Handball Bundesliga und EHF-Cup mit SG BBM Bietigheim und TuS Metzingen

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SG BBM Bietigheim und TuS Metzingen erreichten Halbfinale im EHF-Cup. HC Leipzig verlor beim Buxtehuder SV in Handball-Bundesliga.

Es war ein erfolgreiches Wochenende auf dem internationalen Parkett für die Vereine der Handball Bundesliga Frauen im EHF-Pokal. Sowohl die TuS Metzingen wie auch die SG BBM Bietigheim haben den Sprung ins Halbfinale des Europapokals geschafft. Für den Thüringer HC ist nach der Hauptrunde in der EHF Champions League die Saison beendet. In der Liga gab es zahlreiche Duelle von Tabellennachbarn. TV Nellingen konnte die Rote Laterne an den SVG Celle weiterreichen.

13.03.2017 – PM HBF / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Für den Thüringer HC setzte es zum Abschluss der EHF Champions League eine deutliche 26:36-Niederlage bei Vardar Skopje. Der Deutsche Meister war gegen die favorisierten Mazedonierinnen von Beginn an im Hintertreffen und kam zu keiner Zeit für einen Überraschungserfolg in Frage. Vor heimischer Kulisse in Nordhausen war man in der Hauptrunde durchaus konkurrenzfähig und kam zu Siegen über Metz und Astrachan sowie zu einem Remis gegen den FTC Budapest.

Erfolgreicher waren die deutschen Vereine im EHF-Pokal. Die SG BBM Bietigheim konnte sich nach dem 33:26-Hinspielerfolg bei Kuban Krasnodar eine 26:31-Niederlage erlauben. „Was diese Mannschaft und das gesamte Trainerteam in den letzten Wochen und Monaten national wie international geleistet hat, ist einfach sensationell“, lobte SG-Sportdirektor Gerit Winnen. „Nun stehen sie absolut verdient im Halbfinale des Europapokals!“ Auch Trainer Martin Albertsen war voll des Lobes für seine Schützlinge: „Sie haben sehr clever gespielt und das in ihrem ersten Jahr im Europapokal – mehr kann ich nicht verlangen. Am Schluss war es ein bisschen die Hölle, als Kuban auf fünf Tore wegkam, aber wir haben Ruhe rein gebracht und sind verdient eine Runde weiter.“

Nicht nur im Hinspiel, wo man sich mit 27:23 durchgesetzt hatte, sondern auch im Rückspiel bei Nantes Loire Atlantique Handball konnte die TuS Metzingen gewinnen. „Es war ein spannendes Spiel, aber wir haben die letzten zehn Minuten souverän gestaltet und stehen nun verdient im Halbfinale des EHF Cup“, kommentierte Ina Großmann nach dem 31:28-Auswärtserfolg. „Wir sind richtig stolz wieder im Halbfinale des dieses Jahr noch stärkeren EHF Cup zu stehen. Über die gesamte Zeit sind wir immer cool geblieben. Wir haben konzentriert gespielt und zugeschlagen, als wir die Chance dazu hatten“, so Manager Ferenc Rott, dessen Team nach der Nationalmannschafts-Pause zum Verfolger-Duell in der Liga beim Thüringer HC muss.

Der Ligavierte Leipzig hat hingegen auf dem nationalen Parkett eine 24:31-Niederlage beim Fünften Buxtehude erlitten. „Die hohe Führung war mit sehr vielen glücklichen Ereignissen verbunden. Ich wusste, das geht nicht ewig so weiter“, kommentierte BSV-Coach Dirk Leun die zwischenzeitliche Acht-Tore-Führung. „Von acht minus wieder auf drei ran zu kommen, spricht für die Moral der Mannschaft“, so HCL-Trainer Norman Rentsch zum 15:12-Halbzeitstand, auch wenn der BSV ab der 44. Minute mit sieben Toren in Serie dann vorentscheidend zum 28:19 (53.) enteilen konnte.

Buxtehude rückte so auf zwei Zähler an den HC Leipzig heran. Einen weiteren Punkt dahinter liegt nun Borussia Dortmund, das gegen den vorher punktgleichen VfL Oldenburg mit 26:25 die Oberhand behielt. „In der zweiten Halbzeit haben wir sehr viele Fehler im Angriff gemacht und viele Torchancen vergeben. Dadurch haben wir Dortmunds Torhüterin Mandy Burrekers, die sehr gut gehalten hat, zur Heldin gemacht“, ärgerte sich VfL-Trainer Leszek Krowicki, dessen Team bis zum 20:21 noch in der Vorlage war. „Dieser Erfolg ist wichtig für unsere Moral. Wir haben es geschafft, nicht hektisch zu werden“, freute sich hingegen Dortmunds Kreisläuferin Anne Müller.

Hinter Oldenburg folgt Frisch Auf Göppingen weiter mit vier Zählern Rückstand, denn die Württembergerinnen unterlagen bei der HSG Blomberg-Lippe mit 24:27. Die HSG kletterte auf Platz neun und schickte aus Sicht von Trainer André Fuhr „das Abstiegsgespenst erst einmal woanders hin“. Das Spiel blieb bis zum Ende spannend: Michaela Hrbkova ließ mit dem 24:25 noch einmal Hoffnung beim Tabellenachten aufkommen, bevor in den letzten Minuten Ana Petrinja einen Siebenmeter an die Latte setzte und im Gegenzug Gisa Klaunig den finalen Treffer für Blomberg einnetzte.

Punktgleich mit Blomberg bleibt auch Bayer Leverkusen. Die Werkselfen setzten sich gegen die vorher ebenfalls punktgleiche Neckarsulmer Sport-Union mit 22:17 durch. „Ich bin sehr froh, dass wir uns endlich wieder mit zwei Punkten belohnen konnten. Die Grundlage dafür haben wir in der Deckung gelegt, zudem hat Katja Kramarczyk eine starke Leistung gezeigt“, sagte Renate Wolf nach dem Spiel.

Die Schwaben bleiben über dem Strich, doch der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt nun nur noch drei Zähler. Im Kellerduell setzte sich der TV Nellingen mit 27:25 gegen den SVG Celle durch und reichte damit die Rote Laterne an die Niedersächsinnen weiter. „Beide Teams hatten Phasen, in denen sie zwei bis drei Tore hätten drauflegen können, aber bei Celle fehlt momentan einfach das Erfolgserlebnis. Auch wir mussten ja lange darauf warten, deshalb war es eine schwierige Situation für beide Mannschaften“, bilanzierte Hornets-Coach Pascal Morgant und ergänzte: „Es war ein kräftezehrendes Spiel, denn Celle hat eine gute 5:1-Abwehr gespielt, aber am Ende zählen nur die Punkte.“ Klare Worte fand hingegen Celles Trainer Martin Kahle nach dem Abpfiff: „Wir gehören nicht in diese Liga.“

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