HC Leipzig mit mentaler „Wiedergutmachung“ bei Kantersieg gegen VfL Oldenburg

17.01.2015 – SPORT4Final:

HC Leipzig-„Geburtstagskind“ Karolina Kudlacz: „Niederlagen haben etwas Gutes, wenn man davon lernt.“

HC Leipzig: Nicht Pokal-Niederlagen-Wiedergutmachung, weil nicht möglich, sondern die mentale Stärkung in den Köpfen der Leipziger Frauen war das Hauptergebnis beim 35:26-Kantersieg gegen den Pokal-Bezwinger VfL Oldenburg.

Es folgen die „Wochen der Schlüsselspiele“ in der Bundesliga und der Champions League.

Der HC Leipzig ist in der Handball-Bundesliga gerade gegen VfL Oldenburg auf den Siegpfad sportlicher Tugenden zurückgekehrt. Mit einem ungefährdeten „Start-Ziel-Sieg“ und ohne „Einbruch“ nach der Halbzeitpause wie beim Pokal-Viertelfinale gegen Oldenburg gestaltete sich der Handball-Nachmittag bei Spielerinnen, Fans und Management des deutschen Rekordmeisters völlig stressfrei. Die Freude über das nun wieder spannender werdende Meisterschaftsrennen war im VIP-Raum anzumerken, als das Ergebnis von der Niederlage des Thüringer HC beim Buxtehuder SV die Runde machte.

Scheinbar, denn neben den Thüringerinnen ist nun der Buxtehuder SV im Kampf um die deutsche Meisterschaft sowie den zweiten Platz, der zur Bewerbung um die Tickets zur Champions-League-Qualifikation für die kommende Saison berechtigt, mehr als ein ernstzunehmender Kontrahent. Zumal sich beide Teams am 27. Januar zum Rückspiel in Leipzig treffen, in dem der Gastgeber die Hinrunden-Niederlage (28:31) wettmachen möchte. Und 3 Tage später kommt es zum nächsten „Schlüsselspiel“ im Kampf um das Viertelfinalticket in der Champions League gegen Vardar Skopje mit der emotionalen Trainerin Indira Kastratovic und der Ex-Thüringerin Anja Althaus …   

HC Leipzig mit mentaler „Wiedergutmachung“ bei Kantersieg gegen VfL Oldenburg - Gratulation an Karolina Kudlacz im Hintergrund rechts - Foto: SPORT4Final
HC Leipzig mit mentaler „Wiedergutmachung“ bei Kantersieg gegen VfL Oldenburg – Gratulation an Karolina Kudlacz im Hintergrund rechts – Foto: SPORT4Final

 

Mit „Geburtstagsständchen“ und Torte für Karolina Kudlacz, Leipzigs Weltklasse-Spielmacherin, begann der „entspannte“ „Spielfilm“ des Matches. Der Gastgeber war ab dem 7:6 (16.) spielerisch in fast allen Lagen den Oldenburgerinnen überlegen. Insofern erübrigt sich eine detaillierte Statistik und Analyse der handballerischen Details.

Ein bemerkenswertes Debüt nach der Verletzungspause, aus dem letzten Handball-EM-Spiel gegen die Slowakei, gab Saskia Lang (3 Tore). Erfolgreichste Torschützinnen waren Angie Geschke (9) für den VfL Oldenburg sowie Karolina Kudlacz und die formverbesserte Anne Müller (jeweils 8 Treffer) vom HC Leipzig. Luisa Schulze (7 Tore) agiert in konstant bestechender Form! Auch die wieder präferierte 5:1-Abwehr scheint beim HC Leipzig immer besser zu funktionieren.

HC Leipzig mit Entwicklung, noch ohne „Augenhöhe“ und „fühlbaren Sieghauch“ gegen Thüringer HC

HC Leipzig im denkwürdigen DHB-Pokal-Thriller Oldenburg unterlegen

HC Leipzig-Kapitänin Katja Schülke „Wir haben den Titel weg geworfen.“

„Spielfilm“:

3:3 (7.); 7:6 (16.); 13:6 (23.); 15:10 (HZ)

24:14 (40.); 29:18 (50.); 33:25 (59.); 35:26 (EST) 

HC Leipzig vs. VfL Oldenburg  35:26 (15:10) vor 2.000 Zuschauern in der Arena Leipzig

Stimmen nach dem Spiel:

Luisa Schulze (HC Leipzig):

„Wir haben das schnelle Spiel nach vorn weiter gemacht, was uns in der zweiten Hälfte im Pokalspiel nicht so gelungen ist. Ich fühle mich gut und die Mädels spielen gut mit mir.“ 

Saskia Lang (HC Leipzig):

„Wiedergutmachung für die Köpfe, das wir so ein Pokalspiel aus den Köpfen ballern. Mein Knie hält, aber ich muss noch viel an der Fitness machen.“ 

Norman Rentsch (Trainer HC Leipzig):

„Diese wichtige Phase nach der Halbzeit haben wir gut gemeistert, wo wir die drei Tore nochmal raufgelegt haben. Um dem Gegner zu symbolisieren – heute nicht! Mit dieser Wut wollten wir in das Spiel hinein gehen. Das ist suboptimal gelungen. Man hätte sicherlich noch mehr gekonnt, aber wir haben auch durchgewechselt.“ 

Karolina Kudlacz (HC Leipzig):

„Pokal ist vorbei, so ist Sport und wir können nicht nur nach hinten blicken. Das ist bitter aber auch die Schönheit des Sports. Heute war das eine gute Leistung und wir haben gelernt von diesem Spiel. Wir waren in der zweiten Halbzeit vorsichtiger und konzentrierter. Niederlagen haben etwas Gutes, wenn man davon lernt. Wir zeigen jetzt unser Potential und das die Mannschaft zusammen steht – das ist unser größter Wert.“ 

Kay-Sven Hähner (Manager HC Leipzig):

„Was nutzt es uns, wenn wir nächstes Jahr keine Champions League spielen dürfen, aber dieses Jahr in der Champions League gut aussehen. Und diese in diesem Jahr zu gewinnen, ist utopisch. Also müssen wir den Champions-League-Platz erkämpfen, und dies wäre mit Platz zwei in der Bundesliga definitiv wahrscheinlicher. Da müssen wir gegen Buxtehude in eigener Halle gewinnen und uns für die Niederlage dort revanchieren. Das ist entscheidend. Gegen die Weltauswahl Skopje sind wir aber auch nicht chancenlos. Thüringen hat auch gegen die gewonnen.“

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