Fußball-EM-Qualifikation: Joachim Löw „Als Gruppenerster für EM qualifizieren“

Fußball: Joachim Löw bleibt dem DFB treu - Vertragsverlängerung bis 2018 - Foto: Getty Images
Fußball: Joachim Löw bei Vertragsverlängerung – Foto: Getty Images

Irland und Georgien klar vor Augen, Frankreich fest im Blick: Mit der maximal möglichen Anzahl von 23 Spielern geht die deutsche Nationalmannschaft in die letzten Fußball-EM-Qualifikationsspiele am 8. Oktober in Dublin gegen Irland und am 11. Oktober in Leipzig gegen Georgien.

Angeführt wird die Mannschaft von Kapitän Bastian Schweinsteiger. Marco Reus, der im September das Teamquartier verletzungsbedingt verlassen musste, gehört dem Kreis der DFB-Auswahl ebenfalls wieder an. Im Vergleich zum ursprünglichen Aufgebot der beiden Länderspiele im September gegen Polen und Schottland gibt es nur eine personelle Veränderung: Hinter Manuel Neuer, der als Nummer eins gesetzt ist, wurden Marc-André ter Stegen und erstmals Bernd Leno für die Torhüterposition berufen.

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SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp berichtet ausführlich von den Spielen der deutschen Handball-Nationalmannschaft aus Kolding.

02.10.2015 – DFB / SPORT4Final / Frank Zepp:

Bundestrainer Joachim Löw sagte: „Wir wollen die Qualifikation seriös und konzentriert zu Ende spielen. Unser Ziel lautet, die beiden Spiele gegen Irland und Georgien zu gewinnen und uns als Gruppenerster für die Europameisterschaft in Frankreich zu qualifizieren. Ich habe großes Vertrauen in die Spieler, die diese Vorgabe schon im September souverän umgesetzt haben. Diese Spieler werden regelmäßig mit ihren Vereinen in der Liga und auf europäischer Ebene gefordert, sie haben einen guten Rhythmus. Das sind gute Voraussetzungen für die entscheidenden Spiele in unserer Gruppe.”

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Zur Torhütersituation sagte Torwarttrainer Andreas Köpke: „Ich habe ja bereits gesagt, dass wir auf der Position des Torhüters mehrere Kandidaten hinter Manuel Neuer im Blick haben. Wir haben eine komfortable Ausgangslage, und es gibt es keine Notwendigkeit, aktuell Entscheidungen treffen zu müssen. Das habe ich auch Ron-Robert Zieler gesagt. Wir wissen, was er kann und was wir an ihm haben. Bernd Leno hat sich diese Nominierung durch konstant gute Leistungen bei Bayer Leverkusen verdient, genauso wie Marc-André ter Stegen steht er schon länger bei uns unter Beobachtung. Beide haben gemeinsam an der U 21-EM teilgenommen, jetzt wollen wir sie in unserem Kreis erleben und mit ihnen arbeiten.”

Mit 19 Punkten nach acht Spielen ist Deutschland Tabellenführer der Gruppe D. Polen (17 Punkte) und Irland (15) folgen auf den Plätzen zwei und drei, auf Rang vier rangiert Schottland mit elf Punkten. Georgien (sechs Zähler) und das punktlose Gibraltar liegen dahinter – beide Mannschaften haben keine Chance mehr, sich für das Turnier in Frankreich zu qualifizieren. Ein Ticket für die EM erhalten die beiden Erstplatzierten der neun Gruppen und der beste Gruppendritte, unter den acht anderen Gruppendritten werden in Play-offs vier weiter Plätze ausgespielt.

Für die Mannschaft von Joachim Löw bedeutet dieser Modus, dass ein Punkt aus den letzten beiden Spielen genügen würde, um bei der EM 2016 dabei zu sein. „Für uns ist aktuell nur relevant, die Tabellenspitze zu behalten und uns auf direktem Wege für die EM zu qualifizieren”, sagte der Bundestrainer. „Nach der Qualifikation haben wir eine neue Situation – dann startet eine neue Phase, in der wir sicher auch wieder testen werden.”

Gegen Irland hat Deutschland bislang 19-mal gespielt. In der Bilanz stehen neun Siege, fünf Remis und fünf Niederlagen. Die Bilanz gegen Georgien ist noch eindeutiger: Vier Vergleiche stehen in der Statistik, viermal siegte das DFB-Team. Im Rahmen der Qualifikation zur EM in Frankreich hat Deutschland gegen Irland in Gelsenkirchen 1:1 gespielt, gegen Georgien gewann der Weltmeister in Tiflis mit 2:0.

Über den ersten Gegner sagte Löw: „Wie gefährlich die Iren sind, wissen wir nicht erst seit dem Hinspiel. Und in Dublin gegen Irland zu spielen, ist kein Selbstläufer. Uns erwartet eine großartige Atmosphäre, die Fans werden wie ein Mann hinter der irischen Mannschaft stehen und sie bis zur letzten Minute anfeuern. Wir brauchen einen kühlen Kopf und auch Geduld, um dort zu bestehen. Aber wenn wir unser Potenzial abrufen und uns auf unsere Qualitäten konzentrieren, werden wir auch unsere Chancen herausspielen. Ich freue mich sehr auf das Spiel und die Stimmung in Dublin.”

Und über das letzte EM-Qualifikationsspiel sagte der Bundestrainer: „In Leipzig wollen wir dann gegen Georgien vor unseren Fans einen guten Abschluss einer erfolgreichen Qualifikation feiern. Wir werden die Georgier nicht unterschätzen, wir werden sie ernst nehmen und uns ganz seriös auf sie vorbereiten. Sie haben nichts zu verlieren, sie werden gegen den Weltmeister alles geben. Leipzig ist ein besonderer Fußball-Standort für uns, die Fans freuen sich auf die Nationalmannschaft. Für mich persönlich wird unser Sieg im Spiel um Platz drei beim Confederations-Cup 2005 in Leipzig gegen Mexiko immer in ganz besonderer Erinnerung bleiben.”

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