DHB: Holger Glandorf tritt aus Nationalmannschaft zurück


01.09.2014 – PM DHB:

DHB: Nach 167 Länderspielen mit 576 Toren beendet Holger Glandorf seine Karriere in der deutschen Handball-Nationalmannschaft. Der 31-jährige Linkshänder war 2007 Weltmeister und gewann im Juni mit der SG Flensburg-Handewitt die Champions League. Der neue Bundestrainer Dagur Sigurdsson, der am Wochenende noch ausführlich mit Holger Glandorf gesprochen hatte, wird am morgigen Dienstag das Aufgebot für den ersten Lehrgang unter seiner Regie und die Länderspiele gegen die Schweiz am 20. und 21. September in Göppingen und Ulm/Neu-Ulm bekanntgeben.

„Sportlich bedauere ich Holgers Entschluss sehr. In den Spielen für Deutschland hat er immer alles gegeben”, sagte Bob Hanning, DHB-Vizepräsident Leistungssport. „Es ist schade, dass Holger seine Karriere in der Nationalmannschaft beendet, denn er ist ein hervorragender Handballer und untadeliger Sportsmann. Wir müssen seinen Entschluss respektieren”, erklärte DHB-Präsident Bernhard Bauer.

Deutsche Handball-Nationalmannschaft der Männer - Hinten von links: Teamkoordinator Tom Schneider, Uwe Gensheimer, Stefan Kneer, Michael Haaß, Oliver Roggisch, Hendrik Pekeler, Patrick Wiencek, Holger Glandorf, Physiotherapeut Dennis Finke. - Mitte: Sportpsychologe Markus Flemming, Torwarttrainer Henning Fritz, Athletiktrainer Martin Zawieja, Steffen Weinhold, Steffen Fäth, Michael Kraus, Fabian Wiede, Physiotherapeut Sven Raab, Mannschaftsarzt Prof. Dr. Kurt Steuer, Bundestrainer Martin Heuberger, Co-Trainer Jan Gorr. - Vorn: Tim Kneule, Patrick Groetzki, Silvio Heinevetter, Carsten Lichtlein, Johannes Bitter, Dominik Klein, Tobias Reichmann. - Foto: DHB / Sascha Klahn
Deutsche Handball-Nationalmannschaft der Männer – Hinten von links: Teamkoordinator Tom Schneider, Uwe Gensheimer, Stefan Kneer, Michael Haaß, Oliver Roggisch, Hendrik Pekeler, Patrick Wiencek, Holger Glandorf, Physiotherapeut Dennis Finke. – Mitte: Sportpsychologe Markus Flemming, Torwarttrainer Henning Fritz, Athletiktrainer Martin Zawieja, Steffen Weinhold, Steffen Fäth, Michael Kraus, Fabian Wiede, Physiotherapeut Sven Raab, Mannschaftsarzt Prof. Dr. Kurt Steuer, Bundestrainer Martin Heuberger, Co-Trainer Jan Gorr. – Vorn: Tim Kneule, Patrick Groetzki, Silvio Heinevetter, Carsten Lichtlein, Johannes Bitter, Dominik Klein, Tobias Reichmann. – Foto: DHB / Sascha Klahn

Holger Glandorf äußerte sich in einer persönlichen Mitteilung umfangreich zu seinem Rücktritt: „Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, sie ist über mehrere Monate gereift. Es ist für mich Zeit, auf die Signale meines Körpers zu hören und meine Karriere in der Nationalmannschaft zu beenden. Für meinen Klub möchte ich auch in den nächsten Jahren gesund zur Verfügung stehen, dafür sind längere Regenerationspausen nötig, die die aktuelle Doppelbelastung nicht zulässt. Die letzten elf Jahre war ich gleichzeitig froh und stolz, das Trikot mit dem Bundesadler tragen zu dürfen. Jetzt sollen jüngere Spieler die Chance auf internationale Wettbewerbe, Qualifikationen und Titel bekommen.”

Mit Sigurdsson habe er ein „langes und gutes Gespräch” geführt. „Seine Ideen und Ansätze haben mich genauso begeistert, wie sie auch meine langjährigen Mitspieler und meine Nachfolger begeistern werden”, erklärte Glandorf. „Ich möchte mich bei allen Fans, Funktionären und meinen ehemaligen Mannschaftskollegen für die unvergesslichen Jahre bedanken und freue mich auf ein Wiedersehen in den Hallen der Bundesliga, in der stärksten und besten Liga der Welt.”

Der gebürtige Osnabrücker debütierte am 4. Januar 2003 in Stuttgart gegen Ungarn. In den vergangenen Jahren musste Holger Glandorf wiederholt wegen Verletzungen pausieren oder die Belastung reduzieren.


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