Handball EM 2020 Frauen: Norwegen deklassierte Deutschland

Handball EM 2020 Frauen EHF EURO - DHB Deutschland - Foto: Sascha Klahn/DHB
Handball EM 2020 Frauen EHF EURO – DHB Deutschland – Foto: Sascha Klahn/DHB

Handball EM 2020 Frauen EHF EURO Dänemark, Vorrunde, Gruppe D, 2. Spieltag, Kolding

Top-Favorit und Rekord-Europameister Norwegen deklassierte mit einer überragende Performation die deutsche Frauen-Nationalmannschaft mit 42:23 (22:14) Toren und qualifizierte sich für die Hauptrunde der Handball Europameisterschaft.

Die DHB-Auswahl bot in einem wichtigen Turnier die schwächste Leistung seit dem Amtsantritt von Bundestrainer Henk Groener, der gestern nach Kolding gereist war.

Women of the Match: Stine Oftedal und Nora Mörk (Norwegen)

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05.12.2020 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball EM 2020 Frauen EHF EURO Dänemark, Handball Europameisterschaft, Vorrunde, 2. SpieltagTop-Favorit Norwegen demontierte die deutsche Mannschaft in der Abwehr. Über Spielmacherin und Welthandballerin Oftedal lief der norwegische Angriffsmotor im höchsten Gang bezüglich Tempo und Passgenauigkeit sowie Treffsicherheit.

An der DHB-Auswahl lief das Match „vorbei“. Egal welches Deckungssystem von den deutschen Frauen versucht wurde. Eine desaströse deutsche erste Halbzeit (zzgl. 8 technischer Fehler). Henk Groener musste bereits in der 25. Minute seine 2. Auszeit nehmen.

Bei Norwegen agierte die Abwehr auch nicht so sicher – was Chefcoach Hergeirsson in seiner Auszeit scheinbar ansprach. Dieses Manko kompensierte sein Team mit einer sehr guten Angriffs-Performance. Dieses Offensiv-Spektakel mit Abwehrschwächen war kein Spiel für die Torhüterinnen. Mörk (6) und Bölk (3) trafen am erfolgreichsten für ihre Teams.

Die zweite Halbzeit war nicht nur vom Ergebnis (9:20) sondern auch von der Performance noch schlechter bei der deutschen Mannschaft. Die Kampfkraft und psychische Belastung hielten dem norwegischen Qualitäts-Handball nicht stand. Insofern war auch ein Aufbäumen kaum möglich angesichts der deutlichen Überlegenheit. Norwegen war an diesem Abend zwei Klassen besser.

Stimmen:

Emily Bölk: „Wir hatten einen anderen Plan. Norwegen war das bessere Team. Wir hatten eine sehr schlechte Defense. Wir können besser spielen. Es war nicht unser bester Tag. Wir wollen zeigen gegen Polen, dass wir besseren Handball spielen können. Norwegen war sehr gut im Konter und besaß absolute Top-Player. Wir hatten nicht die Qualität im Angriff. Norwegen war in allen Belangen besser.“

Nora Mörk: „Wir waren nicht nervös. Ich bin happy über das Resultat. Ich bin sehr zufrieden über den Sieg und alles Weitere, denn ich war länger nicht im Team. Wir haben die Qualität auf allen Positionen.“

Thorir Hergeirrson: „Es gibt Dinge, an denen wir arbeiten müssen. Wir hatten einen sehr guten Start. Wir werden Teams treffen, die besser vorbereitet sind. Wir müssen bescheiden und ruhig bleiben und hart arbeiten. Wenn wir in Bestform sind, werden wir schwer zu schlagen sein. Ich denke, Deutschland kann besser spielen.“

Stine Oftedal: „Im Allgemeinen denke ich, dass wir ein sehr gutes Spiel gespielt haben. Wir haben die Angriffsgeschwindigkeit und die Laufphase kontrolliert. Wir haben einige Würfe verpasst. Aber wir haben viele Tore kassiert, deshalb müssen wir besser werden. Wir werden härtere Gegner später treffen. Aber ein Match wie dieses schafft viel Selbstvertrauen.“

Henk Groener: „Wir haben heute eine große Handballstunde gelernt. Wir hatten von Anfang an Schwierigkeiten, das Spiel in den Griff zu bekommen. Sie haben in der ersten Halbzeit 10 Tore in schnellen Passagen erzielt, deshalb konnten wir das nicht aufhalten. Wir haben verschiedene Abwehrmechanismen ausprobiert. Aber wir konnten das Spieltempo nie ändern. Es ist sehr wichtig, dass wir aus unseren Fehlern lernen, wieder trainieren und uns auf das Spiel gegen Polen konzentrieren, unser letztes in der Gruppe.“

Xenia Smits: „Wir konnten Norwegen in keinem Teil des Spiels aufhalten. Aber ich hoffe, wir haben unsere Lektion für den Rest des Turniers gelernt. Wir müssen unsere Köpfe hoch halten, da wir in zwei Tagen ein weiteres hartes Spiel haben.“

Kim Naidzinavicius: „Wir sind einfach enttäuscht. Wir hatten alles vergessen, was wir vorbereitet hatten. Wir wussten, dass es ein hartes Spiel werden würde, aber wir hatten kein solches Spiel erwartet.“

Statistik:

Handball EM 2020 Frauen EHF EURO Dänemark, Vorrunde, Gruppe D, 2. Spieltag, Kolding, 18:15 Uhr

Deutschland vs. Norwegen 23:42 (14:22)

Spielfilm:  

0:1 (1. – Mörk), 1:1 (3. – Bölk), 1:2 (4. – Kristiansen), 1:3 (4. – Herrem TGS), 2:3 (5. – Berger), 2:4 (6. – Kristiansen), 3:4 (6. – Maidhof), 3:5 (7. – Mörk 7m), 3:6 (7. – Herrem TGS), 4:6 (8. – Bölk), 4:7 (8. – Oftedal), Auszeit Deutschland (8.), 5:7 (8. – Berger), 5:8 (9. – Brattset), 5:9 (10. – Mörk), Mörk 7m Pfosten (11.), 6:9 (12. – Grijseels), 6:10 (12. – Brattset), 7:10 (13. – Behnke), Auszeit Norwegen (13.), 7:11 (13. – Oftedal), 8:11 (14. – Lauenroth), 8:12 (14. – Mörk 7m), Minevskaja 7m Pfosten (17.), 8:13 (18. – Aune), 8:14 (20. – Solberg TGS ÜbZ), 9:14 (21 – Bölk UnZ), 9:15 (22. – Jacobsen 2W), 9:16 (23. – Jacobsen), 10:16 (23. – Smits), 10:17 (24. – Brattset), 10:18 (24. – Oftedal), 10:19 (25. – Reistad), Auszeit Deutschland (25.), 11:19 (26. – Smits), 11:20 (26. – Mörk 7m ÜbZ), 12:20 (27. – Behnke (UnZ), 12:21 (27. – Reistad ÜbZ), 13:21 (28. – Maidhof UnZ), 13:22 (28. – Mörk ÜbZ), 14:22 (29. – Lauenroth ÜbZ), 14:22 (HZ)  –  14:23 (32. – Mörk Kempa aus Zsp), 14:24 (33. – Mörk ÜbZ), Maidhof 7m vorbei (34.), 14:25 (36. – Mörk), 15:25 (36. – Maidhof), 15:26 (37. – Skogrand), 15:27 (37. – Herrem TGS), 15:28 (39. – Mörk 7m ÜbZ), 16:28 (39. – Smits UnZ), 16:29 (40. – Mörk ÜbZ), 16:30 (40. – Herrem), 17:30 (43. – Weigl), Auszeit Norwegen (43.), 17:31 (43. – Brattset), 18:31 (44. – Smits), 18:32 (44. – Oftedal), 18:33 (45. – Reistad TGS), 18:34 (46. – Herrem TGS), 19:34 (47. – Bölk), 20:34 (47. – Schulze), 20:35 (50. – Arntzen), 21:35 (50. – Grijseels 7m ÜbZ), 21:36 (51. – Arntzen UnZ), 22:36 (53. – Zapf), 22:37 (53. – Mörk 7m ÜbZ), 22:38 (55. – Herrem), 22:39 (56. – Reistad), Auszeit Deutschland (56.), 22:40 (58. – Kristiansen 7m), 23:40 (58. – Minevskaja), 23:41 (59. – Herrem TGS), 23:42 (EST)

Women of the Match: Stine Oftedal und Nora Mörk (Norwegen)

Beste Torschützinnen: Bölk 4/6, Smits 4/6, Maidhof 3/9 – Mörk 12/15, Herrem 7/7, Oftedal 4/8, Brattset 4/4

Wurfeffizienz: 53:75 Prozent (HZ 1: 58:73 Prozent)

Torhüterinnen: 7:8 Paraden (14:26 Prozent) (HZ 1: 3:2 Paraden – 12:13 Prozent).

Gegenstoß-Tore: 2:8  (HZ 1: 1:4)

Technische Fehler: 18:6  (HZ 1: 8:2)

Strafminuten: 10:6  (HZ 1: 4:4)

Zuschauer: 0 in Sydbank Arena Kolding

Schiedsrichter: Jelena Mitrovic und Andjelina Kazanegra (MNE)

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