HC Leipzig besiegt in einem „dreckigen Spiel“ Koblenz/Weibern mit 33:27

20.11.2013 – SPORT4Final:

HC Leipzig vs. VL Koblenz/Weibern 33:27 (14:13)

Natalie Augsburg: „Ich fand, es war so ein dreckiges Spiel.“

Der HC Leipzig gewann am 11. Spieltag vor der Bundesliga-Unterbrechung wegen der Handball-Weltmeisterschaft im Dezember in Serbien gegen VL Koblenz/Weibern sicher mit 33:27 Toren vor 1.500 Zuschauern in der Arena Leipzig. Mit dem zehnten Sieg im elften Spiel der Liga-Hinrunde liegt das Ørneborg-Team weiterhin auf dem zweiten Platz mit einem Punkt Rückstand auf Titelverteidiger Thüringer HC.

 

Nach einer äußerst schwachen ersten Spielhälfte ging es mit einer knappen Leipziger 14:13-Führung in die Pause. In einer tempoarmen Partie wurde der Gastgeber bis zum 10:7 (16.) seiner Favoritenrolle gerecht. Als dem HC Leipzig bis zur Pause in 14 Minuten nur noch vier Tore gelangen, witterte Koblenz/Weibern Morgenluft.  

Natalie Augsburg - Foto: Sebastian Brauner
Natalie Augsburg – Foto: Sebastian Brauner

Natalie Augsburg (8 Tore): „Ich fand, es war so ein dreckiges Spiel. In der zweiten Halbzeit haben wir ein bisschen Gas gegeben und den Sack zugemacht. Viele Verletzte, aber die Jungen haben sich heute wieder super gemacht. Mutig zum Tor gegangen, da lässt sich auf jeden Fall drauf aufbauen.“

Leipzigs Isa Rösike überstrahlte die erste Hälfte mit fünf Toren bei guter Beweglichkeit am Kreis und sehenswerter Wurftechnik. Das Lob aus dem Mund des Cheftrainers Thomas Ørneborg klang so: „Heute waren Isa Rösike in der ersten und Luisa Sturm in der zweiten Halbzeit super anzusehen. Beide waren heute sehr gut.“ Auch die junge Torhüterin Nicole Roth ab der zweiten Halbzeit mit sechs Paraden (ihre Auswechslung nach 56 Minuten bei vier Toren Vorsprung war unverständlich) und Nicole Lederer mit zwei Toren in Folge konnten überzeugen.

Die Gäste waren nicht in der Lage, den HC Leipzig voll zu fordern. Ohne eigene Führung im Spiel und bei mehr als einem Dutzend technischer Fehler bestanden kaum Siegchancen. Der HC Leipzig brachte das Spiel sicher und souverän trotz aller Verletzungssorgen mit 33:27 nach Hause.

Eine spielerische Augenweide sieht anders aus – konnte man gegen Koblenz/Weibern nicht erwarten. Muss man aber nach der gesunden Rückkehr aller Spielerinnen des HC Leipzig im neuen Jahr unbedingt anstreben, wenn der Meisterschaftskampf mit dem Thüringer HC spannend und hochklassig werden soll. Befragt nach dem bisherigen Saisonfazit war von den Protagonisten zu hören:

Saskia Lang: „International fällt das Fazit so aus, dass es nicht so lief, wie wir uns das vorgestellt haben. In der Bundesliga haben wir das Maximum rausgeholt. Thüringen hatte gegen uns verdient gewonnen. Mit dem Rest stehen wir völlig im Soll. Im nächsten Jahr müssen wir die Punkte nach Hause fahren, wir gucken auf uns und am Ende wollen wir oben stehen.“

Leipzigs Chefcoach Thomas Ørneborg, der mit kompletter, in dieser Saison gut verstärkter Mannschaft auch international einen Sprung nach vorn mit dem Ziel Hauptrunde der Champions League machen wollte, erkannte folgendes Steigerungspotential: „Im neuen Jahr müssen wir noch konsequenter in der Abwehr spielen und im Angriff versuchen, nicht so viele Fehler zu machen.“ 

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