DHfK Leipzig gegen Nordhorn-Lingen mit erster Saison-Heimniederlage

DHfK Leipzig gegen Nordhorn-Lingen mit erster Saison-Heimniederlage - Foto: Elmar Keil
DHfK Leipzig gegen Nordhorn-Lingen mit erster Saison-Heimniederlage – Foto: Elmar Keil

28.03.2015 – DHfK / SPORT4Final / Frank Zepp:

DHfK-Handballer kassieren gegen die HSG Nordhorn-Lingen die erste Heimniederlage in der laufenden Saison

Rückraumspieler Max Emanuel: „Das Ganze ging mit dem ersten Gegentor los. Wir haben von Anfang an unsere Vorhaben nicht umsetzen können.“ Der erste Treffer des Spieles wurde vom Nordhorner Jens Wiese aus dem Rückraum erzielt. Doch dann schienen die Leipziger das Geschehen in die gewohnten Bahnen zu lenken. Trotz einiger vergebener Chancen. Sie lagen nach einem Drittel des Spieles und gelungenen Aktionen von Alen Milosevic, Philipp Pöter und Philipp Weber mit 11:7 Toren vorn. In dieser Phase besaß die Begegnung für die zweite Bundesliga ein hohes Niveau, bis Weber, der beste Torschütze der Leipziger, von der Platte humpelte.

In der Folgezeit hielten die Gäste von der niederländischen Grenze ihr Niveau oben. Sie gelten sowieso mit den routinierten Björn Buhrmester, Nils Meyer und Frank Schumann und ihren vier niederländischen Nationalspielern als potenzielles Spitzenteam. Auch Bobby Schagen schlug mehrere Male zu. Nordhorn drehte das Geschehen und führte 14:13, 20:16, 24:19. Vor allem Wiese und Schagen nutzten die Lücken in der DHfK-Abwehr konsequent.

Auf der Gegenseite rannten sich Emanuel, Janke und Pöter immer wieder in der massiven Deckung der Nordhorner fest. Marc Pechstein holte sich ebenfalls ein blaues Auge ab. Es fehlten die zündenden Ideen. Die Fehler im Zusammenspiel nahmen zu. Webers Dynamik und Spielintelligenz fehlte den Sachsen sehr. Doch Weber blieb draußen, er hatte zu große Schmerzen beim Auftreten. Die Gäste feierten einen völlig verdienten Auswärtssieg.

Trainerstimmen:

Heiner Bültmann (HSG Nordhorn-Lingen): „Wir haben vor dem Spiel an uns geglaubt. Leipzig spielt eine überragende Saison, steht zu Recht ganz oben. Wir wollten die Ersten sein, die hier gewinnen, waren top motiviert. Grundlage für den Erfolg war eine über sechzig Minuten hervorragende Abwehr. Nur 22 Tore von Leipzig, das sagt alles.“

Christian Prokop (SC DHfK Leipzig): „Glückwunsch zum verdienten Erfolg, Nordhorn hat ihn routiniert und clever herausgespielt. Im Angriff hat uns nach der Verletzung von Philipp Weber die Durchschlagskraft gefehlt. Aus dem Rückraum konnten wir nicht die einfachen Treffer erzielen, zudem sind wir mit den herausgespielten Chancen zu leichtfertig umgegangen oder an Torhüter Buhrmester gescheitert. Das zehrte an unseren Nerven und Nordhorn hat das genutzt. Schade, wir wollten unsere weiße Heimweste bewahren. Die Niederlage ärgert uns, wir sollten Lehren daraus ziehen, das ist für die nachhaltige Entwicklung der Mannschaft wichtig.“

SC DHfK Leipzig gegen HSG Nordhorn-Lingen 22:25 (13:14)

Stationen: 0:1, 4:3, 7:5, 11:7, 12:10, 13:14, 15:15, 17:21, 19:24, 22:25

SC DHfK Leipzig: Storbeck, Tovas; Semper 1, Emanuel 1, Krzikalla 2, Pöter 5/4, Oehlrich, Binder 3, Janke 3, Greß, Roscheck, Weber 4/3, Milosevic 2, Pechstein 1

HSG Nordhorn-Lingen: Buhrmester, Bartels; Verjans 4, Schumann, Leenders 2, Miedema, Meyer, Schagen 9/3, Terwolbeck, de Boer 2, Kintrup, Wiese 8

Zuschauer: 2.642 in der ARENA Leipzig

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