Herbert Müller: „Über die Tordifferenz ist im Kampf um die Meisterschaft Vorentscheidung gefallen.“


Herbert Müller - Thüringer HC - Foto: Hans-Joachim Steinbach
Herbert Müller – Thüringer HC – Foto: Hans-Joachim Steinbach

Handball Bundesliga: Im vorletzten Heimspiel der Saison, drei Spiele vor Saisonende, empfängt der Thüringer HC mit der TSV Bayer 04 Leverkusen einen schweren Gegner, der noch seine Chance auf Platz vier wahren will.

Das wird für den THC alles andere als leicht. Deshalb richtet Herbert Müller seinen Appell wieder an die Fans, recht zahlreich in die Nordhäuser Wiedigsburghalle zu kommen.

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03.05.2019 – PM THC / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Diese Unterstützung hat das Team des Thüringer HC wahrlich verdient. Mit 22 Siegen in 23 Partien spielt der deutsche Meister bisher eine überragende Bundesliga-Saison, umso mehr, weil uns in der Phase nach der Europameisterschaft mit Iveta Luzumova und Alicia Stolle ganz wichtige Spielerinnen gefehlt haben und Spiele gewonnen wurden, die man hätte gar nicht gewinnen können. Deshalb ist dieser zweite Tabellenplatz aller Ehren wert. Mit einem Sieg gegen Leverkusen soll dieser zweite Platz auf jeden Fall erst einmal abgesichert werden.

Rückblick:

Das schwere Auswärtsspiel in Göppingen wurde am Ende deutlich gewonnen. Herbert Müller ist voll des Lobes über diesen Auswärtssieg, zumal Göppingen dem THC das Siegen ungemein schwer gemacht hat. Sie haben sich mit Händen und Füßen gegen eine Niederlage gewehrt, und erst in den letzten 20 Minuten wurde dieser 32:22 Sieg herausgespielt, bedenkt man nur, dass die Gastgeber beim 15:16 bis auf ein Tor wieder herangerückt waren.

„Deshalb kann ich mit den 10 Toren sehr gut leben“, sagte Herbert Müller, um gleichzeitig festzustellen, dass die SG BBM Bietigheim am Sonntag souverän gekontert hat und die Tordifferenz mit einem Kantersieg zu seinen Gunsten auf 22 Tore verdoppelt hat. Über die Tordifferenz ist im Kampf um die Meisterschaft damit eine Vorentscheidung gefallen. „Bietigheim hat das super gemacht“, stellte Herbert Müller neidlos fest, wenn er auch vom letztjährigen Pokalsieger mehr Gegenwehr erwartet hatte.

Zum Spiel:

„Wir müssen aber auf uns selbst schauen“, sagte Herbert Müller, und warnt vor dem ehrgeizigen Gegner Leverkusen, „der uns durchaus noch gefährlich werden kann“. Leverkusen hat mit der Heim-Niederlage gegen Buxtehude im Kampf um Platz vier entscheidend an Boden verloren. Wollen sie in der kommenden Saison noch international spielen, müssen sie punkten und das macht sie gefährlich. Dass sie dazu in der Lage sind, haben sie beim Sieg gegen die Tussies aus Metzingen gezeigt. „Damit haben sie übrigens dem THC beim Kampf um Platz zwei und die Champions League Qualifikation den Rücken frei gemacht – Danke Leverkusen!“, stellte Herbert Müller fest.

„Mit Leverkusen kommt eine gute schnelle Mannschaft, die unter ihrem neuen Trainer (Robert Nijdam – d.R.), das so erfolgreiche Spiel der Niederländerinnen immer besser verinnerlicht“, sagte der THC-Trainer. Die haben eine Reihe deutscher Auswahl-Spielerinnen im Kader, mit Nele Kurzke eine sehr gute Torhüterin und ihr Rückraum ist immer gefährlich. Der Thüringer HC will kompakt in der Deckung stehen, rechtzeitig gegen den Rückraum raus treten und selbst konsequent die Angriffe abschließen, um auch dieses Spiel zu gewinnen. „Wir wollen keinen Punkt liegen lassen und weiter unsere Chance nutzen“, heißt die Ansage des Trainers. Jetzt will der THC in der Crunchtime noch einmal voll konzentriert Gas geben, um die Saison bestmöglich abzuschließen. Schließlich gibt es ja nach der Bundesliga noch das Final4 um den DHB-Pokal.

Zum Kader:

Nach längerer Pause steht Kristy Zimmermann wieder im Training und hat am 1. Mai schon beim Thüringer HC II in der 3. Liga gespielt. Mit Unterstützung der unter 23-jährigen aus der Bundesliga konnte die Nachwuchsmannschaft das entscheidende Spiel in Birkenau gewinnen und sich so den Klassenverbleib sichern. Herbert Müller gratulierte den Mädels sehr herzlich, weiß er doch, wie wichtig es ist, dass junge Talente über die harte Wettkampf-Praxis an das Niveau der Bundesliga heran geführt werden. Besonders bedankt er sich bei Julia Redder und seiner Lebenspartnerin Petra Popluharova, die die jungen Spielerinnen geführt und so entscheidend zum Klassenverbleib beigetragen haben.


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