Handball EM 2020 Frauen: Deutschland in Hauptrunde

Handball EM 2020 Frauen EHF EURO - DHB Deutschland - Foto: Sascha Klahn/DHB
Handball EM 2020 Frauen EHF EURO – DHB Deutschland – Foto: Sascha Klahn/DHB

Handball EM 2020 Frauen EHF EURO Dänemark, Vorrunde, Gruppe D, 3. Spieltag, Kolding: 

Deutschland zog durch ein qualitätsarmes 21:21 (9:8) Remis gegen Polen in die Hauptrunde der Handball Europameisterschaft ein.

Das DHB-Team nimmt zwei Punkte vom Sieg über Rumänien in die nächste Runde mit. Desweiteren ist Norwegen bereits in die Hauptrunde eingezogen. Für Polen ist das Turnier beendet.

Woman of the Match: Luisa Schulze (Deutschland)

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07.12.2020 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball EM 2020 Frauen EHF EURO Dänemark, Handball Europameisterschaft, Vorrunde:

In einer sehr niveauarmen ersten Halbzeit ging Deutschland gegen Polen mit einer knappen Führung in die Pause. Das Team von Bundestrainer Henk Groener kam sehr schwer in die Begegnung und lag bereits 2:6 nach 11 Minuten in Rückstand. Polen ließ im weiteren Verlauf stark nach, weil auch die deutsche Deckung sich etwas steigerte. Der DHB-Angriff war insgesamt wiederum von der Effizienz katastrophal (Bölk 1/4).

Die beste Leistung, damit hauptverantwortlich für die Pausen-Führung, zeigte Dinah Eckerle im Tor (9 Paraden incl. 1 Siebenmeter und 53 Prozent.) Ein explodierender Leistungssprung nach der Blamage gegen Norwegen war vom deutschen Team nicht ersichtlich. Zumindest aber stimmt das Halbzeit-Ergebnis.  

In der zweiten Halbzeit ging der zähflüssige Spielverlauf weiter. Beide Teams gingen in Führung und gaben diese wieder ab. Beim 21:19 durch Zapf in der 58. Minute schien Deutschland auf der Siegerstraße zu sein. Am Ende reichte das Remis für die Hauptrunde. Das DHB-Team zeigte in der Abwehr gute Ansätze (mehr aber auch nicht !) und Polen hatte spielerische Probleme im Angriff. Insgesamt war für Deutschland mehr als das Unentschieden drin.   

Stimmen:

Julia Behnke: „Es war sehr hart. Wir sind sehr glücklich. Wir spielten eine sehr gute Defense.“

Luisa Schulze: „Wir hatten es nicht geschafft, eine gute Abwehr zu stellen. Dann wurde es besser und wir haben uns Schritt für Schritt heran gekämpft. In der zweiten Halbzeit hatten wir wieder eine schwache Phase, die uns den Sieg gekostet hat. Wir wissen, dass wir noch nicht dort sind, wo wir hin wollen.“

Marlene Zapf: „Die Abwehr war phasenweise ganz gut. Im Angriff haben wir Luft nach oben. Viele technische Fehler werden durch den Gegner bestraft.“

Veronica Gawlik: „Es war ein sehr hartes kämpferisches Match. Wir hatten die Chancen zum Sieg. Dieses letzte Spiel war sehr gut für unser Team. Es war unser bestes Spiel. Die Konzentration in der zweiten Halbzeit ließ etwas nach.“

Henk Groener: „Ich bin mit dem Punkt zufrieden und dass wir die Hauptrunde erreicht haben. Es war ein hartes Spiel für uns. Wir haben unseren Rhythmus nicht gefunden, besonders in der Verteidigung. Wir hatten große Probleme. Im Angriff haben wir nur neun Tore vor der Pause erzielt. Wir hatten nicht den Mut im Angriff, wir brauchen mehr schnelle Tore, Das sind also Dinge, die korrigiert werden müssen.“

Arne Senstad: „Ich kann nichts anderes sagen, dass ich stolz auf meine Mädchen bin. Wir haben alles getan, worüber wir aus taktischer Sicht gesprochen haben. Wir haben eine einflussreiche Spielerin verloren, Marta Gęga, die sich vor dem Spiel verletzt hat. Sie hat ein wenig Verteidigung gespielt, aber wir mussten noch einige Dinge ändern. Wir wurden in der zweiten Hälfte etwas müde, wir mussten einige Dinge ändern, aber unsere erste Hälfte war mehr, als irgendjemand von uns erwartet hätte.“

Statistik:

Handball EM 2020 Frauen EHF EURO Dänemark, Vorrunde, Gruppe D, 3. Spieltag, Kolding, 18:15 Uhr

Deutschland vs. Polen 21:21 (9:8)

Spielfilm:  

0:1 (1. – Labuda TGS), 0:2 (4.), 0:3 (6. – Nosek), Eckerle parierte 7m von Rosiak (6.), 1:3 (6:30 – Maidhof UnZ), 1:4 (7. – Nosek ÜbZ), 2:4 (8. – Maidhof), 2:5 (9. – ÜbZ), 2:6 (11. – Gega 7m), Auszeit Deutschland (11.), 3:6 (14. – Bölk), Auszeit Polen (15.), 4:6 (16. – Maidhof TGS), 5:6 (18. – Minevskaja 7m ÜbZ), 5:7 (19. – Kochaniak), 6:7 (23 – Schulze UnZ), 6:8 (23 . – Kochaniak ÜbZ), 7:8 (25. – Grijseels), 8:8 (28. – Schulze 2ÜbZ), 9:8 (30. – Lauenroth TGS), 9:8 (HZ)  –  10:8 (32. – Schulze), 10:9 (33. – Rosiak), 10:10 (34. – Nosek), 11:10 (34. – Zapf), 11:11 (35. – Rosiak), 12:11 (35. – Minevskaja 7m Nachwurf nach Latte), 12:12 (36. – Gega 7m), 13:12 (37. – Smits), 13:13 (37. – Kochaniak), 13:14 (38.), 13:15 (40.), 14:15 (41. – Zapf TGS), 15:15 (42. – Grijseels), Auszeit Polen (42.), 16:15 (46. – Zapf), Minevskaja scheiterte mit 7m an TH (48.), 16:16 (50 . – Grzyb TGS), 16:17 (51.), 17:17 (52. – Lauenroth), 18:17 (53. – Grijseels), Auszeit Polen (54.), 18:18 (54. – Drabik), 19:18 (55. – Lott), 20:18 (56. – Smits TGS), 20:19 (58. – Gega 7m), 21:19 (58. – Zapf), 21:20 (59. – Drabik), 21:21 (60.), Auszeit Deutschland (59:47), 21:21 (EST)

Woman of the Match: Luisa Schulze (Deutschland)

Beste Torschützinnen: Zapf 4/5, Grijseels 3/6, Maidhof 3/5, Schulze 3/3, Bölk 1/5 – Rosiak 4/9, Gega 3/3, Kochaniak 3/4

Wurfeffizienz: 47:57 Prozent (1. HZ: 43:42 Prozent)

Torhüterinnen: 11:11 Paraden (34:34 Prozent) (1. HZ: 9:4 Paraden – 53:31 Prozent).

Gegenstoß-Tore: 4:2  (1. HZ: 2:1)

Technische Fehler: 9:12  (1. HZ: 4:5)

Strafminuten: 12:6  (1. HZ: 10:6)

Zuschauer: 0 in Sydbank Arena Kolding

Schiedsrichter: Viktorija Alpaidze und Tatyana Berezkina (Russland)

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