SC DHfK Leipzig mit Krimi-Sieg in Lemgo

SC DHfK Leipzig - Handball Bundesliga Saison 2021-2022 - Copyright: Marco Warmuth Fotografie / SC DHfK Leipzig
SC DHfK Leipzig – Handball Bundesliga Saison 2021-2022 – Copyright: Marco Warmuth Fotografie / SC DHfK Leipzig

Handball Bundesliga Männer, 3. Spieltag: TBV Lemgo Lippe vs. SC DHfK Leipzig.

Der SC DHfK Leipzig holte die ersten Sieg-Punkte im intensiv geführten 27:26 (14:12) Erfolgs-Match beim TBV Lemgo Lippe.

16.09.2021 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball Bundesliga MännerEine sehr zähflüssige, kämpferisch orientierte erste Halbzeit (technische Fehler 6:5) mit wenigen spielerischen Höhepunkten. Lemgos Torhüter Johannessen (6 Paraden, 30 Prozent) ragte noch heraus. Ein Match auf Augenhöhe war es bis in die Crunchtime der ersten Hälfte. Lemgo Lippe lag 12:10 in Front, aber der SC DHfK Leipzig gestaltete die Endphase mit einem erfolgreichen 0:4-Lauf und ging etwas überraschend mit 12:14 Toren in die Halbzeitpause. Gegenstoß-Tore 0:3. DHfK-Torhüter Säveraas konnte nur 3 Bälle halten.

TBV Lemgo Lippe vs. SC DHfK Leipzig - Handball Bundesliga am 16.09.2021 - Foto: Klaus Trotter
TBV Lemgo Lippe vs. SC DHfK Leipzig – Handball Bundesliga am 16.09.2021 – Foto: Klaus Trotter

Der SC DHfK Leipzig dominierte die zweite Halbzeit und lag nur einmal beim 22:21 in Rückstand. Ansonsten hätten die Messestädter die Partie schon eher gewinnbringend zumachen können, wenn der Positionsangriff strukturierter zelebriert und dadurch die Chancen effizienter genutzt worden wären. Beim 23:25 durch Jotic (56.) und Gebalas Führung zum 25:26 stand die Ampel bereits auf DHfK-Sieg. Aber Mamic sorgte erst 22 Sekunden vor Schluss für den Siegtreffer, weil Birlehm den letzten Wurf parierte.

Stimmen:

Andre Haber (Trainer SC DHfK Leipzig): „Ich bin natürlich unglaublich froh, dass wir zum ersten Mal in dieser Saison gewonnen haben. Ich finde, dass wir heute ein gutes Spiel gemacht haben. Wir sind gut aus der Kabine gekommen und haben bis zum 20:16 guten Handball abgeliefert. Dann kommt Lemgo auf, steigert sich und plötzlich ist es zum Schluss ein Spiel, dass wieder völlig offen ist und zu 100 Prozent in beide Richtungen kippen kann. Wir haben heute disziplinierter im Angriff gespielt, uns dort Chancen unter Zeitspieldruck erarbeitet, wichtige Tore gemacht und hatten auch an der richtigen Stelle Matchglück. Ich finde, das war heute auch für die Zuschauer ein schönes Handballspiel mit ein paar handballerisch schönen Kniffen, wie das 7-gegen-6 von Lemgo. Ich kann meiner Mannschaft nur ein Kompliment machen, wie sie heute in der Druckphase reagiert hat, als uns so etwas ähnliches drohte wie zuhause gegen Berlin. Da waren wir heute stabiler und sind nochmal ins Spiel zurück zu kommen. Dieser Sieg fühlt sich heute sehr gut an.“

Florian Kehrmann (Trainer TBV Lemgo Lippe): „Wir haben in der ersten Halbzeit nicht so gut ins Spiel gefunden. Wir hätten durch eine bessere Abwehrarbeit und ein paar schnelle Tore das Spiel auf unsere Seite lenken können. Stattdessen kamen wir in so eine ganz komische Phase kurz vor der Halbzeit, wo wir Tore weg schenken und mit einem schlechten Gefühl in die Halbzeit gehen. Da waren wir nicht konsequent genug und haben einige Gegenstoßchancen nicht genutzt. Das rächt sich dann hinten raus. Anfang der zweiten Halbzeit haben wir uns sehr schwer im Angriff getan und konnten keine guten Lösungen finden. Leipzig zieht auf vier Tore davon und dann war die Entscheidung richtig, ins 7-gegen-6- zu gehen. Am Ende hatten wir sogar noch die Chance, zwei Punkte zu holen – stattdessen müssen wir heute in den bitteren Apfel beißen und stehen mit leeren Händen da. Wir werden daran arbeiten, in den entscheidenden Phasen noch konsequenter zu sein. Jetzt freuen wir uns auf das Abenteuer Europapokal, das wir sehr seriös angehen müssen.“

Statistik: Handball Bundesliga 2021/2022, 3. Spieltag, 16.09.2021, 19:05 Uhr

TBV Lemgo Lippe vs. SC DHfK Leipzig 26:27 (12:14)

Man of the Match: Peter Johannesson (TBV Lemgo Lippe, 11 Paraden, 30 Prozent)

Spielfilm: 3:5 Mamic (9.), 6:5 Guardiola (12.), 8:7 Guardiola (17.), 10:10 Binder (22.), 12:10 Schwarzer 24.), 12:12 Mamic (27.) 12:14 Ivic (30.), 12:14 (HZ) – 16:20 Binder (41.), 22:21 Carlsbogard (49.), Auszeit Leipzig (49.), 23:23 (53.), 23:25 Jotic (56.), 26:26 Hutecek (59.), 26:27 Mamic (59:38), 26:27 (EST)

Beste Torschützen: Carlsbogard 7/11, I. Guardiola 5/8, Timm 3/4 – Krzikalla 6/6, Mamic 4/5, Gebala 4/6

Wurfeffizienz: 59:62 Prozent

Torhüter: 11:7 Paraden

Gegenstoß-Tore: 1:4

Technische Fehler: 9:10

Strafminuten: 4:4

Schiedsrichter: Marijo Zupanovic und Martin Thone

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