Kommentar: DHB Handball – WM-Playoffs gegen Polen: Gefährlich-gute Ausgangsposition – Lanze für Martin Heuberger

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09.06.2014 – SPORT4Final:

SPORT4Final-Kommentar: DHB Handball-Männer – WM-Playoff-Spiele gegen den EM-Sechsten Polen

1. Der DHB, seine Verantwortlichen, die Spieler und Bundestrainer Martin Heuberger haben sich für das „Finale“ um die Teilnahme an der Handball-Weltmeisterschaft 2015 in Katar qualifiziert. Nach der 24:25-Niederlage in Gdansk (Danzig) steht nun das entscheidende „Final“-Rückspiel am 14. Juni in Magdeburg an.

DHB: Pressegespräch am 14. Mai 2014 in Magdeburg - (v.l.) Die Bundestrainer Heine Jensen und Martin Heuberger - Foto: SPORT4Final
DHB: Pressegespräch am 14. Mai 2014 in Magdeburg – (v.l.) Die Bundestrainer Heine Jensen und Martin Heuberger – Foto: SPORT4Final

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2. SPORT4Final möchte unbedingt eine Lanze für Martin Heuberger und seine gute Arbeit in den letzten drei Jahren brechen. Denn Heiner Brands „Testamentsvollstrecker“ namens Martin Heuberger ging als Brand-Nachfolger mit einem 10. Platz bei der Europameisterschaft 2010 sowie Platz 11 bei der Weltmeisterschaft 2011 ins Rennen. Während die großen Agenturen und Verlagshäuser mit den überregionalen Zeitungen ständig „seine“ Misserfolge mit den gescheiterten Qualifikationen für Olympia 2012 in London und die Handball-EM 2014 in Dänemark kritisch hervorheben, möchte SPORT4Final die gute fünfte WM-Platzierung der deutschen Männer 2013 in Spanien in den Fokus der Gesamtbeurteilung der Leistung des Bundestrainers rücken.

3. BLICK-Zurück: Spaniens Weltmeister-Trainer Valero Rivera sagte nach dem schwer erkämpften 28:24-Viertelfinal-Sieg über Deutschland (führte 14:12 zur Halbzeit; Unentschieden nach 50 Minuten !) in der Pressekonferenz: „Die Fortschritte, die das deutsche Team macht, sind bemerkenswert.“ Auch wenn dies „Schnee von gestern“ ist, ähneln sich die Ausgangsbedingungen: Deutschland im WM-Halbfinale 2013 und alles wäre anders, besser gekommen?! Deutschland nun wieder am Scheide- oder Schicksalsweg. Ein Sieg über Polen im WM-Playoff-Rückspiel würde die Fortschritte der Männer-Nationalmannschaft unter Führung Martin Heubergers in den letzten Monaten eindrucksvoll bestätigen. Und seine Weiterbeschäftigung beim DHB als Bundestrainer garantieren?!

4. Trotzdem sollten die Fan- und DHB-Verantwortlichen-Augen nicht den Blick für die Realitäten verlieren. Im Handball kann eine Ein-Tore-Niederlage schnell korrigiert werden. Die Flensburger Glandorf und Weinhold als „Champions-League-Antreiber“ ihres Vereins bewiesen dies im Kölner Halbfinale gegen den FC Barcelona sowie im Finale gegen den THW Kiel. So gut diese Rückspiel-Hypothek auch ist, sie ist wegen der vermeidbaren Niederlage sehr gefährlich, weil das deutsche Team nun selbst unter höchstem Heim- und dem „Gewinnen-Müssen-Druck“ steht. Es war in Danzig wesentlich mehr drin als diese knappe Niederlage – eine bessere Ausgangsposition allemal!

5. Handball-(Männer)-Deutschland muss aber auch nicht in Trübsal und Pessimismus verfallen. Die deutschen Männer zeigten 45 Minuten eine erstklassige Leistung, mentale Stärke und eine Abwehrleistung, die bereits WM-reif war. Vielleicht findet ja Martin Heuberger gerade im Positionsangriff noch die eine oder andere „taktische Idee“, um die Fehlerquellen zu reduzieren und mit kühlem Regiekopf den Magdeburger Heimsieg mit mindestens zwei Toren abzusichern – vorausgesetzt die Abwehrleistung wird wiederholt und die Chancenverwertung besser. Denn die kommende „Magdeburger Nervenschlacht“ könnte auch durch taktische Raffinessen oder das frenetische Publikum entschieden werden.   

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