Olympische Jugend-Winterspiele Lillehammer 2016: Silber für Skisprung Mixed Team

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Olympische Jugend-Winterspiele Lillehammer 2016: Die Skispringer Jonathan Siegel und Agnes Reisch und Kombinierer Tim Kopp gewinnen in Lillehammer Silber im Mixed Team.

Olympische Jugend-Winterspiele Lillehammer 2016: Silber für Skisprung Mixed Team - V.l.: Jonathan Siegel, Agnes Reisch, Tim Kopp - Foto: DOSB
Olympische Jugend-Winterspiele Lillehammer 2016: Silber für Skisprung Mixed Team – V.l.: Jonathan Siegel, Agnes Reisch, Tim Kopp – Foto: DOSB

Erik Betzold holt Bronze in der Eishockey Skills Challenge.

19.02.2016 – PM DOSB / SPORT4Final / Frank Zepp:

Überglücklich fiel sich das Skisprung Mixed Team Jonathan Siegel (SV Baiersbronn), Agnes Reisch (WSV Isny) und Tim Kopp (VSC Klingenthal) nach dem letzten Sprung von Siegel im Auslauf der Lysgardsbakkene Skisprung Arena in die Arme. Auf der Anzeigetafel stand Deutschland ganz oben, was die sichere Medaille bedeutete. Nachdem kurz darauf der Schlussspringer Österreichs an Boden verlor, stand der Gewinn der Silbermedaille hinter Top-Favorit Slowenien fest. „Oben vor dem letzten Sprung hatte ich nur noch ein Grinsen im Gesicht. Nachdem die anderen beiden so stark vorgelegt hatten, wusste ich, dass wir eine Medaille gewinnen. Ich habe mich umgeschaut, alles aufgesaugt und bin dann los“, fasste Schlussspringer Siegel, der bereits im Einzel Bronze gewonnen hatte, die letzten Sekunden vor seinem zweiten Sprung zusammen. „Wir haben heute das Maximum rausgeholt. Solche Teamwettbewerbe sind immer etwas Spezielles, heute war es ein wenig ein Auf und Ab. Es waren nicht so einfache Bedingungen, dafür haben sie es traumhaft gemacht“, sagte Trainer Sepp Buchner und ergänzte: „Sicherlich ist das hier ein zusätzlicher Baustein für die zukünftige Karriere.“

 

In einem packenden Finale in der Eishockey Skills Challenge gewann Erik Betzold (KEC Die Haie) die Bronzemedaille. Nach den sechs Disziplinen schnellste Runde, Schusspräzision, Wendigkeit, Schussgeschwindigkeit, Passgenauigkeit und Puck-Kontrolle musste sich der 16-Jährige nur dem Rumänen Eduard Casaneanu und dem Slowaken Sebastian Cederle geschlagen geben. „Es ist ein überwältigendes Gefühl, eine Medaille zu gewinnen, besonders nach so einem Krimi. Die Bronzemedaille zu holen, ist Wahnsinn“, sagte Betzold nach der Siegerehrung. Dabei hatte der Wettbewerb für den jungen Deutschen alles andere als glücklich begonnen, als er in der ersten Disziplin, dem Runden Laufen, strauchelte und dem Ungarn Natan Vertes trotz eines Hechtsprungs ins Ziel unterlag. “Das war natürlich schon ein tiefer Rückschlag, zumal das eine meiner Paradedisziplinen ist. Aber auch darum geht es, sich von sowas zu erholen und weiter zu kämpfen”, berichtete er. Angefeuert von zahlreichen Mitgliedern der deutschen Jugend-Olympiamannschaft arbeitete sich Betzold in der Kristins Hall noch vom achten auf den dritten Rang nach vorne. Nach der letzten Disziplin war Betzold sich jedoch zunächst nicht sicher, auf welchem Platz er lag. „Es war alles so knapp, ich dachte eigentlich, dass ich Vierter bin. Als mein Name dann als Dritter aufgerufen wurde, war ich schon verblüfft“, erzählte er sichtlich glücklich. Den Wettbewerb als solches sieht Betzold positiv. „Es werden Grundtechniken verlangt, die man in jedem Spiel braucht. Natürlich ist es etwas anderes, als ein Spiel, aber auch hier muss man vor allen Dingen konzentriert bleiben“, meinte er.

Erik Betzold während des Finals der Eishockey Skill Challenge - Foto: DOSB
Erik Betzold während des Finals der Eishockey Skill Challenge – Foto: DOSB

In Hafjell konnten sich die deutschen Alpinen beim Sieg der Schweizerin Aline Danioth, die ihre vierte Medaille im vierten Wettkampf holte, über zwei Top Ten Plätze im Slalom freuen. Katrin Hirtl-Stanggaßinger (WSV Königssee) verbesserte sich vom achten Rang nach dem ersten Durchgang im zweiten Lauf noch auf Platz sechs. Lucia Rispler (SV Casino Kleinwalsertal) fuhr auf den achten Platz. „Eigentlich bin ich schon zufrieden. Klar kann es immer besser sein, aber man hat gesehen, dass wir nicht weit weg sind“, sagte Rispler und fügte hinzu: „Wir nehmen auf jeden Fall mit, dass wir ganz nach oben kommen können, wenn wir dran bleiben. Die anderen machen auch nichts anderes als Trainieren und Skifahren.“ Für den Team-Wettbewerb am Samstag zeigte sich die 17-Jährige zuversichtlich. „Ich denke, dass unser Team ziemlich stark ist, weil alle gut zusammenhalten und hoffentlich der Stocki (Anton Stockinger, d. Red.) auch wieder fit ist“, erklärte sie.

Katrin Hirtl-Stanggaßinger beim Start des Slaloms - Foto: DOSB
Katrin Hirtl-Stanggaßinger beim Start des Slaloms – Foto: DOSB

Im Langlauf verpasste Anna-Maria Dietze (Pulsschlag Neuhausen) über fünf Kilometer in der freien Technik als 13. nur um wenige Sekunden die Top Ten, Celine Mayer (SC Oberstdorf) wurde 23. Es siegte die Russin Maya Yakunina. Im Junioren-Rennen über die zehn Kilometer-Distanz gewann der in Norwegen lebende Südkoreaner Magnus Kim seine zweite Goldmedaille. Philipp Unger (SV Stützengrün) wurde 17., Chris Ole Sauerbrey (SC Steinbach-Hallenberg) lief auf Rang 24.

Splitter Olympische Jugend-Winterspiele

Wie lassen sich die Olympischen Werte in der heutigen Gesellschaft vermitteln? Dieser Frage gingen die Teilnehmenden des dsj academy camps am heutigen Donnerstag im Rahmen des „Learn and Share“-Programms nach. Dieses bildet eine wichtige Stütze des kulturellen Austauschs während der Olympischen Jugendspiele in Lillehammer. Den Auftakt in den Seminartag machte Prof. Dr. Norbert Müller, Präsident des Internationalen Pierre de Coubertin Komitees, zum Thema „Olympismus und Olympische Erziehung“. Hierbei stellte der Deutsche die Bedeutung der Olympischen Erziehung für die Erreichung ihrer Friedensziele heraus. Daran anschließend zeigte Philippe Furrer, wie das Kultur- und Bildungsprogramm „Learn and Share“ bei den YOG die jungen Athletinnen und Athleten neben dem Sport fördern soll. Der Verantwortliche des Bereichs Engagement und des „Learn and Share“-Programms des IOC hofft dadurch auf „champions in life“, welche die Olympische Bewegung als Katalysator für eine bessere Welt nutzen. Die Chance auf diesen gesellschaftlichen Beitrag sieht Inge Andersen, Generalsekretär des norwegischen Olympischen Sportverbands (NIF), vor allem im Sport als Ort der Begegnung. „Ein Beleg für den internationalen Anspruch, der von Olympischen Jugendspielen ausgehen kann, sind auch die Workshops zwischen jungen Engagierten aus dem deutschen und norwegischen Sportsystem sowie Studierenden aus dem Gastgeberland der YOG in diesen Tagen“, unterstreicht Tobias Knoch, Direktor der Deutschen Olympischen Akademie. Im abschließenden Workshop erarbeiteten die Teilnehmenden gemeinsame Vorschläge zur Weiterentwicklung der YOG, die morgen an das IOC-Mitglied Angela Ruggiero übergeben werden.

Erik Betzold überglücklich mit Medaille, Maskottchen und dem Ehren-Lillehammer des Tages - Foto: DOSB
Erik Betzold überglücklich mit Medaille, Maskottchen und dem Ehren-Lillehammer des Tages – Foto: DOSB

Der Lillehammer des Tages geht heute an unser Skisprung Mixed Team, dass sich die Silbermedaille durch eine starke Mannschaftsleistung gesichert hat. Dazu gehört auch, dass man im Team die Höhen und Tiefen eines Wettbewerbs wegsteckt und sich gegenseitig hilft. Das haben die drei heute wunderbar gemacht. Den Ehren-Lillehammer des Tages ging spät am Abend an Erik Betzold, denn wer Eishockey alleine spielt und dann noch eine Medaille gewinnt, hat sich eine weitere Ehrung verdient.

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