Handball EM 2020: Deutschland bezwang Rumänien verdient

Handball EM 2020 Frauen EHF EURO - DHB Deutschland - Foto: Sascha Klahn/DHB
Handball EM 2020 Frauen EHF EURO – DHB Deutschland – Foto: Sascha Klahn/DHB

Handball EM 2020 Frauen EHF EURO Dänemark, Vorrunde, Gruppe D, 1. Spieltag, Kolding: 

Deutschland bezwang in einem fehlerbehafteten Auftakt-Match bei der Handball Europameisterschaft Rumänien verdient mit 22:19 (13:10) Toren.

Zur „Woman of the Match“ avancierte Rumäniens Torhüterin Julia Dumanska mit einer Weltklasse-Leistung von 43 Prozent (15 Paraden, darunter 4 Siebenmeter).

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03.12.2020 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball EM 2020 Frauen EHF EURO Dänemark: Deutschland diktierte die erste Halbzeit gegen Rumänien. Bis zum 8:2 (13.) lief der „deutsche Motor“ wie geschmiert und Rumänien war eigentlich nicht auf der Platte.

Danach stellte das rumänische Trainergespann auf eine offensive Deckung um und das DHB-Team bekam im Positionsangriff Probleme. Deutschland konnte aber den knappen 2- bis 3-Tore-Vorsprung in die Pause transportieren. Auf rumänischer Seite war Neagu mit einem Tor bei 8 Versuchen nicht im Match. Wenn die deutsche Mannschaft schnell im Passspiel oder im Gegenstoß agierte, hatte das Team Vorteile gegenüber Rumänien. Beide Mannschaften vergaben jeweils zwei Strafwürfe und haben genug Steigerungspotential bei insgesamt 15 technischen Fehlern in dieser Halbzeit.

In der zweiten Halbzeit leistete sich Deutschland bis zum 16:16 eine Schwächephase. Rumäniens Torhüterin und „Woman of the Match“ Julia Dumanska manifestierte sich in den Köpfen der deutschen Spielerinnen. Da das rumänische Team aber im Angriff sehr fehlerhaft agierte und im Abwehrbereich zu viele Strafzeiten bekam, konnte das DHB-Team wieder den Spielfaden finden (Alina Grijseels) und mit einer starken Julia Maidhof auf die Siegerstraße einbiegen. Die französischen Schiedsrichterinnen entschieden in der Crunchtime mehr 50/50-Prozent-Pfiffe für Deutschland. Trotzdem blieb es beim verdienten deutschen Erfolg in einem, auf beiden Seiten fehlerbehafteten Match.

Stimmen:

Alina Grijseels: „Auf jeden Fall müssen wir die Effizienz unseres Angriffs verbessern, da wir fünf, sechs klare Chancen verpasst haben. Aber unsere Verteidigung funktioniert gut und wir haben fast perfekt angefangen.“

Julia Dumanska: „Sie haben weniger Fehler gemacht als wir, deshalb haben sie gewonnen. Der Unterschied war nicht groß. Wir müssen unsere Fehler im zweiten Spiel korrigieren. Wir werden auch in den nächsten Spielen kämpfen.“

Dinah Eckerle: „Wir sind sehr glücklich über die beiden Punkte. Wir spielten sehr aggressiv. Wir haben uns nach der Pause ein bisschen aus dem Konzept bringen lassen. Deshalb wurde es sehr eng. Am Ende konnten wir zulegen. Wir haben ein hartes Spiel erwartet und endlich das bekommen, was wir erwartet haben. Wir können uns sehr verbessern, vor allem, wenn wir uns stärker auf unseren Angriff konzentrieren. Unsere Abwehr war mit nur 19 Gegentoren recht gut, aber wir können mehr Tore erzielen. Aber wir freuen uns über diesen guten Start in das Turnier.“

Alexander Koke: „Alle Spielerinnen sind für uns wichtig. Wir verfügen über verschiedene Fähigkeiten und Möglichkeiten. Das Potential ist vorhanden. Wir müssen uns steigern. Der Start-Sieg gibt uns Selbstvertrauen. Meine Emotionalität muss ich auch noch ein bisschen drosseln. Mit jeder Minute finden wir uns mehr. Wir haben gegen Neagu eine versetzte 5:1-Deckung nach der Pause gespielt.“

Statistik:

Handball EM 2020 Frauen EHF EURO Dänemark, Vorrunde, Gruppe D, 1. Spieltag, Kolding, 18:00 Uhr

Rumänien vs. Deutschland 19:22 (10:13)

Spielfilm: 0:1 (2. – Bölk), 0:2 (5. – Berger), Neagu 7m vorbei (6.), 0:3 (6.), 0:4 (7. – Lauenroth TGS), 1:4 (7.), 1:5 (8. – Maidhof), 1:6 (9. – Bölk), Auszeit Rumänien (9.), 1:7 (11. – Naidzinavicius 7m), 2:7 (11.), 2:8 (13. – Lauenroth), 3:8 (13.), 4:8 (15.), 5:8 (15. – Neagu), Auszeit Deutschland (15.), Naidzinavicius 7m vorbei (16.), 6:8 (18.), 6:9 (19. – Naidzinavicius), 7:9 (20.), 7:10 (21. – Bölk), 8:10 (22.), 8:11 (23. – Smits), 9:11 (25 – TGS), 9:12 (26. – Lauenroth TGS ÜbZ), Buceschi 7m vorbei (29.), 10:12 (30. – Laslo ÜbZ), 10:13 (30. – Naidzinavicius), 10:13 (HZ) –  10:14 (31. – Minevskaja 7m ÜbZ), 11:14 (32. – UnZ), 12:14 (33.), 13:14 (34. – Neagu), 14:14 (36.), 14:15 (37. – Berger), 15:15 (37. – Neagu 7m ÜbZ), Auszeit Deutschland (39.), 15:16 (40. – Maidhof), 15:17 (42. – Maidhof), 16:17 (43.), Minevskaja 7m an TH gescheitert (44.), Maidhof scheitert an TH beim 7m (45.), 16:18 (45. – Maidhof 2ÜbZ), 16:19 (46. – Zapf ÜbZ), Auszeit Rumänien (49.), 16:20 (51. – Bölk), 17:20 (53.), 18:20 (54. – Neagu 7m), 18:21 (57. – Maidhof), 19:21 (57.), Auszeit Deutschland (59.), 19:22 (59. – Zapf ÜbZ), 19:22 (EST)

Women of the Match: Julia Dumanska (SPORT4FINAL) und Emily Bölk (EHF)

Beste Torschützinnen: Neagu 4/14, Buceschi 3/8, Laslo3/4 – Naidzinavicius 4/6, Bölk 4/9, Maidhof 4/7

Wurfeffizienz: 44:47 Prozent (HZ 1: 37:46 Prozent)

Torhüterinnen: 15:8 Paraden (43:32 Prozent) (HZ 1: 6:5 Paraden – 33:33 Prozent).

Gegenstoß-Tore: 1:2  (HZ 1: 1:2)

Technische Fehler: 15:13  (HZ 1: 7:8)

Strafminuten: 12:4  (HZ 1: 4:2)

Zuschauer: 10 in Sydbank Arena Kolding

Schiedsrichter: Julie und Charlotte Bonaventura (Frankreich)

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