DHfK Leipzig: Historischer Aufstieg in Handball-Beletage

DHfK Leipzig: Historischer Aufstieg in Handball-Beletage - Foto: Rainer Justen
DHfK Leipzig: Historischer Aufstieg in Handball-Beletage – Foto: Rainer Justen

 

11.05.2015 – DHfK / SPORT4Final / Frank Zepp:

SC DHfK Leipzig: Nach dem Aufstieg der Männer glänzte auch der Nachwuchs des SC DHfK mit Erfolgen.

Aufstieg der Männer in die erste Bundesliga, Mitteldeutsche Meisterschaft für die C-Jugend, Einzug der A-Jugend ins Finale um die Deutsche Meisterschaft – die Handballer des SC DHfK Leipzig blicken auf ein historisches Wochenende zurück.

Es begann am Freitagabend: Mit dem 31:26 gegen Hildesheim machten die Bundesligamänner den größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte perfekt. Das Ergebnis – Nebensache. Die Qualität des Spiels – Nebensache. Im Aufstiegsfinale vor den eigenen Fans in der ARENA Leipzig zählte allein der Sieg.

Der Abpfiff war Startsignal für eine grün-weiße Festnacht. Die konfetti- und sektgeduschte DHfK-Mannschaft feierte erst mit den mehr als 4.000 Handballfans in der Arena, machte sich anschließend im offenen Bus mit Polizeigeleit auf den Weg in die Vodkaria. In der Kultkneipe stieg Leipzigs wohl ausgelassenste Party des Wochenendes: Atemlos durch die Nacht bis Sonnenaufgang!

Cheftrainer Christian Prokop bleibt bis 2018

Direkt im Anschluss an das Spiel wurde zudem die Vertragsverlängerung mit Christian Prokop verkündet. Der 36-Jährige bleibt bis 2018 DHfK-Cheftrainer. „Ich freue mich, weiter mit dieser Mannschaft zusammen arbeiten zu dürfen. Die Perspektive beim SC DHfK ist super. Das ist den Jungs und allen Leuten um die Mannschaft herum zu verdanken, die hier Woche für Woche ehrgeizig fürs Ziel erste Liga geschuftet haben.“

Maximaler Erfolg für C-Jugend

Nordostdeutscher Meister waren sie schon, am Sonntag holten die C-Jugendlichen des SC DHfK auch die Mitteldeutsche Meisterschaft nach Leipzig. In einem extrem spannenden Endspiel des Final-Four-Turniers in Aue besiegte die von den Trainern Harald Wittig und Enrico Henoch betreute Mannschaft den Nachwuchs des SC Magdeburg mit 49:48. Die Entscheidung war erst nach zweimaliger Verlängerung im Siebenmeterwerfen gefallen. Im Halbfinale hatten die DHfK-Talente den BSV Magdeburg mit 28:19 geschlagen. Der Titel ist der krönende Saisonabschluss.

DHfK-A-Jugend steht im Finale um die Deutsche Meisterschaft

Zwei Endspiele gegen die Junioren der HSG Wetzlar – das letzte diesmal Zuhause

Es ist vollbracht: Die A-Jugend des SC DHfK Leipzig hat sich im Halbfinale um die deutsche Handball-Meisterschaft gegen die Füchse Berlin durchgesetzt. Das 29:30 am Sonntagabend (10. Mai) bedeutete zwar die erste Saisonniederlage, doch das Zwei-Tore-Polster aus dem 30:28-Hinspiel in Leipzig reichte für den Einzug ins Finale. Dort wartet nun der Nachwuchs der HSG Wetzlar. Das alles entscheidende Rückspiel steigt diesmal daheim.

Am Freitag Erstliga-Aufstieg der Männer, am Sonntag Finaleinzug der Junioren: „Was für ein Wahnsinns-Wochenende! Das ist ja fast schon ein bisschen unheimlich“, freute sich André Haber, der als Co-Trainer bei den Profis zugleich Cheftrainer bei der A-Jugend ist. Dass er mit seiner Mannschaft im 26. Pflichtspiel die erste Saisonniederlage hinnehmen musste, bekümmerte ihn kaum. „Schöner kann man gar nicht verlieren“, hatte ihm sein Linksaußen Vincent Neudeck gleich nach Abpfiff des dramatischen Halbfinalrückspiels in Berlin zugerufen. Dabei bestand wenige Sekunden vor Schluss sogar noch die Chance zum Ausgleich per Siebenmeter. Kapitän Jonas Hönicke konnte diesen zwar nicht mehr im Kasten unterbringen, mit 13 Treffern war er aber längst zum herausragenden Akteur der Partie geworden. Seine trickreichen Kombinationen und treffsicheren Schlagwürfe verhinderten ein ums andere Mal, dass die Füchse das Hinspiel-Ergebnis noch einmal drehen konnten.

Überhaupt kamen die Leipziger diesmal deutlich besser in die Partie, gingen rasch in Führung und lagen nach 20 Minuten sogar mit drei Toren vorn (12:9). „Leider verpassten wir es dann, uns deutlicher abzusetzen, mussten mit 16:16 in die Pause und gerieten zehn Minuten vor Schluss noch mal richtig in Bedrängnis“, so André Haber. Zu diesem Zeitpunkt war der deutsche Serienmeister aus Berlin mit 27:24 in Führung gegangen. Vier Minuten vor dem Ende führte er mit 29:26. Zwei Minuten später drohte beim 30:28 ein Siebenmeterwerfen. Doch in entscheidender Phase liefen die beiden Leipziger Torhüter zu Hochform auf, hielt Marian Voigt einen Siebenmeter, fiel der Anschlusstreffer zum 29:30-Endstand, brachte die Manndeckung der Berliner nichts mehr ein. „Auch als wir mit drei Toren zurücklagen, haben die Jungs immer den Kopf oben behalten und an sich geglaubt. Diese Stärke zeichnet sie schon die gesamte Saison aus“, lobte Coach Haber.

In den beiden Endspielen um die Deutsche Meisterschaft trifft der SC DHfK nun auf die U 19 der HSG Wetzlar (HSG Dutenhofen/Münchholzhausen), die sich gegen Hannover-Burgdorf durchsetzen konnte. Beide Finalisten kommen aus der Staffel Ost, in der die Haber-Schützlinge ungeschlagen blieben. Das Hinspiel steigt am 17. Mai in Wetzlar, das Rückspiel am 22. oder 23. Mai  in Leipzig. Da die kleine Sporthalle am Rabet bereits im Halbfinale aus allen Nähten platzte, möchten die Gastgeber ihre Saison gern in der großen Arena krönen. DHB und Finalgegner müssen der Spielverlegung von Samstagnachmittag (Rabet) auf Freitagabend (Arena) allerdings noch zustimmen.

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