Thüringer HC verlor. SG BBM Bietigheim gewann


Thüringer HC - Handball Bundesliga - EHF Champions League - Saison 2017-2018 - Foto: Thüringer HC
Thüringer HC – Handball Bundesliga – EHF Champions League – Saison 2017-2018 – Foto: Thüringer HC

Handball Bundesliga: Der neue deutsche Meister Thüringer HC verlor mit 31:38 (13:19) Toren bei Borussia Dortmund.

Harma van Kreij war mit sechs Treffern erfolgreichste Werferin des BVB und für den Thüringer HC erzielte Iveta Luzumova (9/6) die meisten Treffer.

13.05.2018 – PM Vereine / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Dortmund, in Bestbesetzung angetreten, bestimmte in den ersten zehn Minuten klar das Geschehen. Mit hohem Tempo und extrem ballsicher wurden schnelle Tore erzielt, wobei die THC-Abwehr ein ums andere Mal nicht gut aussah. Als die Gäste dann durch Treffer von Luzumova und Lang auf 3:5 verkürzen konnten, flammte Hoffnung auf. Diese zerstörte aber vorerst Nadja Mansson mit zwei lupenreinen Fernwurftreffern bei denen Dinah Eckerle chancenlos blieb. Ihre Gegenüber, Clara Woltering, hatte da den besseren Start und meisterte gleich mehrere Fernwürfe und war auch von Lydia Jakubisova mit Heber von Rechtsaußen nicht zu überwinden. Nach zehn Minuten stand es 7:4 für die Gastgeberinnen, die bis dahin mit einer top Körpersprache signalisierten, dass sie heute das mental bessere Team waren.

In den nächsten Minuten änderte sich das Bild nicht. Herbert Müller setzte jetzt auf das taktische Mittel 7 gegen 6, was kurzzeitig Erfolg brachte. Beim 10:12 durch Alexandra Mazzucco schien der THC auf gutem Kurs zu sein, doch Treffer der gut aufgelegten Österreicherin Johanna Stockschläder, Nadja Mansson und von Torhüterin Clara Woltering ins leere Tor des THC brachten schnell wieder den alten Fünf-Tore-Rückstand. (10:15, 24.) In die Pause ging es mit einem in der Höhe überraschenden 20:13 für den BVB, auch weil Clara Woltering mit starken Paraden und Svenja Huber mit fehlerfreien Strafwürfen einen hervorragenden Part in einem Team im Kampfmodus boten.

Der BVB blieb auch in der zweiten Halbzeit seinem Motto treu. Mit vollem Einsatz, Tempo und viel Selbstvertrauen wollte man hier nichts mehr anbrennen lassen. Beim 22:14 drohte dem Meister fast schon eine blamable Zehn-Tore-Differenz, dies konnte durch einen Luzumova-Treffer vorerst noch einmal abgewendet werden. Doch Dortmund blieb am Drücker – Clara Woltering hielt fast alles und erzielte beim 25:16 ihr zweites Feldtor. Als Alina Grijseels eine Zeitrafe absitzen musste, konnten die Thüringerinnen wieder ein wenig näher herankommen. Aber 15 Minuten vor dem Ende, beim 27:19 durch Harma van Kreij, zweifelte keiner der 500 Zuschauer in der Sporthalle Wellinghofen an einem verdienten klaren Sieg der Westfälinnen. Für den Thüringer HC ging es jetzt nur noch um ein Ergebnis unter „Differenz 10″ – an einen Sieg gegen die wie entfesselt aufspielenden Barna-Schützlinge, für die in der zweiten Hälfte Annamaria Ferenczi das Tor hütete, konnte man in den zweiten 30 Minuten schon lange nicht mehr glauben. Julia Redder und Patricia da Silva und Lydia Jakubisova ließen mit ihren Treffern das 31:38 Endresultat ein wenig freundlicher aussehen, aber der Deutsche Meister hatte heute ohne wirkliche Motivation gegen ein Team, für das die „Hoffnung auf Europa“ noch lebt, keine Siegchance.

Mit einem 31:24 (14:9)-Erfolg gewann die SG BBM Bietigheim das letzte Auswärtsspiel der Saison gegen die HSG Bad Wildungen. Gegen phasenweise überhart spielende Gastgeberinnen setzte sich das Team von Trainer Martin Albertsen durch und siegte letztlich verdient.

Bietigheim-Coach Martin Albertsen freute sich über den Erfolg: „Wir haben das sauber gemacht. Es war ein Spiel, in dem wir von Anfang bis zum Ende ordentlich in Abwehr und Angriff gespielt haben. Wir hatten ein hohes Tempo und ich bin sehr zufrieden. Die Generalprobe ist hiermit geglückt und wir sind jetzt bestens vorbereitet auf das Final Four am Wochenende.“

Nach dem Auswärtsspiel bei der HSG Bad Wildungen geht es für die SG BBM Bietigheim am Samstag, den 19. Mai, im DHB Pokal Final4 in der Stuttgarter Porsche Arena weiter. Um 17:30 Uhr trifft der letztjährige deutsche Meister im Halbfinale auf die TuS Metzingen.


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