Handball WM 2017 Deutschland: Wolfgang Sommerfeld „Extrem wichtig, uns weiter zu steigern“

Michael Biegler, Wolfgang Sommerfeld - Handball WM 2017 Deutschland - DHB-Pressekonferenz am 7. Dezember 2017 in Leipzig - Foto: SPORT4FINAL
Michael Biegler, Wolfgang Sommerfeld – Handball WM 2017 Deutschland – DHB-Pressekonferenz am 7. Dezember 2017 in Leipzig – Foto: SPORT4FINAL

Handball WM 2017 Deutschland: Vor dem letzten Vorrunden-Match der deutschen Ladies-Nationalmannschaft gegen Vize-Weltmeister Niederlande sprach SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp mit dem DHB-Sportdirektor Wolfgang Sommerfeld.

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08.12.2017 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball WM 2017 Deutschland:

Gruppen-Erster nach vier Spielen – ein Zwischen-Fazit bitte:

Wolfgang Sommerfeld: „Wir verfolgen den roten Faden mit klaren Zielen. Es stimmt noch nicht alles. Wir haben gegen China das erste Mal mit der kompletten Mannschaft gespielt. Wir waren zuvor immer gezwungen, Notlösungen zu finden. Jetzt geht es vor allem darum, den Angriff zu festigen. Da ist noch mehr Sand im Getriebe. Die Abwehr steht mittlerweile sehr stabil. Da haben wir jetzt genügend Alternativen.“

Prunkstück Abwehr und „Sorgenkind“ Angriff. Haben wir im Angriff noch Sorgen?

Wolfgang Sommerfeld: „Sorgen haben wir keine. Das ist ein ganz normaler Prozess, wenn Spielerinnen noch nie in solchen Konstellationen zusammen gespielt haben. Dann sind Laufwege noch nicht genau oder können noch nicht umgesetzt werden. Dazu kamen in zwei Partien außergewöhnliche Abwehr-Systeme, die so in der Bundesliga nicht gespielt werden. Wir haben Optimierungsbedarf, aber Sorgen machen wir uns da nicht.“

Steuerung des Positions-Angriffs durch Anna Loerper und Kerstin Wohlbold als eher vom Typ gleichartige Spielerinnen – gibt es da auch noch Optimierungsbedarf?

Wolfgang Sommerfeld: „Von ihnen geht die Initiative natürlich aus. Aber sie müssen sich auch auf die Bewegungen der Anderen einstellen. Sie müssen auch wieder das Gefühl bekommen, wann brauchen sie den Pass, wie muss er gespielt werden. Das wird sich genauso entwickeln. Wir haben ja eine aufsteigende Tendenz. Deshalb ist das Spiel gegen die Niederlande auch sehr wichtig, weil wir uns für die K.-O.-Phase festigen. Da sind wir sehr optimistisch, dass die Mannschaft das erreichen wird. Egal ob wir nun Dänemark oder Montenegro mit defensiveren Abwehrformationen oder Japan mit einer sehr ungewöhnlichen Deckung im Achtelfinale bekommen: Um weiter zu kommen, müssen wir jeden schlagen.“

Mir scheint, dass die Niederlande noch nicht in der besten Form des letzten EM-Jahres ist?

Wolfgang Sommerfeld: „Das mag wohl sein. Die Niederlande sind auch bekannt als Turniermannschaft, dass sie sich von Spiel zu Spiel steigern. Gestern hatten sie auch zum Schluss etwas Glück mit ein, zwei Schiedsrichter-Entscheidungen, die Holland nicht gerade benachteiligt hat. So kamen sie zum Unentschieden. Jetzt ist es aber für uns extrem wichtig, uns weiter zu steigern und dann müssen wir schauen.“

Welche Teams kristallisieren sich am Ende der Vorrunde neben Norwegen als Top-Favoriten heraus?

Wolfgang Sommerfeld: „Frankreich beginnt auch besser zu spielen. Schweden hat sich auch wieder gefangen. Aber auch Serbien spielt sehr stabil. Norwegen ist für mich komplett heraus gehoben. Sie spielen im Moment in einer Souveränität, die ist schon aller Ehren wert. Die Russinnen sind stark auch durch ihre Körperlichkeit. Und dann würde ich fünf, sechs Mannschaften in einem Topf sehen, die Möglichkeiten haben, um Medaillen zu spielen. Zu denen wir auch gehören. Wir haben nach wie vor das WM-Halbfinale, also die Vierer-Runde in Hamburg, im Fokus. Davon haben wir auch keinen Grund abzuweichen. Der Bundestrainer sagte ja, wenn unsere Mannschaft das spielt, wozu sie imstande ist, dann kann sie gegen jede Mannschaft eine gute Rolle spielen.“

Vielen Dank und viel Erfolg weiterhin.

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