SPORT4FINAL

Leichtathletik: Deutsche Hallen-Meisterschaften – Ein Hauch von Olympia in Leipzig

Die deutschen Hallen-Meisterschaften in der Leichtathletik in der mit 4.000 Zuschauern ausverkauften Arena Leipzig standen hauptsächlich im Zeichen der Sprint-Wettbewerbe über die Hürden sowie im Flachbereich.

Leichtathletik: Deutsche Hallen-Meisterschaften – Ein Hauch von Olympia in Leipzig – Foto: SPORT4Final

Dabei sorgten die deutschen Meister Cindy Roleder und Erik Balnuweit vom SC DHfK Leipzig für emotionale Gastgeber-Momente sowie Tatjana Pinto und Julian Reus für Rekord-Emotionen.

Ein Frühjahrs-Hauch von Olympia spürte der SPORT4Final-Berichterstatter Frank Zepp in der Sportmetropole Leipzig.

27.02.2016 – SPORT4Final / Frank Zepp:

Hürdensprinterin und Vizeweltmeisterin Cindy Roleder verteidigte ihren Titel über 60 Meter Hürden in persönlicher und europäischer Saisonbestzeit von 7,88 Sekunden. Sie lag damit fünf Hundertstel unter ihrer Bestzeit und eine Hundertstel unter dem sechs Jahre alten Meisterschaftsrekord von Carolin Nytra. „Ich hatte eine Zeit im Kopf und die Zeit war 7,88 Sekunden. Das ist fantastisch, dass es mit dieser Zeit geklappt hat. Die Stimmung hier war super. Meine Leistung wird anerkannt. Alle schauen zu, was ich auf die Bahn zaubere“, sagte die Siegerin im Ziel.

Leichtathletik: Deutsche Hallen-Meisterschaften – Ein Hauch von Olympia in Leipzig – Cindy Roleder – Foto: SPORT4Final

Erik Balnuweit zum vierten Titel in Folge und zum fünften Mal insgesamt. Der Leipziger Hürden-Sprinter steigerte sich vom Vorlauf mit 7,65 Sekunden zur Siegerzeit von 7,61 Sekunden. Voller Freude äußerte er sich zum Wettkampf: „Ich wollte im Finale eine Saisonbestleistung laufen. Gerne wäre ich noch ein bisschen schneller gerannt. Aber es war eine angespannte Situation. Wir haben lange vor dem Start warten müssen. Muskulär hat sich bemerkbar gemacht, dass die Hallensaison sehr lang ist. Aber die Halle mit einer Saisonbestleistung zum Höhepunkt abzuschließen, ist absolut in Ordnung. Die Hallen-WM war für mich nie ein Thema gewesen.“

Der 27-jährige Julian Reus aus Wattenscheid brach nach vielen Versuchen endlich den Methusalem-Sprintrekord über 60 Meter bei den deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in Leipzig. In sehr guten 6,52 Sekunden holte er sich den deutschen Meistertitel und blieb eine Hundertstel unter der 28 Jahre alten Bestmarke des Berliners Sven Matthes. Nach dem Rekordlauf meinte er: „Der Lauf hat sich geil angefühlt. Ich denke, es war ein sehr guter Lauf. Ich bin super happy, dass ich nun den Rekord alleine habe. Das ist ein perfekter Abschluss der Hallensaison. Morgen laufe ich vielleicht die 200 Meter. Erst danach mache ich mir Gedanken über den Sommer. Aber natürlich geht es bei der EM eher im Einzel zur Sache, während wir bei den Olympischen Spielen mit der Staffel um eine Medaille mitlaufen wollen.“

Leichtathletik: Deutsche Hallen-Meisterschaften – Ein Hauch von Olympia in Leipzig – Tatjana Pinto – Foto: SPORT4Final

Eine Weltklasse-Vorstellung bereiteten die deutschen Sprinterinnen dem fachkundigen Publikum. Rebekka Haase stürmte mit 7,17 Sekunden und Tatjana Pinto gar mit 7,12 Sekunden ins Finale. Im Endlauf siegte Pinto in großartigen 7,07 Sekunden, Rang vier der ewigen deutschen Hallen-Bestenliste, und gewann ihren ersten Hallen-Titel. Vor ihr liegen noch die Ausnahme-Athletinnen Marita Koch und Silke Möller (7,04) sowie Katrin Krabbe (7,06). „Ich habe schon nach dem Vorlauf gedacht: Mehr kann ich nicht erreichen. Ich bin nach drei Jahren Bestzeit gelaufen. Ich bin überwältigt. Im Training hat es sich schon angedeutet. Das auf die Bahn zu bringen, ist noch einmal eine andere Seite. Zur Hallen-WM zu fahren, wäre eine gute Generalprobe für den Sommer. Deshalb würde ich dort auf jeden Fall gerne laufen“, äußerte die glückstrahlende Siegerin.

Alle Ergebnisse der Deutsche Hallen-Meisterschaften in der Leichtathletik 2016 in Leipzig:

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