Susann Müller (SG BBM Bietigheim) im SPORT4FINAL-Interview: „Handball WM in Leipzig wäre schön zu spielen“

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Susann Müller (li.) und Anne Müller (Dortmund) - Susann Müller (SG BBM Bietigheim) im SPORT4FINAL-Interview: „Handball WM in Leipzig wäre schön zu spielen“ - Foto: Marco Wolf
Susann Müller (li.) und Anne Müller (Dortmund) – Susann Müller (SG BBM Bietigheim) im SPORT4FINAL-Interview: „Handball WM in Leipzig wäre schön zu spielen“ – Foto: Marco Wolf

Susann Müller von der SG BBM Bietigheim wurde von Handball-Bundestrainer Michael Biegler nicht für den 28er Kader der Handball EHF EURO 2016 in Schweden nominiert. Damit steht offiziell fest, dass Susann Müller in keinem Fall für Deutschland bei der Handball-EM auflaufen kann. SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp sprach mit der Weltklasse-Athletin Susann Müller über diese, aus Sicht der Redaktion, sportliche und strategische Fehlentscheidung des Bundestrainers.

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21.11.2016 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

SPORT4FINAL-Chefredakteur Frank Zepp
SPORT4FINAL-Chefredakteur Frank Zepp

Blick-Zurück: Susann Müller avancierte spätestens bei der Handball-Weltmeisterschaft 2013 in Serbien zur absoluten Topspielerin unseres Erdballs. Erinnern wir uns: Susann Müller gehörte dem All-Star-Team der WM an und war die Top-Torschützin des Turniers. In der Summe aus Treffern und Vorlagen lag sie meilenweit vor Andrea Lekic. Gemeinsam mit dem MVP der Weltmeisterschaft, Eduarda Amorim, gehörte Susann Müller zur besten Spielerin des Turniers. Und in ihrer derzeitigen sportlichen Verfassung ist sie wieder auf sehr gutem Weg zur internationalen Top-Spielerin.

Susann, sportlich gehören Sie bei Ihrer derzeitigen Performance meiner Meinung nach in die deutsche Handball-Nationalmannschaft und zur EHF EURO 2016 in Schweden. Leider hat Sie Bundestrainer Michael Biegler nicht für den 28er Kader berücksichtigt. Wie sehen Sie diese Situation?

Susann Müller: „Mich hat noch keiner gefragt und deswegen habe ich mich dazu auch nicht geäußert. Es war auch meine und nicht seine Entscheidung. Ich hatte mit dem Bundestrainer im Sommer ein Gespräch. Daraufhin hat er sich nie mehr gemeldet. Dann war das Ding für mich auch erledigt. Ich habe mich jetzt auch nicht verrückt gemacht. Es ist wie es ist.“

Für mich ist dies eine strategische Fehlentscheidung des Bundestrainers?

Susann Müller: „Wie gesagt, ich kann es nicht ändern. Wenn er der Meinung ist, das so zu handhaben, dann macht er das eben so.“

Sehen Sie für die Zukunft noch Chancen in der Nationalmannschaft? Immerhin könnten die deutschen Frauen gerade hier in Leipzig am 12. Dezember 2017, in Ihrem früheren „Wohnzimmer“, das WM-Viertelfinale spielen.

Susann Müller: „Ich mache mich da nicht verrückt. Das ist erstens eine sportliche Entscheidung. Die kann der Bundestrainer treffen. Dann muss er das so machen, wie er das möchte. Natürlich ist es schön, im eigenen Land eine Weltmeisterschaft zu spielen und gerade hier in Leipzig in meiner zweiten Heimat. Wie gesagt, ich mache mich da nicht verrückt und Bietigheim ist so toll momentan und wir haben so eine geile Mannschaft. Wir können so viel erreichen. Wenn er mich nicht möchte, dann ist es so wie es ist.“

Sie können mit Bietigheim in dieser Saison das Triple schaffen?

Susann Müller: „Das können wir schaffen. Das ist noch in weiter Ferne. Wir haben noch viel zu tun. Wir spielen momentan sehr gut. Das muss ich sagen. Ich hoffe, dass wir nach Weihnachten genauso weiter machen können.“

Vielen Dank für das Interview, Susann, und weiterhin viel Erfolg. Ich würde mich freuen, Sie bald wieder in Leipzig und natürlich auch bei der Heim-Weltmeisterschaft im nächsten Jahr sehen zu können.


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