Handball Österreich: Sonja Frey im Interview

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Sonja Frey - Handball ÖHB Österreich - Copyright: ÖHB-Pucher
Sonja Frey – Handball ÖHB Österreich – Copyright: ÖHB-Pucher

Handball Österreich: Ende März steht für Österreichs Handball Frauen-Nationalteam in der Qualifikation zur EHF EURO 2020 das Doppel gegen Griechenland an – 26. März in Kozani (GRE) und am 28. März in Bregenz.

Leistungsträgerin Sonja Frey steht im Interview Rede und Antwort zum dänischen Handball, den Zielen in Meisterschaft und EHF Champions League, sowie zu den bevorstehenden Spielen in der Qualifikation zur EHF EURO 2020 gegen Griechenland Ende März.

24.02.2020 – PM ÖHB / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball Österreich: Im Sommer 2019 startete für dich das Abenteuer Dänemark bei Team Esbjerg. Wie fühlst du dich? Was ist dein bisheriger Eindruck?

Sonja Frey: „Es war definitiv der richtige Schritt nach Dänemark zu gehen. Es macht mir viel Spaß hier zu spielen. Die Zusammenarbeit mit dem Trainer und meinen Team-Kolleginnen funktioniert hervorragend. Das merkt man auch auf dem Spielfeld.“

Du hast in deiner Karriere neben Österreich auch bereits in Deutschland und Frankreich gespielt. Was unterscheidet nun den dänischen Handball im Vergleich zu deinen bisherigen Stationen?

Sonja Frey: „Ich denke die Skandinavierinnen sind alle sehr gut ausgebildet. Ich merke, dass ich nicht ganz die selbe Schule hatte. Die Däninnen beherrschen sämtliche Finten und Wurf-Varianten, zeigen das auch stetig im Training. Sie genießen eine andere Ausbildung, auch im Kraftbereich. Es ist alles komplexer und intensiver. Es sind ziemlich gut ausgebildete Spielerinnen, allerdings sehr nach einem gewissen Schema. In Frankreich war das beispielsweise ganz anders. Während in Dänemark strikt nach einem klar definierten Angriff-/Abwehrspiel gespielt wird, wird in Frankreich ein viel freierer, intuitiverer Spielstil gepflegt.“

Wie findest du dich in diesem System zurecht?

Sonja Frey: „Am Anfang war ich geschockt, da alles scheinbar vorgegeben war. Ich komme aus einer anderen Schule, bin es gewohnt, frei zu spielen. Und genau das muss man unserem Trainer enorm zugute halten, dass er uns und mir gewisse Freiheiten lässt. Genau dadurch erzielen wir einen guten Mix in der Mannschaft aus geradlinigem, individuellem und intuitivem Spiel.“

In der dänischen Liga liegt Team Esbjerg klar auf Platz 1. Was sind die Ziele in Meisterschaft und Champions League in dieser Saison?

Sonja Frey: „Erstes Ziel ist, die Hauptrunde auf Platz 1 abzuschließen. Dann haben wir einen Champions League-Startplatz in der Tasche. Danach geht es in der Liga ins Playoff. Da kann alles passieren. Wenn sich Spielerinnen verletzen oder erkranken, kann es ganz schwer werden. Ein Playoff spiegelt meiner ganz persönlichen Meinung nach die Saison nicht wieder. Da kann auch ein Team, das in der Hauptrunde nicht gut gespielt hat, noch Meister werden. Alles beginnt bei Null. Für uns ist jetzt vorerst wichtig die Hauptrunde auf Platz 1 zu beenden. Die Hinrunde ist sehr gut verlaufen, zuletzt haben wir zweimal Unentschieden gespielt und zweimal verloren. Das ist auch ein wenig den vielen Spielen die wir hatten geschuldet. Solche Tiefs gehören dazu.“

Auch in der Champions League läuft es bislang für euch gut. Wie weit kann es gehen?

Sonja Frey: „Wir wussten vor der Saison eigentlich nicht wirklich wo wir international stehen gegenüber den Topteams. Es war schwer abzuschätzen wie es für uns laufen wird. Wir versuchen jedes Spiel so zu nehmen wie es kommt und das Beste herauszuholen. Natürlich wollen wir so weit wie möglich kommen, aber man muss immer von Spiel zu Spiel schauen. Man hat nie einen Polster, jedes Spiel beginnt bei 0:0. Wir schauen nicht groß auf die Gruppe, wollen einfach so viele Punkte wie möglich holen. Wenn wir dann am Ende weiterkommen, ist das Super, wenn nicht, haben wir unser Bestes gegeben.“

Nach dem 31:31 in der Champions League bei Metz Handball standest du zur Wahl als beste Rückraumspielerin der Runde. Wie zufrieden bist du generell mit deiner eigenen Leistung in Liga und Champions League?

Sonja Frey: „Ich bin hier in einer anderen Rolle als bei meinen früheren Stationen. Ich habe viel dazugelernt, bin jetzt mehr in der Spielmacher-Position. Unser Trainer Jesper Jensen hat eine ganz klare Philosophie, wie er spielen möchte. Das ist angenehm, weil es einen klaren roten Faden gibt. Dadurch habe ich mich definitiv weiterentwickelt. Insgesamt bin ich mit meinen Leistungen zufrieden, aber ich kann noch ein bisschen mehr. Ich muss mehr das eins gegen eins suchen, muss mehr Würfe nehmen, muss von hinten gefährlicher werden, mehr Aggressivität im Duell eins gegen eins einbringen und vielleicht noch ein zwei Würfe meiner Wurf-Variation hinzufügen um da torgefährlicher zu werden.“

In wenigen Wochen kommt auch das Nationalteam erstmals im neuen Jahr zusammen. Für euch geht es in der EURO-Qualifikation zweimal gegen Griechenland. Wie siehst du die Entwicklung des Teams in den vergangenen Jahren?

Sonja Frey: „Es ist und war nicht leicht in den letzten Jahren, aufgrund von Umbrüchen und Verletzungen. Wir hatten gute Spiele in letzter Zeit, trotzdem müssen wir vor Griechenland gewarnt sein, gehen nicht als ganz klarer Favorit in diese zwei Spiele.“

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