Handball EM 2022: Estland von Deutschland deklassiert

Handball EM 2022 Qualifikation: Alfred Gislason – DHB – Deutschland – Handball – Bundestrainer – Foto: Sascha Klahn/DHB
Handball EM 2022 Qualifikation: Alfred Gislason – DHB – Deutschland – Handball – Bundestrainer – Foto: Sascha Klahn/DHB

Handball EM 2022 QualifikationDas deutsche Handball-Nationalmannschaft der Männer von Bundestrainer Alfred Gislason deklassierte im zweiten Spiel der EHF EURO Qualifikation Estland mit 35:23 (13:12) Toren in Tallinn.

Handball EM 2022: Das im europäischen Benchmark-Maßstab zwei Klassen hinter Deutschland liegende Estland musste auf 8 Akteure (verletzt bzw. Covid positiv) verzichten.

In diesem Kontext ist der DHB-Kantersieg einzuordnen und eine sportliche Weiterentwicklung des deutschen Teams aus Redaktionssicht nicht erkennbar. Vor allem die erste Halbzeit knüpfte an die schwache erste Hälfte des Matches gegen Bosnien-Herzegowina an. Dabei agierte Bosnien-Herzegowina noch wesentlich spielstärker als Estland.

Man of the Match: Julius Kühn (Deutschland).

Schwacher Auftritt: Deutschland bezwang Bosnien-Herzegowina

DHB-PK mit Axel Kromer und Marian Michalczik

Handball EM 2022 Qualifikation: Österreich bezwang Estland

Handball EM 2022 Qualifikation: Alfred Gislason nominierte Kader

08.11.2020 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball EM 2022 QualifikationDeutschland konnte sich insgesamt auf die Wurfkraft von Julius Kühn sowie die beiden Torhüter Bitter und Klimpke verlassen. Zudem kamen sehr viele technische Fehler auf beiden Seiten hinzu. Estland bekam 10 Strafminuten und das Gislason-Team keine Strafzeit.

In der ersten Halbzeit war die deutsche Abwehr unkonzentriert und zu passiv. Im Angriff wurde zu mittellastig agiert, wobei die Außen nie ins Spiel hinein kamen. Obwohl in der aktuell besten deutschen Formation agierend, kam keine höhere deutsche Führung heraus, obwohl diese möglich war.

Handball EM 2020 Deutschland Männer Nationalmannschaft
Handball EM -Deutschland – Männer Nationalmannschaft – Hinten von links: Phyisotherapeut Sven Raab, Jannik Kohlbacher, Patrick Wiencek, Hendrik Pekeler, Julius Kühn, Steffen Weinhold, Teammanager Oliver Roggisch, Bundestrainer Athletik David Gröger. Mitte: Teamarzt Dr. Kurt Steuer, Fabian Wiede, Paul Drux, Johannes Golla, Franz Semper, Fabian Böhm, Kai Häfner, Marcel Schiller, Bundestrainer Christian Prokop. Unten: Teamkoordinator Volker Schurr, Lukas Stutzke, Tobias Reichmann, Dario Quenstedt, Andreas Wolff, Timo Kastening, Uwe Gensheimer, Physiotherapeut Reinhold Roth. – Foto: Sascha Klahn/DHB

Nach der Pause zeigte die deutsche Mannschaft den Klassenunterschied deutlich auf und zog schnell davon. Im Gefühl der dominanten Matchführung gelangen ansehnliche Spielzüge gegen einen Gastgeber, der auch physisch nicht mehr hundertprozentig mithalten konnte. Die Torhüterleistung und der Gegenstoß waren erfolgversprechende taktische Mittel. Auch die Spieler der sogenannten zweiten Reihe bekamen vom Bundestrainer Gislason nun Einsatzzeiten. Der Kantersieg war die logische Folge des Spielverlaufes nach der Pause. Eine Glanzleistung konnte dem deutschen Team wiederum nicht konstatiert werden.

Stimmen (Quelle: ZDF):

Alfred Gislason: „Das Spiel war deutlich besser als das Erste. Geärgert hat mich, wie schnell wir den Vorsprung von 4 Toren in der ersten Halbzeit abgegeben haben. Ruhe und Abgezocktheit haben gefehlt. Wir haben den Gegner nicht unterschätzt. In der zweiten Halbzeit haben wir disziplinierter gespielt. Die Abwehr stand super. Wir brauchen aber noch Zeit und Training. Es war ein guter Schritt in die richtige Richtung. Heymann hat so gespielt, als wäre er schon lange dabei. Bis zur Handball WM 2021 haben wir keine freien Freundschaftsspiele mehr. Nur noch die EURO-Quali-Spiele gegen Österreich.“

Julius Kühn: „Die zweite Halbzeit war besser. Wir machten weniger technische Fehler. Wir sind ins Tempospiel nach vorn gekommen, weil wir eine gute Abwehr gestellt haben.“

Juri Knorr: „Die erste Halbzeit kann ich mir nicht erklären. In der Bundesliga ist eine andere Intensität. Über den schweren Start war ich überrascht. Ich gehe meinen Weg.“

Hendrik Pekeler: „In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme durch die vielen technischen Fehler. In der zweiten Halbzeit haben wir ein deutlich besseres Gesicht gezeigt. Vorn haben wir immer eine freie Chance gehabt.“

Statistik:

Estland vs. Deutschland 23:35 (12:13)

Spielfilm:

2:2 (8.), 4:5 (14.), 5:9 (18. – Gensheimer ÜbZ), 7:11 (21. – Kühn), 11:12 (25.), 12:13 (HZ) – 13:16 (34.), 13:20 (40. – Pekeler), 14:23 (44. – Reichmann TGS), 17:23 (47.), 17:26 (50. – Knorr), 19:33 (56. – Wiencek), 23:35 (EST).

Beste Torschützen: Varik 4, Toom 4 – Kühn 9, Gensheimer 4, Pekeler 4, Wiencek 4, Schiller 4

Wurfeffizienz: 48:76 Prozent

Torhüter: 6:13 Paraden (15:36 Prozent)

Gegenstoß-Tore: 4:7

Technische Fehler: 10:10

Strafminuten: 10:0.

Zuschauer: 0 in Kalevi Spordihall Tallinn

Schiedsrichter: Tomas Barysas und Povilas Petrusis (LTU)

Das DHB-Aufgebot:

Tor: Johannes Bitter (TVB Stuttgart), Till Klimpke (HSG Wetzlar)

Feld: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), Marcel Schiller (Frisch Auf Göppingen), Tobias Reichmann (MT Melsungen), Timo Kastening (MT Melsungen), Hendrik Pekeler (THW Kiel), Patrick Wiencek (THW Kiel), Juri Knorr (TSV GWD Minden), Marian Michalczik (Füchse Berlin), Julius Kühn (MT Melsungen), Sebastian Heymann (Frisch Auf Göppingen), Kai Häfner (MT Melsungen), Franz Semper (SG Flensburg-Handewitt), Finn Lemke (MT Melsungen), Paul Drux (Füchse Berlin)

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