HC Leipzig mit Dominanz und Tempospiel zu Kantersieg über VfL Oldenburg und Tabellenführung

HC Leipzig mit Dominanz und Tempospiel zu Kantersieg über VfL Oldenburg und Tabellenführung - Foto: SPORT4Final
HC Leipzig mit Dominanz und Tempospiel zu Kantersieg über VfL Oldenburg und Tabellenführung – Foto: SPORT4Final

Teil eins in der „Woche der Wahrheit“ für den HC Leipzig

In der Handball-Bundesliga der Frauen heißt der neue Tabellenführer HC Leipzig. Der deutsche Rekordmeister kam vor 3.100 Zuschauern zu einem 36:27-Kantersieg über den bisherigen Klassenprimus VfL Oldenburg. Das Match zweier am Ende leistungsmäßig ungleicher Partner hatte zwei Knackpunkte: Die schwere Verletzung (eventuell Kreuzband) von Oldenburgs Nationalspielerin und Spielmacherin Caroline Müller in der 26. Minute bei 15:12 sowie die Spielvorentscheidung nach der Pause, als der HC Leipzig vom 18:13-Halbzeitstand auf 24:14 durch Anne Hubinger in der 36. Minute erhöhte.

Handball-WM 2013 in Spanien: SPORT4Final - Redakteur Frank Zepp im Palau Sant Jordi in Barcelona am 27. Januar 2013 - Foto: SPORT4Final
Frank Zepp im Palau St. Jordi in Barcelona

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25.10.2015 – SPORT4Final / Frank Zepp: 

Herausragende Leistungen vollbrachten die Torhüterinnen Katja Kramarczyk (15 Paraden) und Nele Kurzke (7 Paraden incl. 2 Siebenmeter), Saskia Lang (9 Tore), Luisa Schulze (6 Tore incl. eines direkt verwandelten Freiwurfes vor der Pause).

Besonders auffällig war die Weltklasseleistung von Karolina Kudlacz-Gloc (9 Tore) in ihrem „Eins-gegen-Eins-Spiel“.

Auf Oldenburger Seite ragten trotz hoher Fehlwurfquote des Teams (7 freie Bälle) Angie Geschke mit 6 Toren und Caroline Müller mit 4 Treffern heraus. Julia Renner im Oldenburger Tor hielt 11 Bälle, davon 2 Siebenmeter.

Die Meinungsvielfalt nach einem Match dieser Qualitätsgüte und Leistungsunterschiede ist erfahrungsgemäß groß. Für Angie Geschke ist der HC Leipzig „keine Übermannschaft“. „Wir haben es den Leipzigern zu leicht in der Abwehr gemacht, was zu leichten Toren führte“, so Geschke weiter. Oldenburgs Teammanager Sascha Vorontsov erkannte an, dass Leipzig „zu Hause sehr gut und sicher agierte, was wir auch in dieser Höhe trotz vier verletzter Spielerinnen (Birke, Wenzl, Jansen, Müller – d. R.) akzeptieren müssen.“

Beim HC Leipzig war die Freude über die gegenüber dem Metzingen-Spiel deutliche Leistungssteigerung vor allem im Tempospiel (Positionsangriff zzgl. 9 Tore aus erster und zweiter Welle!) sowie im Abwehrverbund deutlich anzumerken. Manager Kay-Sven Hähner testierte seiner Mannschaft „ein tolles und konzentriertes Spiel“. Katja Kramarczyk befand: „Es war ein gutes Spiel, kompakt vorne wie hinten, obwohl 27 Gegentore ein bisschen zu viel sind. Aber es gibt nichts zu meckern.“ Luisa Schulze war einmal mehr der „Turm in der Angriffsschlacht“: „Es ist schön, da oben zu stehen. Ich habe mir einfach die Kleinste im Block ausgesucht und mich gestreckt“, sagte sie über ihr Freiwurftor. Nele Kurzke sah bei sich heute „eine Leistungssteigerung und fühlt sich auf dem richtigen Weg“. Torhüter-Legende Wieland Schmidt zu ihrer Performance: „Neles Leistung brauchen wir, wenn Katja mal nicht da sein sollte.“ Über das Spiel resümierte der Leipziger Co-Trainer: „Teilweise war es ein super Spiel mit schöner Schnelligkeit und guten Torhüterinnen. Zum Schluss hätten einige freie Würfe konzentrierter ausgeführt werden können.“

Zum nächsten Topspiel am kommenden Mittwoch gegen die SG BBM Bietigheim mit den Ex-Leipzigern Martin Albertsen, Susann Müller, Maura Visser und Nina Wörz scheint der HC Leipzig gewappnet zu sein.

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