Handball Deutschland: DHB-Männer zielen auf Medaillen und Olympiasieg 2020 – Frauen stabil WM- und EM-Viertelfinale


Handball EM 2016 Halbfinale: Deutschland nach Psycho-Thriller sensationell im Finale - Foto: ZPRP / EHF
Handball EM 2016 Halbfinale: Deutschland nach Psycho-Thriller gegen Norwegen sensationell im Finale – Foto: ZPRP / EHF

„HANDBALLDEUTSCHLAND – WIR GEWINNEN ZUSAMMEN“: Diese Vision trägt den Umgestaltungsplan des Deutschen Handballbundes, den DHB-Präsident Andreas Michelmann in Leipzig dem Bundesrat vorgestellt hat.

„Wir haben damit die Vereinbarung mit den Landesverbänden eingehalten und setzen den 2013 begonnenen Weg konsequent fort“, sagte Michelmann. Der Bundesrat, das höchste Gremium des Deutschen Handballbundes zwischen den Bundestagen, kam in Leipzig zusammen.

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22.05.2016 – PM DHB / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Der vom Präsidium gemeinsam erarbeitete Umgestaltungsplan ist eine Fortschreibung und Konkretisierung des vor drei Jahren beschlossenen Arbeitsprogramms „Perspektive 2020 – dem deutschen Handball eine Zukunft geben“. Das nun vorliegende Papier war bereits Ende November beim Bundesrat in Hamburg mit einem Grundsatzbeschluss und konkretem Zeitplan auf den Weg gebracht worden. Wirksam werden soll der Umgestaltungsplan mit den erforderlichen Beschlüssen und Satzungsänderungen beim Ordentlichen Bundestag im Herbst 2017. Michelmann: „Wir werden in den nächsten Wochen in den weiteren Austausch mit den Landesverbänden gehen und unsere gemeinsame Arbeit für Handballdeutschland voranbringen. Dabei geht es um die Zukunft der nächsten Handballgenerationen und damit unseres Sports. Diese dürfen wir gestalten, aber zugleich haben wir auch eine große Verantwortung.“

Über die Vision HANDBALLDEUTSCHLAND – WIR GEWINNEN ZUSAMMEN hat das DHB-Präsidium fünf große Aufgabenfelder definiert. Diese sind:

  • sportlicher Erfolg der Nationalmannschaften
  • starke Ligen
  • Mitgliederentwicklung
  • Professionalisierung und wirtschaftlicher Erfolg
  • hohe Identifikation unter dem Motto „Wir alle sind DHB“

 

Aus diesen Aufgabenfeldern folgen Ziele, Verantwortlichkeiten und konkrete Arbeitsaufträge.

Unter sportlichem Erfolg der Nationalmannschaften versteht der DHB das Ziel, mit der Nationalmannschaft der Männer bei Welt- und Europameisterschaften um die Medaillen zu spielen und 2020 den Olympiasieg zu erringen. Mit der Frauen-Nationalmannschaft will sich der DHB dauerhaft unter den besten Acht platzieren und bei der Heim-WM 2017 das Halbfinale erreichen. Außerdem will der DHB für den Fall, dass der Beachhandball olympisch wird, bei den Olympischen Spielen 2024 vier Medaillen gewinnen. Voraussetzung dafür ist eine hervorragende Nachwuchsarbeit mit der Zielsetzung, pro Jahr 15 Nachwuchsspieler und -Spielerinnen in den Bundesligen und zwei davon in den Nationalmannschaften zu etablieren. Diese Ziele zu erreichen, ist das Kerngeschäft des Dachverbandes.

Für die Organisation des leistungssportbezogenen Ligaspielbetriebs sollen indes die Ligaverbände verantwortlich zeichnen. Eines der wichtigsten Themen im deutschen Handball ist die Mitgliederentwicklung. Dabei geht es vor allem darum, Kinder und Jugendliche an den Handball heranzuführen. Mit den Grundschulaktionstagen und dem AOK Star-Training sind bereits einige erfolgreiche Instrumente vorhanden. Insgesamt ist die Mitgliederentwicklung das Kerngeschäft der Landesverbände und der Vereine vor Ort.

Teil des Umgestaltungsplans ist auch die Fortentwicklung des 2013 beschrittenen Weges, die Aufgaben für Bundestag/Bundesrat, Präsidium und Generalsekretariat klar zuzuordnen. „Der Deutsche Handballbund ist sich bewusst, dass er in dem Spannungsbogen zwischen Konzentration auf das sogenannte Kerngeschäft und der Verantwortung für die gesamte Entwicklung im deutschen Handball handeln muss“, sagt DHB-Präsident Andreas Michelmann und sieht der jetzt folgenden Diskussion mit den Landes- und Ligaverbänden freudig entgegen.

Nachdem der Bundesrat den Umgestaltungsplan zur Kenntnis genommen hatte, beschlossen die Delegierten weitere Arbeiten an einem Compliance-Reglement. Unter Einbindung des Vizepräsidenten Organisation Rolf Reincke und des HBF-Vorsitzenden Berndt Dugall sowie den Landesverbandspräsidenten Lutz Rohmer (Mittelrhein), Thomas Ludewig (Berlin) und Steffen Müller (Sachsen-Anhalt) wird bis zum 31. Juli eine endgültige Version der Compliance-Regeln erarbeitet. Diese wird dem Bundesrat im November zur Verabschiedung und damit verbindlichen Einführung in den Untergliederungen des DHB vorgelegt. Im Anschluss werden die sich aus der Anwendung der Compliance-Regeln notwendig werdenden Satzungsänderungen zur Beschlussfassung auf dem Ordentlichen Bundestag 2017 vorbereitet.


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