Handball EM 2016: Clara Woltering und Kim Naidzinavicius – Deutschlands Top „Ladies“

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Für Deutschland (v.l.): Julia Behnke, Kim Naidzinavicius und Clara Woltering - Handball EM 2016: Deutschland bezwang Schweden - Foto: Peter Jansen
Für Deutschland (v.l.): Julia Behnke, Kim Naidzinavicius und Clara Woltering – Handball EM 2016: Deutschland bezwang Schweden – Foto: Peter Jansen

Handball EM 2016 Schweden: Die Handball EHF EURO der Frauen ist aus deutscher Sicht mit erfreulichen Ergebnissen in die DHB-Chronik eingegangen: Der Abwärts-Trendwende der letzten Jahre wurde mit Rang sechs getrotzt. Ein deutsches “Ladies”-Team stand wieder mit ernst zunehmender Spielqualität, die aber für die Heim-WM 2017 und der erhofften Medaille noch lange nicht ausreicht, auf der Platte.

Anne Hubinger, Clara Woltering und Kim Naidzinavicius waren auf ihren Positionen unter den Top 5 der Nominierten für das All-Star-Team. Aus der deutschen Handball-Nationalmannschaft ragten zwei Top-”Ladies” mit Torhüterin Clara Woltering und Kim Naidzinavicius heraus.

24.12.2016 – SPORT4FINAL / Live aus Göteborg / Frank Zepp:

SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp im Scandinavium Göteborg
SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp im Scandinavium Göteborg

Handball EM 2016 Schweden: Auch wenn Jenny Karolius vom Bundestrainer Michael Biegler zur “Abwehrchefin” erklärt wurde, avancierte Kim Naidzinavicius neben EM-All-Star Beatrice Edwige aus Frankreich zur besten Abwehrspielerin des EURO-Turniers. In den statistischen Werten von Blöcken und “gestohlenen Bällen” mit 19:15 Punkten noch besser als die französische Bronzemedaillen-Gewinnerin, zeigte die deutsche Top-Akteurin im Innenblock strategische Fähigkeiten. Durch das kräftezehrende “Abwehr-Programm” fehlten der Bietigheimer Spielerin, die 279 von 420 Minuten auf der Platte stand, die “letzten Körner” im Angriff auf der Königsposition im linken Rückraum. Aber im komplexen Gesamtpaket aus Abwehr- und Angriffsleistung zeigte Kim Naidzinavicius ihre europäische Klasse.

Deutschlands Torhüterin Nummer eins bei der EHF EURO war Clara Woltering, die in 382 Minuten am längsten auf dem Spielfeld ihr nach wie vor großes Leistungsvermögen zeigen durfte. Mehrmals war sie trotz guter Abwehrleistung des Teams der “Fels in der Brandung”, der manche Fehler der Vorderleute ausbügeln musste. Statistisch heißt das übersetzt: 76 Paraden bei 217 Würfen in 7 Partien bedeuteten eine 35-Prozentige Fangquote.

Nimmt man als Maßstab die Torhüterinnen der Halbfinalisten lagen zahlenmäßig Silje Solberg (Norwegen – 68/164/8/41), Amandine Leynaud (Frankreich – 41/102/8/40) und Laura Glauser (Frankreich – 66/169/8/39) vor Clara Woltering. Gleichauf mit ihr rangierten Kari Aalvik Grimsbö (Norwegen) und EM-All-Star Sandra Toft (Dänemark) mit einer Quote von 35 Prozent. Tess Wester von Vize-Europameister Niederlande brachte es auf 34 Prozent. Klar ist aber mit und ohne Statistik: Die deutsche “Ladies”-Nationalmannschaft hat kein Torhüterinnen-Problem, da nach Ansicht von DHB-Keeper-Trainer Jan Holpert auch Katja Kramarczyk und Dinah Eckerle auf ähnlichem Leistungs-Niveau wie Clara Woltering agieren.


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