Lok Leipzig bezwingt U23-Team aus Chemnitz mit sehenswertem Tor in mäßiger Partie

Lok Leipzig bezwingt U23-Team aus Chemnitz mit sehenswertem „goldenen Tor“ in mäßiger Partie - Foto: SPORT4Final
Lok Leipzig bezwingt U23-Team aus Chemnitz mit sehenswertem „goldenen Tor“ in mäßiger Partie – Foto: SPORT4Final

 

02.05.2015 – SPORT4Final / Frank Zepp:

1. FC Lok Leipzig vs. Chemnitzer FC II 1:0 (1:0) vor 2.200 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion Leipzig

Es berichtet SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp.

In japanischer Höflichkeit wusste Nanako, die Frau des Sieg-Torschützen Hiromu Watahiki, fast gar nicht, wie sie der Presse begegnen sollte. Aber sie zog sich ausgezeichnet aus der „Affäre“ und war stolz auf die Leistung und das erste Tor von Hiromu für Leipzig. Trainer Heiko Scholz sah ihn nach dem Spiel als „guten Fußballer und Menschen mit einem tollen Charakter.“

Recht hat er, denn das „goldene Tor“ in der 36. Minute war schon eine Augenweide, als Watahiki mit Ball zwei Chemnitzer im Strafraum umspielte und das Leder ins lange Eck beförderte. Wenige Minuten zuvor umkurvte Ozan Pekdemir im Strafraum Leipzigs Keeper Latendresse-Levesque und verfehlte das leere Tor.

In der zweiten Hälfte sollte der Gastgeber, der mit mehr Engagement und Zielstrebigkeit aus der Kabine kam, das tonangebende Team mit drei guten Tormöglichkeiten (48., 52., 60.) sein. Das Spiel verlagerte sich mehr in die Chemnitzer Hälfte. Zählbares gelang aber beiden Mannschaften an diesem sonnigen Nachmittag nicht mehr.

Lok-Trainer Heiko Scholz zeigte sich wenigstens mit den drei Punkten zufrieden, obwohl er für sein Team konstatieren musste, in den letzten beiden Begegnungen gegen Aue II und RB Leipzig II wesentlich besser gespielt zu haben. Soll Lok Leipzig weiter im Aufstiegsrennen bleiben, müssen seine Spieler mehr „Schippen drauf legen“. Die Begegnung gegen Chemnitz II stellte diesbezüglich keinen echten Maßstab dar.

Stimmen nach dem Spiel:

Heiko Spauke (Präsident 1. FC Lok Leipzig): „Unser Anspruch muss es sein, solche Mannschaften zu dominieren. Wir müssen Gas geben bis zum letzten Spieltag. Man weiß ja nicht, was noch so alles passiert.“

Gianluca Marzullo (1. FC Lok Leipzig): „Wir sind schwer ins Spiel gekommen. Der Ball ist zu langsam in der ersten Halbzeit gelaufen. In der zweiten Hälfte haben wir schneller gespielt. Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht, weil wir vorne die Dinger nicht ausgespielt haben.“

Kay-Uwe Jendrossek (Trainer Chemnitzer FC II): „Wir haben mit viel Herz gespielt. Die Großchance von Ozan Pekdemir und die mögliche Führung wäre noch mehr Motivation gewesen. Dies soll aber den verdienten Erfolg von Lok Leipzig nicht schmälern.“

Heiko Scholz (Trainer 1. FC Lok Leipzig): „Wir hatten uns viel vorgenommen, waren aber einen Tick übermotiviert. Wir haben zu viele leichte Fehler im fußballerischen Bereich gemacht. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen. Vielleicht patzen auch die Anderen, dass wir da oben noch ran kommen. Torschütze Hiromu Watahiki ist ein guter Fußballer, ein guter Mensch mit einem tollen Charakter.“

Kommentar verfassen