Ralf Rangnick: „Fußball ist ein Spiel von relativen Waffen und relativ besser sein.“

07.12.2014 – SPORT4Final:

Ralf Rangnick (Sportdirektor RB Leipzig) nach der Pressekonferenz im Mediengespräch

Ralf Rangnick ist ein Gentleman. Durch und durch. Nicht nur für die regionalen Haupt- und Leitmedien, sondern auch für weitere, sehr interessierte Medienvertreter stand er nach dem verlorenen Match von RB Leipzig gegen FC Ingolstadt Rede und Antwort. Dankeschön Ralf Rangnick!

Es berichtet SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp.

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Ralf Rangnick (RB Leipzig) - Foto: GEPA pictures/Roger Petzsche
Ralf Rangnick (RB Leipzig) – Foto: GEPA pictures/Roger Petzsche

 

Spielanalyse:

„Fußball ist ein Spiel von relativen Waffen und relativ besser sein. Und wir hatten heute in der ersten Halbzeit keinerlei Waffen und in der zweiten Halbzeit hatten wir Waffen. Auch von Spielern, die schon in der ersten Halbzeit gespielt hatten.“

„In der ersten Halbzeit würde in einem Zeugnis drinstehen, wir waren stets bemüht, haben aber eigentlich nicht viel gebacken bekommen und kamen oft zu spät.“

„In der zweiten Halbzeit waren wir anders im Spiel, haben Druck aufgebaut und hatten andere Möglichkeiten, auch andere Waffen. Die hatten wir in der ersten Halbzeit nicht.“

Mentale Seite:

„Wenn du das Gefühl hast, du bist unterlegen, du kommst regelmäßig zu spät und der Gegner ist besser, dann kann das auch sehr schnell frustrierend wirken. Und das war in der ersten Halbzeit zum Zuschauen frustrierend und für die auf dem Platz war es auch frustrierend. In der zweiten Halbzeit war es halt anders. Da haben wir gezeigt, dass wir mehr als in der ersten Halbzeit zu bieten haben.“

Ante Rebic:

„Ante Rebic hat zumindest was gezeigt. Ob es das ist, wozu er imstande ist, weiß ich nicht. Aber er hat Ansätze von dem gezeigt, was wir vorne auch erwarten können. Ich finde nicht, dass es herausragend war, was er gezeigt hat. Aber es war eine ordentliche Stürmerleistung. Ich sagte bereits, sein Aufenthalt hat für mich vor drei Wochen begonnen. Heute war ein Schritt in die richtige Richtung. Aber ich sehe ihn noch lange nicht da, wo ich dachte, dass wir mit ihm hinkommen. Es liegt auch an ihm und auch daran, dass er jetzt Einsatzzeiten bekommt. Er muss sein Können auch Tag für Tag in jedem Training zeigen und diesen Schritt zu einem richtigen, absoluten Profi muss er bei uns machen. Es steht niemand ihm dazu im Wege, außer er selber, um diesen Schritt zu machen.“

Schiedsrichter:

„Von gefühlten 100 Foulpfiffen hat der Schiedsrichter 98-mal gegen uns gepfiffen und zweimal gegen Ingolstadt. Davon wären vielleicht 65 oder 70 richtig gewesen, aber keine 98. Ich fand, es war keine gute Schiedsrichterleistung, unabhängig davon, dass wir jetzt verloren haben oder nicht.“

Zwei Auswärtsspiele in Folge:

„Jetzt kommen zwei Auswärtsspiele. Auswärts haben wir in den letzten Spielen auch nicht viel gerissen. Wenn wir so auftreten wie in der ersten Halbzeit, holen wir auch wenig Punkte. Die zweite Halbzeit war vom Gesamtbild gut und man hatte das Gefühl, wir machen Druck und können auch selber torgefährlich werden. Wenn man Sandhausen zusammen sieht, haben wir in 135 Minuten keinen Torschuss abgegeben. In der zweiten Halbzeit haben wir zumindest aufs Tor geschossen und Kopfbälle abgegeben.“

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