Andy Schmid im Rhein-Neckar Löwen Podcast

Andy Schmid - Copyright: Rhein Neckar Löwen
Andy Schmid – Copyright: Rhein Neckar Löwen

Andy Schmid im Rhein-Neckar Löwen Podcast über den aktuell besten deutschen Handballer in der Handball Bundesliga.

31.10.2020 – PM RNL / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Rhein-Neckar Löwen Spielmacher Andy Schmid war bereits zum zweiten Mal zu Gast bei #1team1podcast – der Handball Podcast der Rhein-Neckar Löwen. Eine Auswahl seiner besten Zitate:

Über die desaströse Leistung gegen Leipzig:

Ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals so schlecht gespielt haben, speziell zuhause. Da hat von A bis Z wirklich nichts funktioniert. Das war ein Totalausfall. Wir haben uns die Bälle zugeworfen, wie man es nicht einmal in einem schlechten Juniorenspiel sieht.

Zu der Atmosphäre bei Geisterspielen:

Es ist ein anderes Handball-Spiel, ein anderes Heimspiel. Das verändert das komplette Spiel. Da messen sich zwei Mannschaften in einer leeren Halle und da gewinnt meistens der, der die bessere Tagesform hat. Das Entscheidende ist, die Situation so anzunehmen, auch wenn das verdammt schwierig ist. Ich glaube, dass am Ende die Mannschaft die meisten Punkte sammeln wird, die am besten mit der Situation umgeht.

Über Platz eins in der Bundesliga-Tabelle nach fünf Spieltagen:

Klar ist es schön, wenn du gleich oben dabei bist. Das nimmt auch ein bisschen Druck für die kommenden Spiele. Es ist manchmal besser, aus solch einer Position zu kommen und zu denken: Okay, jetzt holen wir die nächsten beiden Punkte, anstatt zu denken, dass wir jetzt keine weiteren Minuspunkte mehr kassieren dürfen. Aber klar ist auch, dass wir einen guten Spielplan hatten mit drei Heimspielen. Die Mannschaften sind insgesamt sehr ausgeglichen, was durch die Situation ohne Zuschauer noch verstärkt wird. An einem guten Tag kannst du jeden schlagen, an einem mittelmäßigen Tag bekommst du aber auch gegen jeden Gegner Probleme.

Über den besten Spieler, mit dem er bisher zusammengespielt hat:

Das war bzw. ist Kim Ekdahl Du Rietz. Das Problem ist: Kim wusste gar nicht, wie gut er eigentlich sein konnte. Wenn er nicht so intelligent wäre, wäre er wohl der beste Handballer der Welt geworden. Sein Problem war, dass er so viele andere Sachen in seinem Kopf hatte und ein so intelligenter Mensch ist. Er hat gut gedeckt, er hatte ein gutes Eins-gegen-eins, gute Qualität im Werfen, einen guten Körper. Er hat unheimliche Fortschritte gemacht, sich in der Zeit bei uns brutal entwickelt. Und er ist ein guter Kerl. Bei ihm hat das Gesamtpaket gepasst.

Zur Frage, wer für ihn der aktuell beste deutsche Handballer ist:

Hendrik Pekeler. Aus ähnlichen Gründen wie bei Kim. Hendrik ist handballerisch sehr intelligent. Ein kompletter Spieler. In der Deckung hat er eine unglaubliche Entwicklung genommen, vorne ist er sehr, sehr clever. Er hört zu, weiß, wo er sich hinzubewegen hat. Der Vergleich beispielsweise zu Uwe Gensheimer ist schwer. Würde ich Hendrik auffordern, einen Dreher wie Uwe zu machen, wäre er drei Monate verletzt draußen. Was ihn so wertvoll macht, sieht man daran, dass sein Wechsel uns schwächer und den THW Kiel stärker gemacht hat. Das war ein guter Move von Kiel.

Über die Frotzeleien mit Uwe Gensheimer zum Thema Sauna:

Ich war, bin und werde der Saunawart bleiben. Dieses Amt werde ich mir nicht nehmen lassen.

Über sein Arbeitswerkzeug:

Ein zu fest aufgepumpter Ball ist ein absoluter Showstopper für mich – wie für die meisten anderen Spieler auch. Die Zeit des Steinewerfens ist vorbei.

Über seine Episode als FC Bayern-Fan:

Da muss ich mich outen. Früher war ich Bayern München Fan. Aus einem Grund: Damals hat Mehmet Scholl dort gespielt. Ich kann mich noch erinnern: Da bin ich mit einem Bild von Mehmet Scholl zum Friseur gegangen und habe gesagt: Ich möchte die gleiche Frisur wie er, mit den hochgestellten Haaren vorne, das war damals total in. Da war ich mit 14, 15, 16 der König für die Mädels auf dem Pausenhof. Die waren alle Mehmet Scholl Fan – und ich hatte dieselbe Frisur.

Über den Handball in Zeiten von Corona:

Ich glaube, der Handballsport hat es gut gemacht. Wir sitzen hier und haben fünf Spieltage hinter uns ohne größere Probleme. Von dem her bin ich froh, dass die Liga den Mut hatte zu spielen. Klar geht der Fußball voran, ohne ihn wären wir nicht da, wo wir jetzt sind. Der Fußball öffnet uns und allen anderen Sportarten Türen. Er hat die Mittel und die Lobby dafür.

Über Löwen-Trainer Martin Schwalb:

Martin ist richtig angekommen, seine Handschrift mittlerweile zu erkennen. Er tut uns extrem gut, und zwar dem ganzen Verein. Er hat eine gute Aura, eine gute Kommunikation. Ich bin großer Fan von Kommunizieren und finde es gut, jedem zu erklären, welche Aufgabe er genau hat. Dann kann man sich auf seine Stärken konzentrieren. Und das macht Martin extrem gut.

Über sein Karriereende mit Vertragsschluss 2022:

Ich glaube schon, dass es dann ein Ende nehmen wird. Davon bin ich auch überzeugt. Ich möchte es nicht bis zum letzten Tag ausreizen. Den perfekten Punkt für den Abschied findet man sowieso nicht. Ich spüre auch, dass ich älter werde. Da muss ich auch an mir arbeiten und wieder eine gewisse Konstanz in meine Leistungen bekommen. Alter legitimiert nicht Spielzeit.

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