Thüringer HC empfängt SG BBM Bietigheim zum Topspiel

Thüringer HC - Handball Bundesliga Saison 2021-2022 - Copyright: Thüringer HC
Thüringer HC – Handball Bundesliga Saison 2021-2022 – Copyright: Thüringer HC

Handball Bundesliga Frauen Topspiel: Thüringer HC vs. SG BBM Bietigheim.

Spitzenspiel in der Salza-Halle am Mittwoch, den 29. September 2021 um 19:30 Uhr: Tabellenführer SG BBM Bietigheim gegen den Tabellen-Dritten Thüringer HC.

27.09.2021 – PM THC / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball Bundesliga Frauen Topspiel: Mit dem dritten Sieg in Folge hält der Thüringer HC den Anschluss an das Spitzenduo DHB-Pokalsieger SG BBM Bietigheim und deutscher Meister BV Borussia 09 Dortmund.

Bei der HSG Blomberg-Lippe gewann der THC indes souverän und gab dennoch einen größeren Tore-Vorsprung gegen Ende der Partie leichtfertig her. Das ist eine der Stellschrauben für Herbert Müller, dem nun wenig Zeit bleibt. Indes mehren sich die positiven Zeichen – ob das schon am Mittwoch gegen die Bietigheimer Weltklasse-Truppe reicht, wird sich zeigen.

Der Thüringer HC ist im Soll trotz des „blöden“ Unentschiedens zu Beginn der Saison. Die Mannschaft verstand und fand sich von Spiel zu Spiel besser als Team. Noch gibt es unübersehbare Baustellen, den Vorsprung besser verwalten, die einfachen Fehler vermeiden, Chancen konsequenter nutzen und Strafwürfe sicher verwandeln. Es ist noch viel zu tun, um alle neuen Spielerinnen zu integrieren.

Es gibt inzwischen viele Lichtblicke. Schon jetzt ist Lamprini Tsakalou ein „Hingucker“, eine Bereicherung der Bundesliga, Kerstin Kündig glänzt mit Spielintelligenz, die Abwehr steht stabiler, die Weltmeisterin Rinka Duijndam zeigt Klasse im Tor. Miranda Schmidt-Robben ist Spitze auf der Linksaußen-Position und Dominika Zachova macht es ihr auf Rechts nach. Beide Kreisläuferinnen Josefine Huber und Annika Meyer ergänzen sich blendend und unsere „Heimkehrerin“ Anika Niederwieser überzeugt in der Abwehr und im Angriff aus dem Rückraum. Als es in Lemgo noch einmal beim 16:15 (36.) eng wurde, zeigten die THC-Frauen Charakter und zogen anschließend auf plus sieben Tore weg.

Das Aufgebot der SG BBM Bietigheim liest sich wie ein Who is Who des europäischen Frauen-Handballs. Dafür stehen die niederländischen Weltmeisterinnen Kelly Dulfer, Inger Smits und „unsere“ Danick Snelder, die beiden vom dänischen Champions League Club Odense Handbold gewechselten Trine Ostergaard Jensen und Stine Jörgensen, die erfahrene Polin Karoline Kudlacz-Gloc, die DHB-Auswahlspielerinnen Kim Naizinavicius, Jenny Behrend, Julia Maidhof, Antje Lauenroth, Luisa Schulze und Xenia Smits sowie die Ungarin Melinda Szikora als Champions-League-Spielerin und EHF-Cup-Gewinnerin im Tor, um nur einige Stars zu erwähnen.

Herbert Müller kommt beim Bietigheimer Kader ins Schwärmen und meinte: „Die lassen in dieser Saison keinen Punkt liegen.“ Im Aufgebot der SG BBM Bietigheim spielt Weltklasse, das verspricht einen Handball-Leckerbissen. Drei Siege in Folge, da kommt Bietigheim vielleicht zu früh für die Thüringerinnen, auch wenn Trainer Markus Gaugisch ein neues Team formen muss. Bisher haben sie alles überlegen weg geräumt, die Tordifferenz plus 50 nach vier Spielen, sagt alles. Der Thüringer HC muss seinen allerbesten Handball auspacken und die volle Halle mit erlaubten 1.200 Zuschauern, die als „Rote Wand“ das Team beflügeln. Es kommt an diesem Tag auf das Team und die Ränge gleichermaßen an. Bange machen gilt nicht.

Herbert Müller spricht vom „einfachsten Spiel der Saison, mit Herzblut ohne Druck, aus einer wohltuenden Außenseiterrolle heraus, den Gegner bekämpfen, besser noch bespielen. Leidenschaft und Emotion, das, was den Handball so faszinierend macht, sind gefragt.“ Das psychologische Moment liegt ein wenig bei uns. In der letzten Saison gewann der THC drei Punkte gegen den Meisterschaftsfavoriten, der ist somit gewarnt.

Emma Ekenman-Fernis, Arwen Gorb, Ines Khouildi, Kim Braun und Johanna Reichert fehlen durch Verletzung. Das Handicap muss das Team wettmachen. Der Thüringer HC wird wie zuletzt in der Salza-Halle auflaufen.

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