, um eine Vielzahl von Verträgen zu verlängern. Lenya Treusch, Benitta Quattlender, Carmen Siller und Saskia Wagner erhielten ein neues Arbeitspapier. Außerdem gaben sie die Verlängerung von weiteren wichtigen Spielerinnen bekannt. So bleiben auch Torfrau Christine Hesel, Lisa Wieder und Toptorjägerin Leah Schuhknecht den Baden-Württembergerinnen erhalten. Letztere laboriert allerdings an einem Bänderriss und wird den Saisonstart voraussichtlich verpassen. Auch die Kapitänin und Abwehrchefin Delia Cleve verlängerte und geht damit in ihre 13. Saison. Neu zur Mannschaft stieß unter anderem U20-Nationaltorhüterin Lena Schmid aus der zweiten Mannschaft der TuS Metzingen. „Mit Rückraumspielerin Katarina Pandza gibt es eine weitere österreichische, junge, talentierte Spielerin die mir aus Begegnungen mit Hypo Niederösterreich sehr gut bekannt ist.“ gibt HCR-Trainer Schneider weiterhin zu bedenken.

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