Handball EM 2016: DHB-Präsident Andreas Michelmann „Ladies mit Weltspitze mitgehalten“

Handball EM 2016: DHB-Präsident Andreas Michelmann „Ladies mit Weltspitze mitgehalten“ - Foto: DHB/Sascha Klahn

Handball EM 2016: DHB-Präsident Andreas Michelmann „Ladies mit Weltspitze mitgehalten“ – Foto: DHB/Sascha Klahn

Handball EM 2016 Frauen: Bei der Handball EHF EURO 2016 zog DHB-Präsident Andreas Michelmann ein positives Fazit über das Auftreten und sportliche Ergebnis der deutschen „Ladies“-Nationalmannschaft im Interview mit SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp.

Handball EM 2016 Frauen: Scandinavium Göteborg - Foto: Peter Jansen

Handball EM 2016 Frauen: Scandinavium Göteborg – Foto: Peter Jansen

21.12.2016 – SPORT4FINAL Live aus Göteborg / Frank Zepp:

SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp im Scandinavium Göteborg

SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp im Scandinavium Göteborg

Handball EM 2016: Herr Michelmann, wie bewerten Sie das Abschneiden der deutschen „Ladies“-Nationalmannschaft bei der Handball EHF EURO 2016 in Schweden?

Andreas Michelmann: „Was die Handball-Nationalmannschaft der Frauen hier in Göteborg und Kristianstad gespielt hat, war 100 Prozent besser als das, was wir 2015 in Dänemark bei der Weltmeisterschaft gesehen haben. Das zeigt, welches Potential wir auch im Frauen-Handball haben und was passiert, wenn es ein Trainergespann gibt, das in der Lage ist, das Potential auch zu heben und zu strukturieren. Dies ist Michael Biegler und Wolfgang Sommerfeld in der kurzen Zeit hervorragend gelungen. In allen Spielen haben die Ladies gezeigt, dass sie mit der Weltspitze mithalten können. Das es an der einen oder anderen Stelle noch ein wenig an der Substanz mangelte und dieses oder jenes noch abzustellen ist, das wissen die Ladies und vor allen Dingen die Trainer auch selber. Das ist auch das kleine Stück, was wir noch zur absoluten Weltspitze brauchen. Vielen Zuschauern, die sich bis jetzt noch nicht so viel mit dem Frauen-Handball beschäftigt haben, ist jetzt deutlich geworden, dass unser Ziel, bei der Weltmeisterschaft in Leipzig zu starten und am Final-Wochenende in Hamburg anzukommen, realistischer als vor einem halben Jahr ist. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie auch wirklich als Mannschaft funktioniert.“

Sportdirektor Wolfgang Sommerfeld sagte zu mir im ausführlichen Interview, dass wir für die angestrebte WM-Medaille 2017 noch deutlich mehr Qualität benötigen.

Andreas Michelmann: „So muss der verantwortliche Sportdirektor auch denken. Das ist ja klar, dass wir jetzt noch weiter arbeiten müssen. Aber die Basis ist jetzt eine andere, auf die wir aufsetzen können. Das ist bei Wolfgang Sommerfeld in guten Händen. Zusammen mit Michael Biegler wissen beide, was nun zu tun ist. Beide verstehen und ergänzen sich hervorragend.“

Wir benötigen aber noch einige höhere Individualleistungen bzw. Spielerinnen auf Weltklasse-Niveau in der „Ladies“-Mannschaft?

Andreas Michelmann: „Wenn wir das nicht brauchen, wären wir ja Welt- oder Europameister. Eine ähnliche Situation hatten wir auch bei den Männern. Trotzdem sind wir Europameister geworden, weil die Mannschaft als Mannschaft besser funktioniert hat als Teams, die individuell besser besetzt waren. Mit dem Erfolg kommt dann auch das Selbstbewusstsein. Dann schlägst du Gegner, die du vorher nicht auf dem Zettel hattest.“

Dann können wir nun mit großem Mut in das WM-Jahr 2017 gehen und das Ziel, Medaille bei der Heim-Weltmeisterschaft, realistisch angehen?

Andreas Michelmann: „So ist es. Erstmal auch mit absoluter Dankbarkeit all denen gegenüber, die das hier für die Frauen-Nationalmannschaft geleistet haben. Das Trainergespann und der gesamte Stuff als Betreuerstab. Ich bin sehr guter Dinge, was die Weltmeisterschaft angeht, weil ich auch im Training gesehen habe, mit welcher Ernsthaftigkeit und Spaß die Ladies an die Aufgaben heran gehen. Da werden wir in Leipzig, Magdeburg und Hamburg viel Freude haben.“

Vielen Dank für das Interview, Herr Michelmann.


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