Herbert Müller mit kritischer Bilanz vor Match in Budapest


Herbert Müller mit kritischer Bilanz vor Match in Budapest - Foto: Hans-Joachim Steinbach
Herbert Müller mit kritischer Bilanz vor Match in Budapest – Foto: Hans-Joachim Steinbach

Herbert Müller zog nach zwei Pflichtspielen in der Handball Bundesliga in der Halbzeitpause der EHF Champions League Hauptrunde eine kritische Bilanz:

„Mit dem Auswärtssieg in Nellingen bin ich sehr zufrieden. Dagegen haben wir im Heimspiel gegen Bensheim/Auerbach eine schlechte Leistung geboten und einen klaren Sieg verpasst.“

Herbert Müller machte dabei keinen Hehl aus seinem Ärger und setzte in der Pressekonferenz nach dem Spiel noch einen drauf. „Das war die schlechteste Leistung in den letzten neun Jahren hier.“

22.02.2019 – PM THC / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Aus dieser Manöver-Kritik muss die THC-Mannschaft nun die Schlussfolgerungen ziehen. Herbert Müller forderte deshalb mehr Konstanz, sowohl in der Abwehr als auch im Angriff. Dabei hatte die Defensive funktioniert, und trotz eines zähen Beginns, bei einem Halbzeitstand von 15:7 stimmte die Richtung. Nach Wiederbeginn stand nach 40 Minuten ein 22:10 auf der Anzeigetafel. Die Plus-Tore hätten dem Thüringer HC in der Tabelle gut getan, weil aktuell nach Metzingen und Bietigheim nur das drittbeste Torverhältnis.

Deshalb sagte Herbert Müller: „Bei aller Unerfahrenheit der jungen Spielerinnen, damit müssen wir leben und das haben wir so gewollt, indem wir junge talentierte Spielerinnen beim THC entwickeln wollen. Aber so einen Bruch wie in den letzten 20 Minuten darf es nicht geben.“ Bei dieser Entwicklung wollen wir Schritt für Schritt gehen, sagte der Trainer, „Eigenverantwortung ist dabei in starkem Maße gefragt.“

Herbert Müller forderte von den jüngeren Spielerinnen souveräner aufzutreten. Natürlich ist das Level beim THC so hoch wie sonst nirgendwo in Deutschland, Champions League Hauptrunde, Anwärter für Meisterschaft und DHB-Pokal. Im Grunde gilt „verlieren verboten“, das muss man erst verinnerlichen, das Siegergen erwerben und im Spiel demonstrieren. „Um im Rennen um die Meisterschaft zu bleiben müssen wir konstanter auftreten in Abwehr und Angriff”, betonte Herbert Müller. Nach der Bundesliga kommt in einer weiteren englischen Woche nun wieder die EHF Champions League mit dem Match bei FTC Rail-Cargo Hungaria Budapest.

Zum Spiel in Budapest:

„In Budapest, das ist immer ein besonderes Spiel und wenn wir gegen Budapest spielen, treffen wir auf Freunde“, sagte Herbert Müller. „Gabor Elek ist mein Freund und es gibt ein Wiedersehen mit der langjährigen THC-Spielerin (2010-16) Danick Snelder. Nach ihrer Bandscheiben-Operation kann Danick noch nicht spielen. Ich freue mich aber auf das Treffen mit ihr.“ Budapest ist eine große Herausforderung, dieser will sich der THC stellen, auch wenn die Chancen ins Viertelfinale der Champions League einzuziehen, vorbei sind.

„Beim Hinspiel hat uns Nerea Pena fast alleine erschossen, darauf müssen wir uns einstellen und ihre Kreise besser einschränken, ihr einfach nicht so viele Freiheiten erlauben“, brachte Herbert Müller zum Ausdruck. Einige andere Spielerinnen sind herausragende Handballerinnen. Die Außen sind alle eine Klasse für sich. Man kennt Nadine Schatzl genauso gut wie Viktoria Lucacs, auch Spielmacherin Aniko Kovacsics oder Blanka Biro im Tor. Der Thüringer HC will dort ohne Druck mit Freude Handball spielen, frisch von der Seele weg und um ein gutes Resultat kämpfen. Herbert Müller wird allen Spielerinnen Einsatzzeiten geben und er erwartet eine Reaktion auf seine Kritik zum Spiel gegen Bensheim/Auerbach.

Zum Kader:

Kerstin Wohlbold steht erst einmal nicht zur Verfügung. Sie hat schon länger ihren Urlaub geplant und kommt vielleicht später wieder zurück, falls sie gebraucht wird. Julia Redder spielt in Zwickau, alle anderen, wie zuletzt, werden mit von der Partie sein. Jana Krause, die trotz Ausbildung in Köln separat anreist. Sie ist nun bei 200 Pflichtspielen für den THC angekommen, eine Grenze, die bisher nur Kerstin Wohlbold (286), Katrin Engel (280), Dinah Eckerle (243), Danick Snelder (222) und Lydia Jakubisova (217) übertroffen haben.


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