Ex-Champions-League-Sieger SC DHfK Leipzig und SC Magdeburg mit Appetit-Remis bei Bundesliga-Generalprobe

16.08.2014 – SPORT4Final:

SC DHfK Leipzig vs. SC Magdeburg  26:26  (12:13)  vor 750 Zuschauern in der Ernst-Grube-Halle.

Es berichtet SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp.

Was für ein Tag für den ostdeutschen Handball der Traditionsmannschaften schlechthin: Wohlgemerkt im letztes Vorbereitungsspiel der neuen Ligasaison trafen zwei Europapokal-/Champions-League-Sieger vergangener Jahre, SC DHfK Leipzig 1966 und der SC Magdeburg 2002, aufeinander. Ein leistungsgerechtes 26:26-Remis stand am Ende auf der Anzeigetafel vor nur 750 Zuschauern – einziger Wermutstropfen des Nachmittags in der Urlaubs- und Ferienzeit! In der übernächsten Saison könnten beide Teams vor wesentlich mehr Zuschauern aufeinander treffen, wenn der SC DHfK Leipzig die „Aufstiegsstory“ in der nun startenden Saison erfolgreich besteht.

Ex-Champions-League-Sieger SC DHfK Leipzig und SC Magdeburg mit Appetit-Remis bei Bundesliga-Generalprobe - Foto: SPORT4Final
Ex-Champions-League-Sieger SC DHfK Leipzig und SC Magdeburg mit Appetit-Remis bei Bundesliga-Generalprobe – Foto: SPORT4Final

Auch wenn der Erstligist laut Bartosz Jurecki „nicht sein wahres Gesicht sowie viele Fehler im Angriff zeigte“, „Hassan“ Michael Haaß gegenüber SPORT4Final von der „notwendigen Steigerung zum Bundesligastart in einer Woche“ überzeugt ist und „Tulpe“ Fabian van Olphen „mit dem Unentschieden unzufrieden“ ist, konnte der Zweitligist aus Leipzig Mut und Bestätigung der guten Saisonvorbereitung vor dem Pokal- und Ligaauftakt gegen den TV Bittenfeld (Mittwoch und Sonnabend kommender Woche) schöpfen.  

Allen voran der neue Torhüter Felix Storbeck, der über 50 Minuten sein herausragendes Potential andeutete, und von der „weiteren Steigerung der eigenen sowie Teamleistung“ sprach. Auch Shooter und DHfK-Regisseur Philipp Weber (7 Tore) bestach mit Leistung und Kampfgeist. Sein letzter Siebenmeter sicherte das Unentschieden nach einer guten Testspiel-Gesamtleistung. Junioren-Doppeleuropameister Max Emanuel (6 Tore) ließ ungeahnte Zuspieler-Qualitäten erkennen. Wenn er auch laut Trainer Christian Prokop „in der Abwehrarbeit noch viel lernen muss“, könnte mit Emanuel in den nächsten fünf Jahren ein Halbrechter als Spielmacher wie einst Olafur Stefansson heranwachsen. Der entwickelte sich übrigens beim SC Magdeburg (1998 bis 2003) unter Trainer Alfred Gislason zum Weltklassehandballer.

Der SC Magdeburg hat nun wieder für die nächsten zwei Jahre mit Geir Sveinsson („Ich kann heute nicht richtig zufrieden sein, weil nach vorn zu viel fehlte“) einen isländischen Trainer, der den Kult-Club zurück ins internationale Geschäft bringen soll. Auch mit den Neuverpflichtungen von Vizewelt- und Vizeeuropameister Yannick Green aus Dänemark sowie Espen Lie Hansen für den Rückraum und Jacob Bagersted auf der Kreismitteposition wächst ein starkes Team zusammen. Nur die Zeitfrage wird vieles entscheiden.

Gleiches gilt auch für die DHfK-Neuzugänge Philipp Pöter und Michael Qvist, die noch weiter ins DHfK-Teamspiel integriert werden müssen. Die Alternativen im Leipziger Positionsangriff sowie die zunehmende Variabilität könnten sich im Verlauf der Spielzeit sehr positiv auf das Tabellenbild auswirken. Gut, dass die DHfK-Verantwortlichen nicht zur Selbstüberschätzung neigen. Deshalb strahlte Coach Christian Prokop Zufriedenheit aus, ohne das Ergebnis über zu bewerten. „Ganz nebensächlich ist es für uns auch nicht. Wir haben heute den Trend der vergangenen Wochen bestätigt.“       

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