HC Leipzig mit beschwerlichem Arbeitssieg gegen Koblenz/Weibern

HC Leipzig-Trainer Norman Rentsch bei der Ansprache - Foto: Sebastian Brauner
HC Leipzig-Trainer Norman Rentsch bei der Ansprache – Foto: Sebastian Brauner

 

13.05.2015 – SPORT4Final / Frank Zepp: 

Der HC Leipzig gewann gegen Tabellen-Schlusslicht  Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern mit 41:29 Toren und kann weiter auf das internationale Geschäft in der kommenden Saison hoffen. Aber das erhoffte Ziel, über die Tordifferenz mit einem höheren Sieg Druck auf den Mitstreiter um den vierten Tabellenrang VfL Oldenburg aufzubauen, misslang. 

Denn die Ausgangsposition für den letzten Spieltag ist nun in „Stein gemeißelt“: Gewinnt Oldenburg zu Hause gegen die Spreefüxxe Berlin mit einem Tor und verliert der HC Leipzig beim Thüringer HC auch nur mit einem Treffer, würde der deutsche Rekordmeister die Saison auf den fünften Platz abschließen. Aber es bliebe noch das „Pokal-Hintertürchen“: Sollten die Spreefüxxe Berlin beim am kommenden Wochenende stattfindenden DHB-Pokal Final4 nicht über den vierten Platz hinaus kommen, würde der fünfte Bundesligaplatz für den HC Leipzig oder auch den VfL Oldenburg einen internationalen Startplatz bedeuten. 

Über Anspruch und Wirklichkeit beim letzten Saison-Heimspiel des HC Leipzig zu philosophieren, ist angesichts des mühsamen Arbeitssieges gegen die nunmehr als Absteiger feststehenden Vulkan-Ladies nicht erforderlich. An die Oldenburg-Niederlage anknüpfend, spielte der Gastgeber in der ersten Hälfte äußerst schwach, ließ Einstellung, Mentalität und Abwehrarbeit schwer vermissen. Gegen den Tabellenletzten, der sehr gut kämpfte und die Lücken in der HCL-Abwehr oftmals fand, war dies schon nahe am spielerischen Offenbarungseid. Denn auch für die stark verjüngte Leipziger Mannschaft, die immer noch personell besser als Koblenz besetzt ist, muss mehr Leistung möglich sein. 

Nach der Pause kam ein „anderer“ HC Leipzig auf die Platte. Mit besserer Abwehrarbeit, mehr Tempo und Einsatz. Bei der ersten Leipziger Auszeit nach 44 Minuten war die Vorentscheidung mit 27:20 gefallen. In der 54. Minute sorgte Alexandra Mazzucco mit dem 36:26 für den ersten 10-Tore-Vorsprung. Elf Tore legte der HC Leipzig in der zweiten Hälfte den Gästen mehr in die Maschen. Bei einem konzentrierteren Beginn wäre die Leipziger Ausgangsposition vor dem „Fernduell“ mit Oldenburg wesentlich besser gewesen. Mit einem Remis beim Thüringer HC könnte der HC Leipzig Platz vier selbst klar machen. In der derzeitigen Verfassung kaum vorstellbar … 

HC Leipzig vs. Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern 41:29 (18:17) vor 1.300 Zuschauern in der Arena Leipzig

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