RB Leipzig-Trainer Zorniger: „Über meinen Kapitän gibt es keine Diskussion.“

28.11.2013 – SPORT4Final:

Mediengespräche beim Aufstiegskandidaten der dritten Fußball-Liga entwickeln sich zu echten Diskussionen mit Streitkultur. Im Ring dabei: Die Journalisten führender regionaler Tagesmedien und der Cheftrainer des ambitionierten Vereins von RB Leipzig – Alexander Zorniger. 

Denis Weidlich (Rostock) und Daniel Frahn (RB Leipzig) - Foto: GEPA pictures/ Roger Petzsche
Denis Weidlich (Rostock) und Daniel Frahn (RB Leipzig) – Foto: GEPA pictures/ Roger Petzsche

Thema:

Die Formkrise des Kapitäns Daniel Frahn – im heutigen Training zog er sich eine Zerrung zu, womit er für das Saarbrücken-Spiel ausfällt. Atempause, „mentale Erholung“ nach den letzten nicht so formstarken Spielen des „Frahni“ oder „Schwung holen“ für künftige „Glanzvorstellungen“ des Stürmers? Alexander Zorniger konterte den „Formkrisenvorwurf“ allgegenwärtig mit der Frage, wie denn die Hochform von Frahn definierbar sei. Fragende journalistische Gesichter und ein paar „schuldbewusste“ Anmerkungen folgten. Bis Trainer Zorniger mit einem Punch den ungleichen „Worte-Ringkampf“ beendete: „Über meinen Kapitän gibt es keine Diskussion.“ Was übersetzt hieß: Ist er gesund, dann spielt er! Nibelungentreue? 

Nach dieser streitkulturellen Anekdote nun aber zum Vorbericht auf das Spiel:     

„Wir wollen die Auswärtsbilanz ausbauen“ und in der Ferne wieder punkten! RB Leipzig gastiert am Samstag (30. November; Anstoß: 14.00 Uhr) beim 1. FC Saarbrücken und peilt gegen den Tabellenneuntzehnten seinen fünften Auswärtssieg an. Schiedsrichter der Partie ist Timo Gerach (Landau), der bisher noch kein Spiel der Roten Bullen leitete.

Weitere Stimmen aus der Pressekonferenz:

Alexander Zorniger: „Man sieht immer häufiger, dass die Gegner sich in der Liga besser auf uns einstellen. Es gibt kaum noch Mannschaften, die gegen uns nach vorne verteidigen. Die meisten lassen sich fallen. Das macht es uns natürlich nicht einfacher. Genau das gleiche Defensivverhalten wird uns mit großer Wahrscheinlichkeit auch gegen Saarbrücken erwarten. Das Spiel wird eine schwierige Aufgabe für uns, vor der ich jede Menge Respekt habe. Die Mannschaft agiert meist aus einem kompakten 4-4-2-System heraus und ist für ihr schnelles Umschaltverhalten bekannt. Wie die meisten unserer Gegner versucht auch Saarbrücken gleich den ersten Ball zu bekommen und sofort wieder tief zu spielen. Dementsprechend müssen wir in unserer Viererkette höllisch aufpassen – besonders in der Innenverteidigung.“

Fabian Franke (RB Leipzig) - Foto: GEPA pictures/ Roger Petzsche
Fabian Franke (RB Leipzig) – Foto: GEPA pictures/ Roger Petzsche

Fabian Franke: „Ich fühle mich fit und konnte meine Formkrise überwinden. In den letzten Partien habe ich wieder Selbstvertrauen und Sicherheit getankt. Wir wollen am Samstag unbedingt unsere Auswärtsbilanz aufbessern und den fünften Auswärtssieg holen. Dementsprechend fokussiert bereiten wir uns auf das Spiel in Saarbrücken vor. Wie in jedem Spiel gilt auch gegen Saarbrücken: Wir werden den Gegner auf keinen Fall unterschätzen, auch wenn die Mannschaft derzeit gegen den Abstieg kämpft. Allein schon die Formkurve zeigt, dass mit Saarbrücken zu rechnen ist, nachdem unser Gegner in den letzten neun Ligaspielen lediglich eine Niederlage kassierte! Wichtig wird für uns deshalb sein, dass unsere Abstimmung gegen Saarbrücken mit den Anspielstationen im Mittelfeld und Sturm wieder stimmt, damit wir nach einem Ballgewinn sofort den Pass in die Tiefe spielen und somit Druck vor dem gegnerischen Tor aufbauen können.“

Team:

Fabio Coltorti (Innenbandriss) und Matthias Morys (Muskelfaserriss in der Wade) fallen verletzt aus. Zudem hat sich Kapitän Daniel Frahn im Training am Donnerstag eine Zerrung zugezogen und wird Trainer Alexander Zorniger ebenfalls für das Spiel in Saarbrücken nicht zur Verfügung stehen.

Timo Röttgers Verletzung im Sprunggelenk stellte sich weniger schwer heraus als erwartet, sodass der Mittelfeldspieler bereits am Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen konnte. Ob er im Kader für das Saarbrücken-Spiel steht, ist jedoch offen.

Alle anderen 22 Spieler konnten beschwerdefrei trainieren. Dominik Kaiser und Timo Röttger stehen aktuell bei vier Gelbe Karten und müssen bei der nächsten Verwarnung ein Spiel aussetzen. 

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